Fr, 28. November 2014, 20h, CCW: RIPOFF RASKOLNIKOV
Der in Graz lebende Singer-Songwriter Ripoff Raskolnikov zählt zu den authentischsten Vertretern des Genres. Seine Bewunderung für die Blues-Größen der ersten Stunde wie Blind Willie McTell, Skip James, Robert Johnson und John Lee Hooker findet ihren Ausdruck nicht in Imitation. Vielmehr verbindet ihn mit ihnen die Konsequenz, mit der er seinen Weg geht, ohne sich um Modeströmungen jeglicher Herkunft zu kümmern, und die unerschütterliche Integrität, mit der er versucht, menschliche Emotionen wie Liebe, Leidenschaft, Verlust, Schmerz, Verlangen, die Suche nach Schönheit, den Hunger auf das Leben oder die Angst vor dem Tod auszuloten und in Musik zu verwandeln. Mit seinem Bühnencharisma, seinem trockenen Humor, seinem ganz individuellen Zugang zum Blues und seinem Faible für müllplatzverdächtige Anzüge und verwaschen-welke Knopflochrosen ist Ripoff Raskolnikov ein Musiker, den man nicht nur hören, sondern auch sehen möchte. Der für ein Ripoff Raskolnikov-Konzert charakteristischen Atmosphäre emotionsgeladener Intensität wird man sich in jedem Fall schwer entziehen können.
Er spielt in Begleitung seiner exzellenten Band mit Szabolcs Nagy (piano), Varga Laca (bass) und Lajos Gyenge (drums).
Sa, 8. November 2014, 20h, CCW: THE HOLMES BROTHERS (USA)
Nach dem sensationellen Konzert im Vorjahr (wir waren restlos ausverkauft und mussten zahlreiche Besucher nach Hause schicken!) ist es uns auf vielfachen Wunsch nochmals gelungen (vielleicht zum letzten Mal!), die legendären Brüder nach Stainach zu lotsen. KARTEN SICHERN!!!
Seit knapp 50 Jahren füttern die Brüder Sherman und Wendell Holmes und ihr "Adoptiv-Bruder" Popsy Dixon ("Nach seinem zweiten Song war Popsy ein Bruder", erinnert sich Wendell) die Seelen ihrer immer noch ständig wachsenden Fangemeinde mit delikatem Rhythm'n'Blues, Soul und Gospel. Niemand sonst beherrscht anno 2013 die hohe Kunst des dreistimmigen Harmoniegesangs im Stile der 50er und 60er wie sie. Man fühlt sich gleichsam in die Glanzzeiten der legendären TEMPTATIONS zurückversetzt, wenn diese 3 – zusammen über 200 Jahre auf den Buckel bringenden – Herren ihre Stimmen erheben und all die Blues-Epigonen zurück auf die Schulbank schicken. Das Trio hat schließlich seine Lektionen bei den Besten des Fachs gelernt und tourte in den Anfangsjahren als Backing Band von Chuck Berry, Ines Fox, Curtis Mayfield oder John Lee Hooker durch die Clubs. Aber erst Ende der 80er traten die HOLMES BROTHERS mit ihrem Debütalbum "In The Spirit" selbst ins Rampenlicht und sind seitdem von dort nicht mehr wegzukriegen. In den USA werden sie inzwischen als Nationalheiligtum gefeiert und mit allen einschlägigen Preisen bedacht. Mit ihrem tief im Soul verwurzelten Gesangsstil, ihren begeisternden Vokalharmonien und ihrem unübertroffenen musikalischen Potenzial entwickeln sie sich jedoch kontinuierlich weiter.
Weitere Highlights im Zeitraffer: Auftritte bei den Talkshows von David Letterman und Jay Leno, Willie Nelson verpflichtete sie gemeinsam mit Bob Dylan und Keith Richards für seine alljährliche TV-Show, Van Morrison steuerte die Lead Vocals zu ihrer Version von "That's Where It's At" bei, sie tourten als Band für Joan Osborne, arbeiteten mit Peter Gabriel, Bruce Springsteen, Patti Smith u. v. a. und spielten im Weißen Haus für Bill Clinton.
Das Billboard Magazine schreibt: "Die Holmes Brothers werden mit jedem Jahr überzeugender und beeindruckender. Ihre musikalische Kraft treibt sie weiter".Mit Wendells erfolgreich besiegter Krebskrankheit und der neuen, direkt auf Platz 1 der US-Billboard Blues Charts eingestiegenen CD "Feed My Soul" feiern die HOLMES BROTHERS seit 2 Jahren erneut weltweite Triumphe. Die Songs handeln von Freundschaft, Treue, Familie, Krankheit, dem Älterwerden, aber auch von Politik, dem aktuellen Zustand der Welt und verlieren dennoch nie den der Gruppe eigenen, typischen Sinn für Humor. Die ausdruckstarken Songs und die Energie dieses neuen Albums bescheren ihrer großen Fangemeinde einen reichhaltigen, musikalischen Leckerbissen für die Seele. Lebendiger, spontaner und enthusiastischer kann man traditionellen Blues, Soul und Gospel nirgendwo hören als bei den HOLMES BROTHERS!
Sherman Holmes (Bass, Vocals)
Wendell Holmes (Guitar, Piano, Vocals)
Popsy Dixon (Drums, Vocals)
Fr, 31. Oktober 2014, 20h, CCW: PEARLMANIA (Julia Siedl & Nika Zack)
(Julia Siedl & Nika Zach)
Bubbles tanzen in der Musik von Pearlmania, sie fliegen in alle Richtungen, spannen weite Bögen von einem Punkt zum nächsten. Sie erzählen bunte, oft witzige, poetische Geschichten, schillern, wogen elegant von Jazzwaltz zu New Orleans Groove, von Brazil zu alternative Songwriting, von Klanggedichten mit harmonischen Referenzen an die klassische Moderne bis zum kafkaesken Absurd-Rumba.
„Der gemeinsame Nenner all dessen ist die einzigartige musikalische Sprache die Nika Zach und Julia Siedl miteinander gefunden haben. Mit der Leichtigkeit der Könner, mit Präzision und Virtuosität malen sie Stimmungsbilder in wunderbaren Schattierungen und dynamischen Abstufungen. Listen closely!“ (Christian Bakonyi, Ö1/ORF)
Nika Zach (vocals, kazoo, percussion)
Julia Siedl (piano, fender rhodes, synthesizer)
Do, 9. Oktober 2014, 20h, CCW: DeROSE & Den DUNNEN
DENA DeROSE (USA) & MAAIKE DEN DUNNEN (NL)
Weltstar Dena De Rose – „kreativste und beeindruckendste Sängerin und Pianistin seit Shirley Horn“ – teilt sich im CCW Bühne und Piano mit der jungen Maaike den Dunnen, die auf zahlreiche Auszeichnungen zurück- und eine große Karriere vorausblicken darf. Beide individuelle Talente – ob Piano, Gesang, Komposition oder Arrangement – machen jedes Konzert zu einer einzigartigen Entdeckungsreise all ihrer Möglichkeiten.
An upcoming musician and an established musician join their forces for an evening of great jazz-music.
Maaike den Dunnen is a young Jazz-singer, originally from Holland, who writes her own compositions and arrangements. She has won the title „Outstanding Performance“ in 2 categories of the Downbeat Student Music Awards 2011 (USA). Her own quintet was chosen a finalist in the prestigious „European Jazz Competition“, taking place at the North Sea Jazz Festival 2011 (NL). As a guest, she toured around Europe doing concerts with the European Jazz Orchestra (EU) and the RTV Big Band (SI).
Dena DeRose, considered „The most creative and compelling singer-pianist since Shirley Horn“, may need no introduction. Originally from New York City, this singer-pianist has been touring all over the globe and is a highlight on today’s international Jazz-scene. She has 9 CD‘s as a leader to her credit, all of which have received superior accolades, such as Grammy Nominations and being ranked in "Top 10 CD's" by All About Jazz and Downbeat Magazine (USA). She has worked with a variety of famous musicians such as Ray Brown, Clark Terry and Marianne McPartland.
Both skilled in singing, playing the piano, composing and arranging, they will explore all the possible combinations of the above to create a unique concert that you don’t want to miss … watch out! - instrument switches are involved!
Maaike den Dunnen (voice, compositions, arrangements, piano)
Dena DeRose (piano, voice, compositions, Arrangements)
Fr, 26. September 2014, 20h, CCW: AXEL ZWINGENBERGER
Boogie Woogie- und Blues-Piano in seiner virtuosesten Form!
Axel Zwingenberger hat sich in die Herzen seiner Zuhörer und damit in Konzertsäle der ganzen Welt gespielt. Sein geradezu „klassisches“ Pianospiel, mit dem er die ganze Bandbreite vom Blues der 1920er Jahre bis zu aktuellen modernen Harmonien lebendig werden lässt, reißt ihn selbst mit zu musikalischen Höhenflügen.
„Axel Zwingenbergers Virtuosität kannte einfach keine Grenzen – auch 250 bpm (Schläge pro Minute) klangen absolut mühelos.“ (Tageblatt)
"In the Boogie Woogie-World he is a Rockstar!"
Fr, 12. September 2014, 19h, CCW: KAMERA, NADEL & ZWIRN (Vernissage)
(L. MANFRED LECHER & CHRISTIAN WOHLMUTHER)
VERNISSAGE
Traditionsgeladenes Material inspiriert den Kleiderarchitekten zu urpersönlichen Hüllen für qualitätsbewusste Individualisten. Der Meister der Linse lenkt mit der Wahl seiner Ausschnitte den Blick auf modern interpretierte Details. Der Eindruck der Kleidung wie Bilder ist bleibend – zeitlos. Die Ennstaler Free-Drummers sorgen für den rechten Takt des Abends, der mit lokalen Gaumenfreuden aufwartet.
DO, 12. Juni 2014, 19:30 Uhr, CCW: DAS NARRENSCHIFF
Die Kunst- und Kulturgruppe des BG+BRG Stainach präsentiert:
DAS NARRENSCHIFF
Spiel, Gesang und Tanz nach Sebastian Brant (1457–1521)
Öffentliche Vorstellung: 12. 6. 2014, 19:30 Uhr, CCW Stainach
Schülervorstellungen: 12.6.2014 vormittags
Sa, 18. Oktober 2014, 20h, CCW: MADISON VIOLET (CAN)
TOP-NEWS: Madison Violet haben den ganzen Winter im Studio verbracht und für die kommende CD völlig neues Material eingespielt (die CD soll zum Tourstart im Herbst 2014 fertig sein). Mit Einflüssen aus Country, Pop, Electro, Disco und Folk gehen die neuen Songs in eine sehr frische Richtung, ohne aber ihre eingeschworenen Fans vor den Kopf stoßen zu wollen. Natürlich kommt auch das starke Songwriting der Beiden wieder zum Tragen und die wirklich ansteckenden Kompositionen werden ein völlig neues Publikum begeistern. Man darf großes erwarten!
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Nicht nur Bob Dylan ist auf einer „Never Ending Tour“. Auch die kanadischen Sängerinnen und Songschreiberinnen Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac, bekannt als Madison Violet, reisen seit gut elf Jahren fast pausenlos um die Welt. Dabei spielten sie mit so unterschiedlichen Acts wie Hothouse Flowers, Runrig, Ron Sexsmith, Indigo Girls sowie den Temptations und gastierten auf renommierten Festivals wie dem Montreux Jazz Festival und dem TFF Rudolstadt. Inzwischen hat sich der Marathon von über 200 Konzerten im Jahr ausgezahlt.
In ihrer Heimat zählt das Duo zur Hautevolee der blühenden Singer/Songwriter-Szene. Und auch in den USA, Australien und Europa sind Madison Violet längst nicht mehr „nur“ ein Geheimtipp für Liebhaber von Akustik-Pop, Folk und Alternative Country. Nach ihrem letzten künstlerischen Triumph mit dem hochgelobten Album „No Fool For Trying“, das ihnen unter anderem den kanadischen Folk-Music-Award 2009, den Sieg beim John Lennon Songwriting Contest „Maxell Song Of The Year“ sowie eine Nominierung für den wichtigsten Musikpreis Kanadas, den Juno, einbrachte, stehen die sympathischen Kanadierinnen mit ihrem neuen Album „The Good In Goodbye“ nun endgültig vor dem großen internationalen Durchbruch.
Live-CD „Come As You Are”
On The Road Again – im Fall von Madison Violet kann man das „again“ getrost streichen. Streng genommen sind Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac seit zwölf Jahren ununterbrochen unterwegs und bringen es mühelos auf über 200 Konzerte im Jahr. Wer die beiden Kanadierinnen einmal live erleben durfte, weiß um ihre besondere Fähigkeit, innerhalb kürzester Zeit eine intime Atmosphäre zu erschaffen, in der ihre zwischen Alternative Country, Folk, Bluegrass und Akustik-Pop angesiedelten Songs ganz besonders gut wirken können. Nun war es an der Zeit, diese außergewöhnlichen Konzert-Momente auch einmal auf DVD und CD zu dokumentieren. Das Ergebnis liegt nun vor, heißt „Come As You Are“ und schafft es tatsächlich, den speziellen Geist eines Madison Violet Auftritts fernab der Clubs und Konzerthallen zu reproduzieren.
Es war der 4. November 2011, als Brenley MacEachern und Lisa MacIsaac gemeinsam mit dem Bassisten Adrian Lawryshyn in der Kölner Kulturkirche ein in der Tat denkwürdiges Konzert gaben. Auf Tour waren sie anlässlich der Veröffentlichung ihres von der Kritik hochgelobten Albums „The Good In Goodbye“. Tatsächlich aber gaben die beiden Sängerinnen und Songwriterinnen einen faszinierenden Überblick über ihr gesamtes bisheriges Schaffen, angefangen bei der EP, mit der 2002 alles begann. Von dieser Platte, die so hieß wie das Duo damals – Mad Violet, nicht Madison –, schaffte es „Haight Ashbury“ auf die Setlist. Ein Song, der so viele Merkmale aufweist, die die Kunst von Brenley und Lisa ausmachen: Perfekter, wunderschöner Harmoniegesang, technisch präzises Spiel mit großem Ausdrucksvermögen, ausgereiftes Songwriting und eine enorme Intensität. Diese Intensität rührt nicht zuletzt daher, dass Madison Violet sich live ganz auf den jeweiligen Kern ihrer Lieder konzentrieren, den Sound also so weit reduzieren, bis die Essenz offen daliegt und ihre ganze Wirkung entfalten kann. „The Ransom“ – Opener des 2009er Albums „No Fool For Tryin’“ und jetzt auch der Live-CD und -DVD – zeigt gleich, wo der Weg langgeht und wie viel Schönheit man auf ihm erwarten darf: Da sind zwei Künstlerinnen ganz bei sich – im Bewusstsein, dass es bei ihnen nur zwei Gitarren und ihren Gesang braucht, um das Publikum vollends in ihren Bann zu schlagen.
Später gesellen sich – neben Adrian Lawryshyns warm klingenden Akustikbass – noch weitere Instrumente hinzu und setzen feine Akzente, so etwa die von Lisa gespielte Violine, die bei der ergreifend schönen Americana-Ballade „I’m Your Lady“ ebenso zur Geltung kommt wie bei dem ausgelassenen Bluegrass-Wirbelwind „Cindy Cindy“. Brenley wiederum greift gelegentlich zur Mundharmonika, so etwa beim sehnsüchtigen Titelstück der DVD/CD. Und manchmal ist es auch das Publikum, das den Sound effektvoll unterstützt – natürlich nur dann, wenn die beiden Künstlerinnen charmant darum gebeten haben. Kommen die Zuschauer beim zarten „Small Of My Heart“ noch ohne Wörter und somit auch ohne Textkenntnisse aus, um sich chorgewaltig und stimmungsvoll am Gesamtkunstwerk zu beteiligen, benötigen sie beim abschließenden „All Apologies“ schon Instruktionen von der Bühne. Kann ja nicht jeder die Texte Kurt Cobains kennen. Wie, Kurt Cobain? In der Tat. „All Apologies“ ist im Gegensatz zu „Come As You Are“ tatsächlich ein Nirvana-Cover und beweist eindrucksvoll, dass in Grunge auch ganz viel Mandolinen-befeuerter Bluegrass steckt. Darauf muss man allerdings auch erst mal kommen. Und obendrein die nötige Spielfreude und Perfektion mitbringen, um die überraschende Erkenntnis bestens gelaunt und formvollendet in Töne umzusetzen. Bei Madison Violet ist das kein Problem. Was sie sich als nächstes einfallen lassen? Auf die Antwort muss man nicht lange warten: Die nächste Europa-Tour steht selbstverständlich schon wieder an.
Sa, 20. September 2014, 20h, CCW: IAN SIEGAL ELECTRIC BAND (GB)
Der sympathische, sehr unkonventionelle und in Veranstalter-Kreisen legendäre Draufgänger gilt als die größte britische Blues-Sensation des letzten Jahrzehnts und überhaupt als einer der ganz großen Blueser unserer Zeit. Und wo Joe Bonnamassa auf den kommerziellen Blues/Rock-Glamour-Zug aufgesprungen ist, ist Ian Siegal bei den Roots geblieben! Das renommierte britische Musik-Magazin MOJO meint schlicht: „... One Of The Most Inventive Blues Recordings Ever Made By A British Artist”. In den USA wurde er als einziger Nichtamerikaner sowohl 2012 als auch 2013 bei den „Blues Music Awards” mit dem „Contemporary Blues Album Of The Year” nominiert, bei den „British Blues Awards” gewann er heuer gleich drei Sparten: „Male Vocalist Of The Year”, „Blues Album Of The Year” und „Song Of The Year”.
Kritiker und Insider behaupten, wäre Ian Siegal in den 60s aktiv gewesen, hätte er heute denselben Status wie Van Morrison oder Joe Cocker. Es gibt tatsächlich sehr, sehr wenige Künstler, die ihr Publikum von der ersten Sekunde an derart in den Bann ziehen können, was ihm Headline-Bookings auf vielen wichtigen Festivals wie z. B. dem „North Sea Jazz” einbrachte.
In den 1990ern zog er zuerst als Straßenmusikant durch Europa, schaffte es auf Grund seiner Magie bald in diverse Clubs und stand 2003 plötzlich als Opener für ex-Rolling Stones Bill Wyman und seinen Rhythm Kings bei einer riesigen Europa-Tour auf den Bühnen. Wyman holte ihn dann auch als Sänger in die Band, dem folgte eine ausgedehnte Duo-Tour mit Big Bill Morganfield (der Sohn von Muddy Waters), danach kam er 2004 als Sänger der Lee Sankey Band bereits zum ersten Mal auch nach Österreich, und mit seinem Tom Waits-Programm „The Braindogs” begeisterte er zuletzt 2009 erfolgreich im Alpenland.
2005 war er mit seinem Album „Meat & Potatoes” bereits Nr.1 in den holländischen Soul/Blues/Jazz-Charts. Seitdem läuft es für Ian wie am Schnürchen, er kann sich mittlerweile die Rosinen raus picken, ist vor allem auch unter den schwarzen Blues-Musikern in den USA sehr geschätzter und gern gesehener Partner. Pinetop Perkins liebte mit Ian zu spielen, Alvin „Youngblood” Heart schwört ebenso auf ihn und steuerte Gitarrenarbeit und Backing Vocals auf Ian Siegals Album „Candy Store Kid” bei (aufgenommen in Mississippi), das 2012 Nr. 1 in den „iTunes UK Blues Charts” war.
Ian ist aber keineswegs starr einem Genre ergeben und abseits des Blues und Rock tourt er aktuell mit dem Projekt „Broadway in Satin” – einer enorm hochwertigen Billie Holiday-Revue mit ausgewähltem Orchester – durch Südamerika und Ost-Afrika.
„One of the most gifted singers and writers in contemporary Blues” (MOJO)
FR, 4. Juli 2014, 20 Uhr, CCW: VUCCIRIA (ITA)
Benannt nach dem Altstadtmarkt von Palermo, erobern die spielfreudigen Musiker von VUCCIRIA im Handumdrehen das Publikum und versprühen Sizilianisches Feuer und ansteckende südländische Fröhlichkeit. Nicht nur das musikalische Können der Instrumentalisten gepaart mit den außergewöhnlichen Stimmen von Guiseppe Perna und Toti Denaro, sondern auch ihre Showeinlagen machen es dem Publikum unmöglich, sich ihrem unvergleichlich mitreißenden Charme zu entziehen. „Tarantella“ heißt eines der Zauberworte, mit denen ihnen das gelingt. Dieser Tanz soll dereinst sogar ein Naturheilverfahren gewesen sein: Musikanten spielten auf Sizilien für von der Tarantel gestochene Zeitgenossen auf und die tanzten dann buchstäblich wie verrückt los, schwitzten wie irre, und dadurch wurde das Gift wieder aus dem Körper transportiert.
In überlieferten Volksweisen und Eigenkompositionen kommt immer wieder der kulturelle Reichtum der Mittelmeerinsel zum Ausdruck und wird mit dem virtuosen Spiel der Instrumentalisten, wie Nicolo Loro Ravenni am Saxophon und an der Klarinette unterstrichen. Emanuel Maze begleitet die Kompositionen am Akkordeon mit allen Finessen, Guiseppe Perna hebt mit seiner Maultrommel den Charakter der einzelnen Weisen besonders hervor und Toti Denaro bezaubert mit gekonntem Mandolinenspiel. Die temperamentvolle Kommunikation zwischen Musikern und Publikum wird immer wieder durch kleine Anekdoten und das Mitsingen des Refrains belebt.
Guiseppe Perna (Gesang, Gitarre, Maultrommel)
Toti Denaro (Gesang, Percussions, Tamburello)
Emanuelle Mazé (Akkordeon, Klavier)
Nicolo Loro Ravenni (Klarinette, Saxophon)
CD-Kritik: VUCCIRIA - „Po‘ tû cuntu“
Die nunmehr dritte CD von Vucciria rund um Toti Denaro und Giuseppe Perna ist eine sehr persönliche Rückkehr zu den eigenen sizilianischen Wurzeln der Bandgründer. Feinsinnige Eigenkompositionen und traditionelle Volksweisen neben temperamentvollen schnellen Rhythmen mit orientalischen Einflüssen entführen auf „Po‘ tû cuntu“ in eine bunte Welt der regionalen, mythologischen und zwischenmenschlichen Episoden. Namensgebend für die aktuelle CD ist Peppino Denaro, Urgroßvater Totis und Herausgeber der gleichnamigen sizilianischen Literaturzeitschrift „Po‘ tû cuntu“, die seit dem frühen 20. Jahrhundert sizilianischer Dialektdichtung mehrere Jahrzehnte lang eine Plattform gab. „Po‘ tû cuntu“ ist weit mehr als die reine Ansammlung von Texten sondern ein kultureller Meilenstein – geliebt von einer treuen Leserschaft und angeführt von Peppino, einem begabten Dichter, Seemann und Mythos unter den sizilianischen Dialektdichtern. Wie zeitgemäß und anziehend die Hinwendung zur dialektalen Sprache ist, zeigt auch Vucciria in immer wieder überraschender Form. In diesen dreizehn neuen Songs stellt die Band, die mit Nicolo Loro Ravenni aus Padua und Emanuele Mazè aus Paris komplett wird, erneut ihre musikalische Vielseitigkeit unter Beweis. „Po‘ tû cuntu“ steht für Heimatverbundenheit und italienisches Lebensgefühl, für literarische und musikalische Tradition vereint mit moderner Kreativität und großem Ideenreichtum.

















