Dienstag, 31. Oktober, 20h, CCW: HEART OF A DOG (Film)

Heart of a dog (3)SAATGUT – Impulse zum Wachstum kultureller Auseinandersetzung (Film & Gespräch)

 

HEART OF A DOG

Doku, USA 2015, 75 Minuten, OmU, Regie: Laurie Anderson

 

Ein Gesamtkunstwerk der amerikanischen Allroundkünstlerin! Anhand ihres philosophischen Essays, lässt sie uns an Erinnerungen, ihrem Gedankenfluss über Gegenwart, Tod, Liebe und das Leben teilhaben. Unglaublich persönlich und doch nie unangenehm privat. Ein Meisterwerk aus literarisch wie musikalischer Feder, Pinsel und  Kehle dieser besonderen Frau.

 

Eintritt: € 8.-

 

 

 


Donnerstag, 4. Mai, 19h, CCW: ZUSAMMEN LEBEN - Wieviel Integration brauchen wir?

Multikulti 1Wieviel Integration brauchen wir? Wieviel Multikulturalität können wir leben? Eine Dialogveranstaltung von Birgit Lesjak-Ladstätter im Rahmen der Reihe „ZUSAMMEN LEBEN“

 

Die derzeitige politische Diskussion konstruiert einen Gegensatz zwischen Integration und Multikulturalität. Der Abend stellt die Frage nach der Chance, von- und miteinander zu lernen und ganz neue Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit zu finden. Am Podium u. a.: Dorothee Steinbauer (CCW), Jakob Kabas MAS (Sozialhilfeverband Liezen), Mag. Julia Arifeen (Forschungsarbeiten zum Thema, HBLFA Raumberg-Gumpenstein,), Diljeet Chopra (Asylberechtige) u. a.

 

Gesprächsleitung: Mag. Birgit Lesjak-Ladstätter

 

Freiwillige Spenden

 

 

 


Samstag, 2. Juli, 11-13h, CCW: Was ist los in Brasilien? Rio 2016 - Olympia im Brennpunkt (Diskussionsbrunch im CCW Stainach)

Brasilien brennt.

Seit dem kalten Staatsstreich im Mai 2016, bei dem die amtierende Präsidentin Dilma Roussef ohne Vorlage von gerechtfertigten Gründen abgesetzt wurde, gehen täglich Zehntausende auf die Straßen, um gegen den Putsch zu demonstrieren. Die sozialen Bewegungen Brasiliens mobilisieren in ungewohnter Einigkeit. Streiks, Ministerienbesetzungen und brennende Straßensperren von der MST, der 2 Millionen Mitglieder zählenden organisierten Landlosenbewegung, kennzeichnen den Post-Putsch Alltag. TV Globo berichtet nicht darüber. Die neue Interimsregierung unter Michel Temer ist korruptionsbelastet, innerhalb ihres ersten Regierungsmonats gab es bereits 2 Ministerrücktritte. Sie setzt jedoch ungehemmt radikale, unpopuläre und menschenverachtende Maßnahmen um, der Sozialstaat und die Menschenrechte werden in Windeseile abgebaut, ein neoliberaler Austeritätskurs wird umgesetzt. Und das knapp vor Beginn der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro. Schon unter Roussef war das Genozid an der schwarzen Bevölkerung an der Tagesordnung, die Vertreibung, Übergriffe und Morde an der indigenen Bevölkerung schockierten die Weltöffentlichkeit schon seit langer Zeit. Doch was nun? Im August, während der Olympischen Spiele, soll der Impeachment Prozess gegen Dilma Roussef beendet werden – was uns da erwartet? Experten warnen: Die Sicherheit in Rio sei nicht gewährleistet, die ungehemmte Polizeigewalt wird von Amnesty International angeklagt. Als Extra gibt es skandalöse Wasserverschmutzung, die unberechenbare Zika-Seuche und nicht garantierte Gesundheitsversorgung für die Olympia Gäste in Rio. Diese Themen und einiges mehr noch werden wir gemeinsam mit Silvia Jura und Célia Mara und unseren Gästen diskutieren.

 

WISSENSTRANSFER EINFACH ANDERS

Die Kultur- und Sozialanthropologin Silvia Jura ist ausgewiesene Brasilien Expertin und spezialisiert in Fragen der afro-brasilianischen Kultur sowie sozialen und rassistischen Ausgrenzungsmechanismen. Sie arbeitet seit 15 Jahren mit und zu Brasilien. Derzeit ist sie als Journalistin und Beobachterin der Demokratiekrise aktiv. Als Vortragende, Moderatorin ebenso wie als Kuratorin gelingt ihr die Verbindung zwischen Wissenschaft und Kunst, Wissensvermittlung passiert auf intellektueller, aber auch auf emotionaler Ebene. Die Musikerin Célia Mara und ihre Band werden ebenso anwesend sein.

Eintritt frei!


Donnerstag, 12. März, 19h, CCW: TIMBUKTU (Film+Diskussion)

Timbuktu (4) HPTIMBUKTU

Drama, F/MAURETANIEN 2014, 97 Min., Regie: Abderrahmane Sissako

 

2015 ausgezeichnet mit 7 Cesars!

 

 

 

Im Anschluß an den Film: DISKUSSION

Barbara Kabas – Initiatorin der Plattform „Gastfreundschaft im Ennstal“

Sakip Zekan – Imam, Liezen

Pfarrer Erhard Lieberknecht – Evang. Pfarre  Stainach

Chlodwig Haslebner – BAHÁ’Í-Gemeinde, Bad Aussee

 

Gesprächsleitung:

Mag. Birgit Lesjak-Ladstätter – Religionslehrerin und Erwachsenenbildnerin, Öblarn

 

Die von Mythen umwobene malische Stadt Timbuktu wird von Dschihadisten übernommen, die ihre Regeln der Bevölkerung aufzwingen wollen. Die Beduinen-Familie von Kidane lebt friedlich in ihrem Zelt, bis ein Zwist mit dem Fischer Mambou alles durcheinanderbringt. Abderrahmane Sissako schafft es auf bewegende Weise, dem grassierenden Fundamentalismus auf sanfte Art ein zutiefst menschliches Filmgedicht entgegenzuhalten.

 

Poesie als Hoffnung

Der gebürtige Mauretanier Abderrahmane Sissako ist in Bamako (Mali) aufgewachsen und hat dort zuletzt im Hof seines Vaterhauses den Spielfilm Bamako gedreht. Darin begegnet er der Ausbeutung von IWF und Weltbank in Form eines Gerichts, das mitten im Lebensalltag abgehalten wird und dadurch stärker wirkt als seitenlange Abhandlungen über die Ungerechtigkeiten dieser Welt. Ursprünglich wollte er danach einen Essayfilm über die Ausbreitung des islamischen Fundamentalismus in der Gegend der mythenumwobenen Stadt Timbuktu gestalten, doch nachdem er vor Ort die Steinigung eines ehebrecherischen Paares durch die Extremisten erlebt hatte, entschied er sich dafür, einen Spielfilm zu drehen.

 

Sissako hat den islamistischen Fundamentalismus erlebt und reagiert auf das Wüten einer Minderheit mit einem Film, der den Alltag vor Augen führt, uns gleichzeitig eine Geschichte erzählt, die zeigt, dass auch der friedlichste Alltag auch nicht einfach nur friedlich ist. Zwist ist eine menschliche Schwäche, die oft genug tragisch endet.

 

Die Täter in seinem Film kommen von überall her und sprechen keine gemeinsame Sprache. So wenig sie einander verstehen, so wenig wissen sie, was die Regeln sollen, die sie den Menschen in Timbuktu aufzwingen. Für diese ist es nicht nachvollziehbar, warum sie nicht mehr rauchen, musizieren oder Fußball spielen sollen, warum die Fischverkäuferin auf dem Markt Handschuhe tragen muss, warum die Moschee als Ort des Gebets und der Besinnung mit Waffen betreten wird. Sissako erzählt in stillen Bildern und einer Sanftheit, die das Drama, das er betrachtet, erst recht hervorheben. Keine Schwarzweiß-Malerei, dafür eine Betrachtung voller Poesie, die er der kopflosen Gewalt entgegensetzt.

 

„Timbuktu ist ein leiser, poetischer Film von großer Wucht.“ ZDF

 

Weitere Pressestimmen:

 

www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/abderrahmane-sissakos-grossartiger-film-timbuktu-13316126.html

 

www.derstandard.at/2000010407376/Timbuktu-Das-Kauderwelsch-der-Jihadisten

 

www.spiegel.de/kultur/kino/timbuktu-kritik-die-schrecken-der-scharia-in-mali-a-1006659.html

 

 


Donnerstag, 21. November 2013, 19h, CCW: SCHLAGERSTAR (Film & Diskussion)

schlagerstar-bildSCHLAGERSTAR

 

Dokumentation, A 2013, 90 Minuten

Regie: Marco Antoniazzi und Gregor Stadlober

 

Der erste Kino-Dokumentarfilm, der einen Blick hinter die Kulissen der Traumschmiede Schlager wirft. Eine Tour mit dem Musiker und Sänger Marc Pircher durch Festzelte, Landdiscos und Musikantenstadln erkundet die Licht- und Schattenseiten der Hitfabrik. Eine unsentimentale Reise durch die Welt der sentimentalen Lieder. „Mit meiner Musik kann man wenigstens überleben“, entgegnete er seinen Kritiker/innen bei der Verleihung der Amadeus Awards – und erntete selbst von diesen für die ehrlichen Worte Anerkennung. Zwischen den beinahe täglichen Auftritten schüttelt Pircher Hände, posiert für Fotos, gibt Interviews und hält das Business am Laufen. „Der Marc“ ist eben mehr als bloß Musiker, „der Marc“ ist ein immer wiederkehrender Freund. Neutral, jedoch immer nah an der Person begleiten Marco Antoniazzi und Gregor Stadlober den erfolgreichen Schlagerstar bei der Ausübung seines Traums – weder belächelnd noch idealisierend.

 

Wir freuen uns auf einen spannenden Gesprächsabend mit dem Regisseur, sowie Fans, Kritikern und Musikern.

 

„Ein Film mit Ohrwurmgarantie.“ (Diagonale)

 

www.schlagerstar-derfilm.com

 

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REX

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Donnerstag, 7. November 2013, 19h, CCW: STOFF DER HEIMAT (Film & Diskussion)

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Dokumentation, A 2011, 94 Minuten

Regie: Othmars Schmiderer

Drehbuch: Othmars Schmiderer und Elsbeth Wallnöfer

 

Wie ist dieser Stoff beschaffen? Das Phänomen der Tracht: Kultur, Politik und nationaler Mythos, in ihrer Vielfalt von den Anfängen bis heute – exemplarisch betrachtet in Österreich, Bayern, Schweiz, Südtirol. Der Fokus richtet sich auf den jeweiligen Habitus und Kleidercode einzelner ProtagonistInnen oder Gruppen, auf Rituale und Lebenshaltungen in ihrer politischen Bedeutung, ihrem gesellschaftlichen Stellenwert und dem überbordenden Symbolcharakter. Stoff der Heimat zeigt den Umgang mit Traditionen im Spannungsfeld der Moderne, die Konstruktion von Identität und Heimat.

 

„Dirndl, Lederhose, Janker, Wadlstrümpf – an der Tracht scheiden sich die Geister. Doch Identität stiftet sie allen und allen bietet sie Heimat: Der Modedesignerin, die englische Vorhangstoffe verarbeitet; der Künstlerin, die die Dirndl-Moschee erfindet; den Schuhplattlern und den Schützenvereinen. Zu Beginn entdeckt Schmiderer die Bekenntniskleidung in der Ecke der konservativen Politik, die sie zu niederen manipulativen Zwecken einsetzt. Dort holt er sie sodann heraus und setzt zum Streifzug an. Quer durch die Milieus, quer durch die Geschichte, quer durch die Regionen. Vergnüglich, aufschlussreich und schön anzusehen.“ (Viennale Katalog 2011)

 

„Dieses Outfit streicht das sehr gut heraus, weil es ist ein österreichisches Dirndl, aber ein muslimisches Kopftuch und es passt super zusammen und es widerspricht sich nicht …“ (Saime Öztürk, Lajali Abu Zahra)

 

Auszeichnungen: Filmfestival in Trento 2012: Preis des Museo Usi e Costumi della Gente Trentina Award. (For the best documenting the traditions and costums of mountain people with ethno-anthropological accuracy).

 

Wir freuen uns auf einen spannenden Gesprächsabend mit:

Regisseur Othmar Schmiderer, Mag. Evelyn Kornetter (Steirisches Heimatwerk), Dr. Eva Kreisl (Volkskundemuseum, Graz), Dr. Daniela Müller (Journalistin, Autorin), Helga Rastl (Trachtenschneiderei Bad Aussee) u.a. Für Die Gesprächsleitung freuen wir uns Herrn Dr. Karl Stocker vom FH Joanneum begrüßen zu dürfen.

 

www.stoffderheimat.at

 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit Schloss Trautenfels

 

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REX

 

 

 


Donnerstag, 18. April 2013, 19 Uhr, CCW: AI WEIWEI - NEVER SORRY

ACHTUNG: Beginn bereits um 19 Uhr!

AI WEIWEI: NEVER SORRY

 

Dokumentation, USA 2012, 91 Minuten

Regie & Drehbuch: Alison Klayman

 

»So Sorry«, das ist die Ausrede der Mächtigen überall auf der Welt, sagt Ai Weiwei und setzt der Gleichgültigkeit seine Phantasie entgegen. Das Portrait zeigt einen der wichtigsten Persönlichkeiten des beginnenden 21. Jahrhunderts. Einen Künstler, der glaubt, dass Kunst und menschliche Freiheit untrennbar miteinander verbunden sind. Im Anschluss laden wir zum Gespräch mit (unsere Gäste werden noch bekannt gegeben).