Freitag, 28. April, 20h, CCW: RAGGA GRÖNDAL (Island)

Ragga Gröndal (2)RAGGA GRÖNDAL (Island)

 

Nach den großen Erfolgen der vorangegangenen „Nordlichter”-Konzertreisen mit ARSTIDIR holen wir nun mit RAGGA GRÖNDAL eine der ganz großen Stimmen Islands zum ersten Mal nach Mitteleuropa!

 

Nach einem langen, ausgefüllten Tag zur Ruhe kommen. Draußen fauchen die Herbststürme, aber wir zünden die kleine Kerze am Fenster an und ziehen die Daunendecke bis zum Kinn. Bis das Wüten des Windes endlich zum sanften Schlaflied wird, das uns in süße Träume gleiten lässt. Genau um diese Stimmung geht es in „Svefnljóð“, dem bereits achten Soloalbum der isländischen Sängerin Ragga Gröndal. Übersetzt heißt der Albumtitel übrigens „Schlafgedicht“. Gröndal vertont hier größtenteils Poeme junger isländischer Lyriker, die alle Schattierungen zwischen Tag und Traum erkunden.

 

Eigentlich hat die Chanteuse aus Reykjavík im Jahr 2003 als Folkmusikerin begonnen, aber bereits mit ihrem vorletzten Album „Astrocat Lullaby“ überschritt sie die Grenzen zu Pop, Jazz und Indie. Auf „Svefnljóð“ rückt ein empfindsames Piano in den Vordergrund, das sich mit Raggas heller, mitunter allerliebst maunziger Stimme die zärtlichsten Duelle liefert. In empfindsamen Balladen wie „Feðgin“ schlägt die Musikerin fast schon triphoppige Töne an, während sie im wunderbar reduzierten Track „Lifandi vatnið“ zu ihren folkigen Wurzeln zurückkehrt. Und mit dem harmonisch arrangierten „Ástarþula“ wechselt Gröndal leichtfüßig ins Poplager über, bewahrt sich aber immer einen Hauch Geheimnis. Dämmerstunden sind so ganz ihre Zeit! Fest steht aber vor allem eins: Mit „Svefnljóð“ muss uns vor den Herbststürmen nicht bange sein!

 

Auf Island ist Ragga Gröndal eine feste Größe! Den renommierten Iceland Music Award hat sie bereits vier Mal gewonnen. Die Musikerin mit der bemerkenswerten Stimme hat mit verschiedenen isländischen Musikern zusammengearbeitet. Und dass sie in ihrer Heimat 35.000 Alben verkauft hat, das spricht angesichts der knapp über 300.000 Einwohner auf der Atlantikinsel natürlich Bände

 

CD-Kritik zu „Svefnljóð“ von Thoralf Koß (musikreviews.de):

Es ist kaum zu glauben! Eigentlich ist es unfassbar! Diese Wandlung, die von RAGGA GRÖNDAL auf „Svefnljod“ vollzogen wird, nachdem vor gut drei Jahren ihre „Schlafliedchen für Astronautenkatzen“ erschienen, legt sie nun dieses Album nach, welches sich ebenfalls intensiv um das Schlafen und Träumen dreht, aber eine Stimmung und Atmosphäre verbreitet, die sich deutlich vom Vorgänger-Album abhebt. Bereits ein Vergleich der beiden Cover deutet diesen Wandel an. Auf den „Astrocat Lullabys“ sind helle Farben und eine fast etwas neugierig-verschmitzt lächelnde Ragga zu bewundern, während auf „Svefnljod“ eine traurig dreinblickende, schwarz gekleidete Ragga, inmitten eines Friedhofs sitzend, dem Leser entgegenblickt und ihm ein bedrückendes Gefühl vermittelt. Genauso wie auf beiden Covern verhält es sich mit der Musik. Sie ist traurig, melancholisch, melodramatisch und dringt tief in die Seele des Hörers ein, um sich dort in einem finsteren Kämmerchen festzusetzen. Dazu die isländischen Texte, schwermütig klingend und zugleich wunderschön – manchmal ist der Hörer froh, diese Sprache nicht zu verstehen, denn das Erahnen der Inhalte genügt bereits, um zu wissen, dass sich darin wohl große Tragödien ereignen, die Schattenseiten des Lebens und die dunkle Jahreszeit die wichtigsten Rollen spielen.

 

Wer sich im Booklet genauer umschaut, wird auch den Hinweis der Musikerin entdecken, in dem sie feststellt, dass sich der Titel des Albums auf ein „Schlaf-Gedicht“ der Lyrikerin KRISTIN JÓNSDÓTTIR aus dem Jahre 2009 bezieht, welches sie mit auf eine Reise nahm, in deren Ergebnis die 9 Songs des Albums entstanden: „Schlafe, meine Liebe, und lasse den Wind wie ein zartes Schlaflied in deinen Ohren klingen. Sieh‘ deine Gedanken in der dunklen Nacht verschwinden und den Tag dahinfließen. Die zärtliche Dunkelheit umarmt dich wie eine Mutter – und du darfst endlich wieder Kind sein.“ Sind das nicht wunderbare Worte? RAGGA GRÖNDAL findet zu deren Untermalung auf „Svefnljod“ die absolut passende, wunderschöne Musik dazu!

 

Das Album ist zugleich eine Art Befreiung dieser so vielfältigen Musikerin, die sich im Jazz genauso zu Hause fühlt wie im Pop, dem Folk oder regelrecht klassischen Gefilden. Eine Befreiung von den häufigen Vergleichen mit KATE BUSH oder TORI AMOS – denn nun umgibt sie die Aura einer SOPHIE ZELMANI gepaart mit der pop(ulären) Schönheit der größten Hits von ENYA, ohne auch nur einmal kitschig oder anbiedernd in billige Klischees zu verfallen. Nein, mit der Stimme einer RAGGA GRÖNDAL kann man Steine erweichen oder Herzen brechen, aber nicht Peinlichkeiten verbreiten. Man kann sich in den Nebel oder die Dämmerung stellen und die Augen schließen – ihre Stimme weist uns den Weg, dem wir blind folgen können.

 

RAGGA GRÖNDAL ist ungewöhnlich, ist unglaublich und macht süchtig. Süchtig nach Harmonie gepaart mit Traurigkeit und dem Wunsch noch lange zu leben, während man nachdenklich neben den Grabsteinen eines Friedhofs sitzt und das verbleibende Leben genießt, ohne zu vergessen, dass auch auf uns irgendwann mal ein Grabstein wartet. Zuvor sollte jeder aber mindestens einmal in seinem Leben RAGGA GRÖNDAL gehört haben. Die Isländer haben das zumindest längst begriffen, denn wie sonst lässt sich erklären, dass jeder achte Isländer tatsächlich mindestens eine CD von RAGGA GRÖNDAL besitzt?

 

FAZIT: „Die Musik von ‚Svefnljod‘ kann jeden wachen und aufmerksamen Hörer begeistern, sie kann ihm aber auch zu einem friedlichen Schlaf verhelfen!“ Genauso steht es auf der letzten Seite des CD-Booklets. Besser ist diese Musik gar nicht zu beschreiben – nur noch so viel: Wenn uns auf dem letzten Song des Albums auch noch zärtliche Bläser und eine männliche Duett-Stimme umgarnen, dann ist es endgültig um uns geschehen!mZwei Worte für ein Album: TRAUMHAFTE MUSIK!

 

www.rgrondal.com

 

Eintritt: € 24.-

 

 

 


Mittwoch, 17. Mai, 20h, CCW: ANDRÉS ÁNGEL (Flamenco - Musik & Tanz)

Flamenco (8)ANDRÉS ÁNGEL (COL) - Flamenco, der begeistert!

 

Nach dem Studium in Klassischer Gitarre zog es den gebürtigen Kolumbianer nach Sevilla, wo er sich ganz dem Flamenco verschrieben hat. Talent und Leidenschaft haben ihn rasch an die Spitze katapultiert. Kein Wunder, dass die Besten des Genres gern mit ihm die Bühne teilen. Andrés Ángel hat den Flamenco im Blut: Er spielt ausschließlich Eigenkompositionen und präsentiert eine, feurige und emotionale Show – ein Erlebnis für Augen und Ohren!

 

 

 

Tamar Porcelyn – Tanz

Manuel Bellido – Tanz

Javier Allende – Gesang

Roberto Jaén – Percussion

Andrés Ángel – Gitarre

 

Eintritt 20.-

 

 

 

 

 

 

 


Mittwoch, 15. März, 16h, CCW: DER STANDHAFTE ZINNSOLDAT (Puppentheater)

Der standhafte Zinnsoldat (5)DER STANDHAFTE ZINNSOLDAT

 

Puppentheater der berühmten Argentinischen COMPANIA OMAR ALVARES TITERES

 

Ab 4 Jahren, in deutscher Sprache

 

Sprecher: Heini Brossmann vom Theater Trittbrettl

 

Der standhafte Zinnsoldat ist keine herkömmliche Geschichte. Es ist eine Parabel über das Leben in der infantilen und offenen Welt der Spielzeuge. Deshalb hat der Protagonist – ein kleiner Soldat mit einem einzigen Bein – nicht nur das Temperament, das ein Soldat haben muss, er hat auch ein zartes und romantisches Herz, das ihm den Mut verleiht, sich seinem Schicksal zu stellen. Als guter Soldat beschwert er sich nie über sein Unglück und er trotzt den Gefahren mit der Stärke eines Ritters. Die platonische Liebe zu der zerbrechlichen und zarten Tänzerin, unterstützt seinen Wunsch, zu seiner Liebe zurückzukehren.

 

Diese Version für das Puppentheater integriert das wunderbare und einzigartige Universum der Textvorlage, um den Zuschauer in die einmalige Welt, die der Autor Hans Christian Andersen schuf, einzuführen. Die Techniken der Manipulation der Puppen sind vielfältig und ändern sich wegen der dramatischen Notwendigkeit in jeder Szene. Die Dekoration, die Puppen und die Kleidung der Charaktere nehmen uns mit an den Anfang des 19. Jahrhunderts – in jene Zeit, in der auch der Autor lebte. Und durch die Magie der Puppen ist es, als ob wir Hans Christian Andersen selbst beim Erzählen dieser außergewöhnlichen Geschichte zusehen und zuhören würden.

 

Eintritt: € 8.-

 

 

 


Samstag, 11. März, 20h, CCW: KIERAN GOSS (IRL)

Kieran Goss (5)KIERAN GOSS (IRL) - Kunstvolles Songwriting mit charakteristischer Stimme

 

Der Singer/Songwriter Kieran Goss gilt als einer der führenden Musiker Irlands und ist mittlerweile so etwas wie eine Institution. Über die letzten zwanzig Jahre entwickelte sich seine Kariere konstant, führte zu diversen mit Platin veredelten Alben (u. a. „Red Letter Day“ & „Worse Than Pride“) und seine qualitativ hochwertigen Songs mit einfachen, aber mitreißenden Melodiebögen überzeugen Fans rund um den Globus. Live auf der Bühne entfaltet sich das ganze Können des charmanten Entertainers: Er überzeugt nicht nur durch seinen akzentuierten Gesang und sein präzises Gitarrenspiel, sondern gewinnt durch seine augenzwinkernden Ansagen und Kommentare das Publikum für sich. Nachdem er viele Jahre mit seinem Kieran Goss Trio weltweit tourte, wird er nun anlässlich seines neuen „Solo“ betitelten Albums ein Einzelkonzert geben. Dies verspricht ein intimer und unvergesslicher Abend zu werden, denn jeder, der ein Konzert dieses Ausnahmemusikers erlebt hat, wird bestätigen: Kieran Goss spielt großartige Songs, dargeboten aus tiefstem Herzen mit charmanter Liebenswürdigkeit und spitzbübischen Humor.

 

Kieran wird in der ersten Hälfte alleine auf der Bühne stehen. In der zweiten Hälfte wird er dann von der Backgroundsängerin Annie Kinsella begleitet. Das Time Out Magazine schrieb über ihren gemeinsamen Auftritt: „Beide sind unabhängig voneinander talentierte Sänger, aber wenn sie zusammen singen, wird das Publikum erst recht verzaubert… Die Harmonien, die Chemie… einfach außergewöhnlich.“

 

Eintritt: € 15.-

 

 

 


Freitag, 3. März, 19h, CCW: POETRY SLAM

P1110983POETRY SLAM

 

Und wieder haben SchülerInnen des BG/BRG Stainach einen Workshop bei Autor und Poetry-Slamer Markus Köhle absolviert! Eindrucksvoll performen die Jungslamer ihre Texte, das Publikum stellt die Jury. Da mittlerweile nicht nur bei der Jugend beliebt, empfiehlt sich rechtzeitige Kartenreservierung! Auch heuer präsentiert die Fotografiegruppe des Kreativzweiges am BG/BRG Stainach unter der Leitung von Mag. Maria Neubauer am Abend des Poetry-Slam eine Diaclipshow. Die Diaclips, die als fotografische Kurzfilme bezeichnet werden können, werden von Livemusik begleitet.

 

Eintritt: € 5.-

 

 

 


Donnerstag, 16. Februar, 20h, CCW: WIENER BLOND

Wiener Blond (c) Konstantin Reyer (4)WIENER BLOND

 

Charmant, goschert und grantig sein – dass die jungen Musiker Sebastian Radon und Verena Doublier von Wiener Blond das besonders gut können haben sie bereits auf ihrem ersten Album „Der Letzte Kaiser“ bewiesen. Ihr Debut, das im Frühjahr 2015 erschien, hat in der Szene rund um das sogenannte „neue Wienerlied“ bleibenden Eindruck hinterlassen. So wurden sie eingeladen bei Karl Hodinas 80. Geburtstag ein Ständchen zu singen und durften live auf Ö1 mit Roland Neuwirth über das Wienerlied diskutieren. Weiters waren sie Finalisten des FM4 Protestsongcontests und spielten zahlreiche Konzerte in ganz Österreich.

 

Auch das Nachfolgewerk, welches im Herbst 2016 erscheint, befasst sich wieder mit zentralen Themen des Wiener Alltags: Auf ihrem zweiten Album widmen sie österreichischen Urgesteinen wie dem Spritzwein oder Risi Bisi eine Hymne, vertiefen sich in die Wiener Mehlspeis-Kultur und illustrieren musikalisch eine Fahrt in der U6 – und das durchaus tanzbar.

 

Wiener Blond benötigen live lediglich eine Loop-Station, eine Gitarre und eine Cajon. Die beiden fühlen sich mit ihrem „Wienerlied-Beatbox-Pop“ in Live-Clubs genauso zu Hause wie auf den Kleinkunst-, und Theaterbühnen des Landes und bringen frischen Wind in die traditionelle Wiener Musik Szene. Frei nach dem Motto: „Wennst a Semmel nur lang genug 'kaust, wird a ka Krapfn mehr draus!“

 

Eintritt: EUR 18.-

 

 

 


Donnerstag, 2. Februar, 20h, CCW: NACHT DES FADO mit FILIPA CARDOSO

Carlos LeitaoFILIPA CARDOSO & CARLOS LEITAO ENSEMBLE: Live aus Lissabon – Die „Nacht des Fado“

 

Die grandiose Filipa Cardoso ist eine jener wenigen jungen Fadistas (so werden sowohl die weiblichen, als auch männlichen Fado-Sänger bezeichnet), die auch von den älteren Stars ihren „Segen” bekommt, weil sie mit der richtigen Portion „saudade” ausgestattet ist (weitläufig übersetzt: Melancholie, aber auch Herzgefühl). Filipa wuchs in Alto do Pina, einem sehr traditionellen Bezirk Lissabons, unter  vielen Fadistas auf. Sie begann selbst sehr früh zu singen, ihren ersten Auftritt hatte sie bereits mit 8 Jahren. Von vielen älteren Fadistas wird Filipa schon früh als „auserwählte Eingeweihte” in den „inneren Kreis” aufgenommen. 2004 gewann sie die prestigeträchtige „Grande Noite do Fado” im Lissabonner Coliseum, ein Wettbewerb, der jährlich von der „Casa da Imprensa” ausgerichtet wird. Seitdem gastierte sie in allen wichtigen Konzertsälen und Fado-Häusern Portugals, und hatte auch als Schauspielerin an vielen Theatern Erfolg. Ihr Debut-Album „Cumprir seu fado” wurde vom legendären Musiker / Komponisten / Sänger Jorge Fernando produziert, der auch für die ersten Alben von Mariza und Ana Moura verantwortlich zeichnet und vor allem auch durch seine langjährige Zusammenarbeit mit Amalia Rodrigues Kultstatus erlangte. Filipa Cardoso tourte bereits sehr erfolgreich durch Frankreich, Holland, Belgien, Spanien und die USA und gastierte im Jänner 2012 in der ausverkauften New Yorker Carnegie Hall. Bei ihrer ersten Österreich-Tournee im Jänner 2013 begeisterte sie in 12 ausverkauften Konzerten (auch im CCW Stainach) quer durchs Alpenland.

 

Als Begleitmusiker holen wir erneut das beste Gitarren-Trio Portugals rund um Carlos Leitao nach Österreich. Nicht umsonst sind Henrique Leitao und Carlos Leitao seit Jahren die fix engagierten Musiker des renommierten „Clube de Fado”, der ersten Adresse Lissabons! Carlos war bereits 2013, 2014 und 2015 mit uns auf Tour, als bejubelter Gitarrist von Filipa Cardoso und als Gitarrist und Fadista mit Ana Lains und Luisa Rocha. Er wird auch auf dieser Tournee nicht nur Gitarre spielen, sondern auch den einen oder anderen Fado seiner traumhaften Debut-CD „do quarto” vortragen.

 

Filipa Cardoso (Gesang)

Carlos Leitao (Klassische Gitarre, Gesang)

Henrique Leitao (Portugiesische Gitarre, Gesang)

Carlos Menezes (Bass)

 

FADO – Der „Blues Portugals”

Ob sich der Fado aus den Gesängen der portugiesischen Seeleute oder aus brasilianischen Musikstilen entwickelte ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Seinen Ursprung hat er jedenfalls in den Armenvierteln Lissabons, wo er zunächst in den anrüchigen Kneipen der Stadtteiles Mouraria und Alfama auftauchte. Bis heute blieb der Fado auch die „Stimme des Volkes”, wenngleich Weltstars wie Mariza die herzzerreißende Musik Portugals in die größten Opernhäuser der Welt tragen. Einen größeren Kreis an Zuhörern erschloss ab den 1940-ern erstmals Ikone Amalia Rodrigues (1920-1999), die „Königin des Fado”. An die 170 Schallplatten und ein gutes Dutzend Filme dokumentieren die großartige Arbeit des wohl größten Stars Portugals.

 

Die Instrumente (Gitarre = Viola und Laute = Guitarra Portuguesa) werden traditionell von Männern gespielt. Während sich der Gesang in touristisch geprägten Lokalen zumeist auf nur einen Gesangsdarbieter beschränkt, können in nicht-kommerziellen Fado-Zusammenkünften der Lissabonner sich bis zu einem Dutzend Anwesende spontan an einem Fado beteiligen. Dabei trägt jeder Sänger, gefolgt von einem Zwischenapplaus, inbrünstig eine Strophe mit seinem selbst ausgedachten Text bei. Es ist guter Umgangston im nicht-kommerziellen Fadolokal, dass nicht nur lobende Zwischenrufe den Fado begleiten, sondern ein virtuos vorgetragener Fado niemals enden sollte, ohne dass deutlich einige Sekunden zuvor der Applaus des Publikums einsetzt.

Eintritt: EUR 28.-

 

 

 


Donnerstag, 26. Jänner, 20h, CCW: ISLAND

Island (c) Hubert NeubauerHUBERT NEUBAUER: ISLAND – Die Natur spüren.

 

Foto-Film-Live-Reportage von Hubert Neubauer (Ö1 Fotoreisen)

 

Klein ist die Insel mitten im Atlantik. Kaum zu sehen auf der Weltkarte. Dass diese Insel viel bietet, sah der Fotojournalist Hubert Neubauer, den es schon immer in den Norden zog, sofort als er endlich Island bereiste. Die erste Reise stellte sich als Bewährungsprobe dar. Schlechtes Wetter, das man nicht einmal seinen schlimmsten Feind wünscht. Die Herbststürme machten ein Fotografieren und Filmen fast unmöglich. Der Regen kam immer waagerecht daher, der Sturm riss ihm das Stativ aus den Händen, das Wetter trieb ihn oft an den Rand der Verzweiflung. Doch trotz dieser eisigen Begrüßung sah er das Potential für ihn als Fotografen und war sofort passend zum Land Feuer und Flamme. Island wurde zur größten Herausforderung seines fotografischen Lebens. Fast ein Jahr verbrachte der Fotograf Hubert Neubauer nun schon auf Island. Und jedes Mal wenn er sein Foto Equipment für den nächsten Aufenthalt zusammenstellt, sieht er die Bilder die er schon gemacht hat und noch machen möchte. Bilder von großen Gletscherfeldern, bizarren Eisskulpturen, die im Gletschersee Jökulsarlon treiben, den unzähligen Wasserfällen, deren Wasser in verschiedensten Varianten zu Boden stürzen oder in Schluchten verschwinden. Von Küstenabschnitten mit diesem intensiven Leben brütender Vögel, Lavafelder in ihren eigenwilligen Farben und Formen, das gesamte Hochland, wo jeder Schritt ein Staunen hervorruft und die Erde spüren lässt. Die vielen Orte, wo ein Brodeln, Zischen, Dampfen und hoch schießendes Wasser, tief aus dem Erdinneren ein aktives Erleben und Eintauchen in die Schöpfungsgeschichte ermöglicht. Aber auch das Leben der Isländer selbst. Die Bauern mit ihren Isländerpferden, die Fischer wie sie jeden Tag erneut aufs Meer hinaus fahren. Die modernen Städter in Reykjavik und die Menschen in den abgelegenen Gebieten wie den Western Fjords. Trotz all dieser Aktivität verzaubert die Insel auch durch Stille, Einsamkeit und Ruhe. Das warme Wasser in einem Hot Pot genießend, eingehüllt in Nebelschwaden und am Himmel tanzen die Nordlichter. Es braucht nicht viel um der Magie Islands zu verfallen.

 

Erleben sie „Island, die magische Insel“ mit modernster digitaler Technik produziert. Tauchen Sie ein in die Schönheit dieser Insel und Spüren Sie die Seele Islands mit dem Fotografen Hubert Neubauer … und lassen sie sich treiben – wie er – immer wieder, Sommer für Sommer …

 

www.abenteuer-fernweh.at

 

Eintritt: € 14.-

 

 

 


Dienstag, 17. Jänner, 20h, CCW: RINGSGWANDL

Ringsgwandl (1)RINGSGWANDL: WOANDERS. Saubere Musik und dreckige Geschichten.

 

Der Alltag ist ein geschmackvolles Großraumbüro, das deine Nerven ruiniert. Die Katastrophen schauen beim Fenster herein und hinter jedem Bildschirm lauert der Burnout. Dann hörst du Musik, jemand erzählt eine gute Geschichte, und du bist Woanders. Das ist noch immer das Unglaubliche an einem gelungenen Konzert: Es trägt dich in eine andere Welt. Also, was braucht es, damit dein Helikopter abhebt? Amtliche Songs, ein paar verreckte Geschichten und Musiker, die das alles zum Klingen bringen. Die Musik dieses Mal mit feinen, leisen Stellen, wo nötig aber auch mit deftigem Schub. Es gibt alte Reißer zu hören und frisches Gewächs vom neuen Album. Songs von der Disco-Ekstase bis zur Beerdigung und teure Choreographien vom krummen Gestell. Man könnte aber auch sagen: Ein krimineller Musikantenstadl. Ein Raubzug durch dreißig Jahre musikalischer Missetaten mit Georg Ringsgwandl als Hauptverdächtigem in Komplizenschaft mit drei kriminell guten Musikern.

 

Auf der Bühne:

Georg Ringsgwandl: Gesang, aufregende Bewegungen, Gitarre, Zither, Klavier.

Daniel Stelter: Gitarre, Mandoline. Einer der paar besten Gitarristen des deutschsprachigen Raums. Spielt mit Xavier Naidoo, Till Brönner, Berliner Philharmoniker, NDR-Bigband u. a.

Christian Diener: E- und Kontrabass. Studium an der Musikhochschule München und Berklee College of Music, Boston/USA. Spielt mit Wolfgang Haffner, Thilo Wolf, RIAS Big Band, Billy Cobham, Pee Wee Ellis, No Angels, Max Herre, Fourplay-Gitarrist Chuck Loeb, Chuck Leavell (Musical Director Rolling Stones). Dozent Musikhochschule Nürnberg.

Tommy Baldu: Drums, Percussion. Six Was Nine, Xavier Naidoo, Söhne Mannheims, André Heller, Laith Al Deen, Rebekka Bakken, Gaby Moreno, Herwig Mitteregger, Kosho, Studnitzky, Jazzanova, Emiliana Torrini, u. a.

 

Eintritt: € 28.-