"Leaving Home" - Photoausstellung - 5 Fotografen zum "Radio Jazz Day Liezen" 2013 - 21

LEAVING HOME

»The Times, They Are a-Changin«, sang für uns Bob Dylan auf dem am 13. Jänner 1964 veröffentlichten gleichnamigen Album – dies hält uns dies die Omikron-Variante des
COVID19-Virus täglich vor Augen. Der Wechsel innerhalb des CCW-Teams im letzten »steirischen« Herbst hat nicht nur ein neues geplantes Programm für 2022 gebracht, sondern zwingt
uns derzeit auch, dieses gerade einmal zwei Monate im Voraus zu gestalten. Sehr kurzfristig und spontan haben wir uns daher entschlossen, einige Wände & Flächen mit einer Fotoausstellung neu zu bespielen. Unter dem Titel
»Leaving Home« zeigen wir Fotos von Reinhard Winkler, Georg Oberweger, Andreas Hollinger, Peter Purgar und Bernd Wimmer, die im Rahmen des „Radio Jazz Days Liezen“ zwischen 2013 – 2021 entstanden sind, eine »Work in Progress«-Ausstellung.

Die Wiederaufnahme (wie im Theater) einer Photo auf Leinwand- Ausstellung, die rund um den „International Jazz Day der UNESCO“ am 30. April 2016 in der Arkade Liezen gezeigt wurde. Diese Ausstellung ist ab 21. Jänner im CCW ein- bzw. zugewandert und wurde um derzeit 2 Bilder (von Peter Purgar & Bernd Wimmer) ergänzt. „Leaving Home“ bezieht sich auf die Zeit das eigene „Heim“ für Kunst und Kultur zu verlassen bzw. auf den von Roland Neffe (in der Ausstellung porträtiert) komponierten Titel, der einst seinen Heimatort zu verlassen und via Nürnberg und Boston in Berlin zu landen, wo er seit mehr als 20 Jahren lebt – eine einprägsame Ballade…

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Montag bis Mittwoch 10.30 – 15 Uhr bzw. vor, während und nach unseren Veranstaltungen.


Freitag, 29. April, 19:30 Njamy Sitson (World Music)

Der aus Kamerun stammende Komponist, Schauspieler, Erzähler und Musiktherapeut Njamy Sitson ist ein Weltbürger mit afrikanischen Wurzeln. Der Multi-Instrumentalist  lebt seit 16 Jahren in Augsburg und lehrt etwa am Freien Musikzentrum in München und an der Medical School of Hamburg (MSH) afrikanische Musik mit Schwerpunkt auf »Polyphone Gesänge und Percussion aus Zentralafrika«. Er leitet Gesangswerkstätten für Chöre und klassische Orchester in ganz Europa, komponierte Filmmusik für den Brunetti-Krimi »Blutige Steine« und war als Darsteller neben Barbara Rudnik im Film »Oktoberfest« sowie in »Mandela – Das Musical« zu erleben. Seine Partner im Jazzbereich waren Vibraphonist Wolfgang Lackerschmid und Pianist Walter Lang bzw. auch sein in New York lebender Bruder, der Sänger, Komponist und Bandleader Gino Sitson, mit dem er 2013 bei der Ski-WM in der Schladminger Annakapelle im Duo als »Sitson Brothers« eine Weltpremiere feierte. Eine außergewöhnliche Begegnung für das ebenso neugierige wie begeisterungsfähige Stainacher Publikum.

 

Njamy Sitson  – Voice, Kora, Ngoni, Sanza, Percusssion (Conga, Shaker), Pygmy Flute

 

Eintritt: 20 Euro

 

Photo:    ©  Georg Oberweger


Donnerstag, 21. April, 19.30 h Helene Haugaard Band (Weltmusik)

Helene Blum & Harald Haugaard Band – Dänische Folktradition vereint sich mit Singer- Songwriting zu einem musikalischen Fluss. Dänemarks Folk-Diva Helene Blum und der vielfach preisgekrönte Geiger Harald Haugaard haben sich im vergangenen Jahrzehnt als zwei der namhaftesten Interpreten und Erneuerer der dänischen Musiktradition etabliert. Gemeinsam mit ihrer Band gelten sie als unermüdliche Botschafter der dänischen Folkmusik und erwecken das kulturelle Erbe des Landes auf höchstem künstlerischen Niveau zu neuem Leben. Ihre eigenen Lieder und Kompositionen stehen neben originalen Interpretationen alter Lieder und Melodien aus Dänemarks reicher, doch oft wenig bekannter, musikalischer Schatzkammer. Die Helene Blum & Harald Haugaard Band versteht traditionelle Musik als lebendige Musik und begreift die Bühne als Ort der magischen Begegnung mit dem Publikum. Seit 2008 hat die Band in unzähligen Konzerten in Europa, Nordamerika und Japan das verströmt, was die Süddeutsche Zeitung als »Ein Stück Glückseligkeit« bezeichnete.

Helene Blum – Vocals
Harald Haugaard – Violin
Sebastian Bloch – Guitar
Kirstine Elis Pedersen – Cello
Sune Rahbek – Drums

www.blumhaugaard.dk

Eintritt: 24 Euro

 

Photo  –   ©  Aard Jongsma


Mittwoch, 13. April, 19.30: Der Mann mit der Kamera (Stummfilm mit Klavierbegleitung)

FilmSpecial    Der Mann mit der Kamera: Stummfilm/Dokumentarfilm

UdSSR 1929, 68 Minuten, Regie: Dziga Vertov       Dziga Vertovs Versuch, seine Theorien zu illustrieren und die Überlegenheit des Dokuments über die Inszenierung zu beweisen: Eine rasante
Montage von Szenen aus den verschiedensten Bereichen des Stadtlebens an einem einzelnen Tag, vom Morgen bis zum Abend.

Hauptakteur ist die Kamera mit ihren technischen Möglichkeiten, wobei der Zuschauer laufend über den Entstehungsprozess des Films orientiert wird. Dank der formalen Virtuosität und der rhythmischen Gliederung ist der letzte Stummfilm des russischen Regisseurs noch heute ein faszinierendes Dokument und zugleich eine Reflexion über die Verhältnisse zwischen wahrgenommener und gefilmter Wirklichkeit.

Der Film wird am Klavier live vom international renommierten Stummfilm-Pianisten Gerhard Gruber begleitet und dadurch zu einem – wie früher – einmaligen und unwiederholbaren Kunstereignis.

»Stummfilmmusik im Sinne Grubers ist … stets ein partnerschaftlicher Vorschlag; in einer Partnerschaft, die garantiert nie langweilig wird. Eine ›offene Beziehung« samt innigem Vertrauensverhältnis.     Alexander Horwath, Direktor Österreichisches Filmmuseum

Eintritt: 12 Euro


Freitag, 8. April, 19.30 h: Á Paris - Astor et Yves (Chanson)

„Was wäre gewesen, wenn…?“…

Im Leben eine Spekulation, die die Phantasie sehnsüchtig in die Vergangenheit entführt und kaum Erfüllungen verspricht. Nicht so im Zauberraum Bühne und Dank der Musik, der wunderbaren Brückenbauerin über den Fluss der Sprachen, Zeiten und Welten… Wenn Rebecca Anouche mit ihren Musikern die Jubilare Astor Piazzolla und Yves Montand anlässlich deren 100sten Geburtstag zum Rendezvous ins Paris der Vergangenheit lädt, verbinden sich zwei so eigenständige wie einzigartige Musikerseelen. Für den in Italien als Ivo Livi geborenen Chansonnier, Schauspieler und Tänzer Yves Montand wird bereits das Paris der vierziger Jahre zur Muse, die ihn zum unwiderstehlichen Stil seiner One-Man-Shows à la francaise verführt. 1954 treibt der leidenschaftliche Wunsch, klassische Komposition zu studieren, Astor Piazzolla in die Stadt der Liebe. Dank seiner Professorin Nadia Boulanger sollte er dort seine „wahre“ Musik entdecken und damit zu seinem unvergleichlichen Tango Nuevo finden. Die Stadt an der Seine ist aus beider Biografien nicht wegzudenken. Beide verdanken ihren internationalen Erfolg, ihre bis über den Tod hinaus andauernde Beliebtheit, der Treue zu sich selbst. Ein Wunder, dass sie sich nie kennengelernt haben. Á PARIS bittet Astor und Yves zum Pas de deux. Sängerin Rebecca Anouche und ihre Musiker bescheren in überraschenden Arrangements von Manu Mazé zwei leidenschaftlichen Genies eine posthume Freundschaft. Und: Astor et Yves „vont très bien ensemble“. Ein Abend, der wahr sein muss, so schön ist er. Magisch!

 

Eintritt: 20 Euro

 

Rebecca Anouche – vocals

Manu Mazé – accordeon

Simon Reithofer – guitar

Luka Straußberger – bass

 

 

Photo  –   ©  Albert Schnitzer


31. März, 19.30 h: Jazz Seen (Dokumentarfilm):

JAZZ SEEN - Musikfilm, D 2001, OmdU, 81 Minuten,
Regie: Julian Benedikt

Ein Porträt-, Dokumentar- und Musikfilm, der in einem Geflecht aus Fotografien, Musikeinspielungen, Interviews und Spielszenen den für
seine Jazz-Fotos berühmt gewordenen Fotografen amerikanischen William Claxton, sowie seine Arbeitsweise und -philosophie vorstellt. Dabei ergibt
sich ein höchst lebendiger, unterhaltsamer Einblick in die Welt des amerikanischen Jazz, vom Bebop der 50er-Jahre, bis zu neueren Strömungen der Gegenwart, die sich in Claxtons
spezifischer Sichtweise spiegelt: Die spontane, intuitive Improvisationsmusik findet in seinen künstlerisch hochrangigen Fotografien ihren Ausdruck. Ein anregendes Vexierbild
auch über die Philosophie eines respektvollen Miteinanders in einer individualistischen Welt.

Eintritt: 8 Euro


Mittwoch, 16. März, 19:30 The History of Jazz - "Ladies Night" - Eddie Luis & His Jazz Passengers (im Rahmen des Weltfrauentages)

Jedes Jahr im März – am 8. des Monats – feiern wir den internationalen Tag der Frauen, nach über 100 JP-Projekten ist es höchste Zeit,  den Jazz Ladies unserer Zeit einen Abend zu widmen. Eddie Luis hat sich zu diesem Anlass Absolventinnen der KUG Graz aus Serbien, Slowenien und Australien eingeladen. Mit im Gepäck sind sowohl traditionelle Jazzwerke als auch neue Kompositionen der Musikerinnen. Prädikat: Hörenswert!

Besetzung:     Tanja Filipovic – Vocals
                        Alana Mcparson – Saxophone
                        Sara Ester Gredelij – Piano
                        Nina Korosac Sercic  – Drums
                        Eddie Luis – Bass

www.musikwerkstatt.at

Eintritt: € 20,-

Photo  –   ©  Bernd Wimmer


Samstag, 12. März, 19:30: Anna Anderluh - Solo (im Rahmen des Weltfrauentages)

Anna Anderluh 2Anna Anderluh - Solo  "leave me something stupid"

So lautet der Titel des ersten Soloalbums der Sängerin, Komponistin und Performerin Anna Anderluh, das die aus Kärnten stammende und in Wien lebende 2021 vorstellte. Zwischen  Singer-Songwriting und improvisierter Musik bewegt sich ihr klangliches Spektrum,  instrumental ist sie am Klavier und mit ihrer »Autoharp« (einem hauptsächlich in Amerika beheimateten Instrument) zu hören, die ihrem Programm eine besondere Note verleiht. Davor machte sie schon als Stimme in »Little Rosis Kindergarten«, im »Christoph Cech JazzOrchestraProject«, im Duo mit der Pianistin Verena Zeiner, im Quartett »Squamata« (mit Judith Schwarz, Lisa Hofmaninger und Matteo Haitzmann) oder mit dem Akkordeonisten und Wien-Original Stefan Sterzinger von sich reden.

 

Anna Anderluh - voice, autoharp, piano

 

Eintritt: € 20.- (Doppelpass Fr & Sa: € 35.-)

 

Photocredit  –   ©  Maria Frodl

 

 


Dienstag, 8. März, 19:30h: MY TALK WITH FLORENCE (Film zum Weltfrauentag)

My Talk With Florence (2)Film zum Weltfrauentag

A 2015, 129 Minuten, Regie: Paul Poet

In Paul Poets viel diskutiertem Interviewfilm legt die Künstlerin Florence Burnier-Bauer Bekenntnis ab. Sie spricht nicht nur über ihre Missbrauchserfahrungen als Kommunardin in Otto Mühls Friedrichshof, sondern lässt uns teilhaben an einem Leben, das schon früh von Unterdrückung, Vergewaltigung, Prostitution und Obdachlosigkeit bestimmt war. Eintritt: € 8.-

 

 

 


Freitag, 11. März, 19:30h: SOPHIE ABRAHAM (im Rahmen des Weltfrauentages)

Sophie Abraham 2 (c) Julia WeselySolo-Programm: „Brothers“

Die aus dem holländischen Groningen stammende Komponistin, Cellistin und Sängerin ist „back to the roots“ in Stainach. Sie verbrachte ihre Jugend in Wörschach, besuchte den musischen Zweig im Stiftsgymnasium Admont und lebt heute in der Nähe von Wien Sophie Abraham legte im Oktober 2021 ihr  stilistisch vielschichtiges „erstes“ Solo-Album „Brothers“ vor, das ihre sehr spezielle Lebensgeschichte einschließt. Sie ist seit einigen Jahren Mitglied im international agierenden „radio.string.quartet“, spielt im Ensemble „Little Band From Gingerland“ mit Angela Tröndle, im „Trio Frühstück“, in Markus Schirmers Weltmusikband „Scurdia“ und performt mit Julia Lachersdorfer. Sie arbeitete u. a. mit Roland Neuwirth, Folke Tegetthoff, u. v. m.

Sophie Abraham – voice, cello

Eintritt: € 20.- (Doppelpass Fr & Sa: € 35.-)

 

Photo  -   ©  Julia Wesely