Samstag, 26. Jänner 2013, 20h, CCW: FILIPA CARDOSO -> AUSVERKAUFT!

FILIPA CARDOSO: DIE NACHT DES FADO

 

Nach dem riesigen Erfolg der ersten Tournee 2012 ist es gelungen, den derzeit am hellsten leuchtenden Stern am Fado-Himmel, die großartige Filipa Cardoso, auch für 2013 nach Österreich zu lotsen. Filipa ist eine jener wenigen jungen Fadistas (so werden sowohl die weiblichen, als auch männlichen Sänger bezeichnet), die auch von den älteren Stars ihren „Segen” bekommt, weil sie mit der richtigen Portion „Saudade” ausgestattet ist (weitläufig übersetzt: Melancholie, aber auch Herzgefühl).

 

Nachdem sie 2004 die prestigeträchtige „Grande Noite do Fado” gewonnen hat, und im berühmten Fado Haus „Sr.Vinho” als fixe Fadista engagiert wurde, entdeckte sie der legendäre Musiker, Produzent und Komponist Jorge Fernando, der auch die ersten CDs von Mariza und Ana Moura produzierte (er arbeitete auch viele Jahre mit „Fado-Königin” Amalia Rodrigues). Er ging mit ihr ins Studio und schuf dort mit ihrer Debut-CD „Cumprir seu Fado” einen wahren Fado-Diamanten. Filipa Cardoso tourte bereits sehr erfolgreich durch Frankreich, Holland, Belgien, Spanien und die USA, und gastierte im Jänner 2012 in der ausverkauften New Yorker Carnegie Hall.

 

FADO

Ob sich der Fado aus den Gesängen der portugiesischen Seeleute oder aus brasilianischen Musikstilen entwickelte, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Seinen Ursprung hat er jedenfalls in den Armenvierteln Lissabons, wo er zunächst in den anrüchigen Kneipen des Stadtteils Mouraria auftauchte. Bis heute blieb der Fado auch die „Stimme des Volkes”, wenngleich Weltstars wie Mariza die herzzerreissende Musik Portugals in die größten Opernhäuser der Welt tragen. Einen größeren Kreis an Zuhörern erschloss ab den 1940-ern erstmals Ikone Amalia Rodrigues (1920-1999), die „Königin des Fado”. An die 170 Schallplatten und ein gutes Dutzend Filme dokumentieren die großartige Arbeit des wohl größten Stars Portugals.

 

Eintritt: € 22.-

 

 

 


Freitag, 11. Jänner 2013, 20h, CCW: DIE KRIMINELLE ENERGIE

LEO LUKAS & SIMON PICHLER: DIE KRIMINELLE ENERGIE

 

Never change a winning Duo! In Fortsetzung ihres Erfolgsprogramms „Nackte Zahlen“ durchkämmen Lukas & Pichler das Spannungsfeld des Verbrechens. Auf Rasta-Fahndung nach den Wurzeln des Bösen kratzen sie rasant die Kurve vom Vaterunser zur Cosa Nostra, vom Räuberhauptmann Grasl zum Unschuldsengel Grasser, der den Armen nahm und den Reichen gab. Hohe Volks-Aufklärungsrate! Natürlich wieder mit reichlich Gedankenexperimenten, Schüttelreimen, Fabeln, Songs und Tanzeinlagen.

 

 


Samstag, 15. Dezember, 20h, CCW: IRISH CHRISTMAS FESTIVAL

17th GUINNESS IRISH CHRISTMAS FESTIVAL

 

mit

 

CATHIE RYAN BAND (IRL) & FULLSET (IRL)

 

Diese beiden Bands könnten gegensätzlicher nicht sein! Zum einen CATHIE RYAN, die in der keltischen Musikwelt eigentlich so ziemlich alles erreicht hat, was möglich ist, und bei der der Terminus Superstar sicher nicht überstrapaziert ist. Als Leadsängerin prägte sie die irisch-amerikanische Supergroup CHERISH THE LADIES maßgeblich, um seit den 1990ern ihre eigene erfolgreiche Solo Karriere zu verfolgen. Sie zählt neben Karan Casey und Cara Dillon zu den heute wichtigsten irischen Sängerinnen.

 

„... one of the leading voices in Celtic Music” (The Los Angeles Time)

 

www.cathieryan.com

 

Auf der anderen Seite stehen FULLSET, blutjunge Topmusiker am Anfang einer großen Karriere. Kaum eine Band aus Irland hat sich bisher ähnlich professionell präsentiert wie dieses enorm druckvolle Sextett. Ihre sehr zeitgemäße Interpretation traditioneller irischer Musik, mit einem selten gehörten Line-Up aus Uillean Pipes, Gesang, Flöten, Gitarre, Akkordeon, Geige und Bodhran wird für großartige Stimmung sorgen!

 

„The New Supergroup” (Irish Music Magazine)

 

www.fullsetmusic.com

 

 


Freitag, 7. Dezember, 20h, CCW: HOME FOR CHRISTMAS

HOME FOR CHRISTMAS

 

NOR 2010, 80 Minuten, Regie: Bent Hamer, dt. Fassung

 

Ein modernes Weihnachtsmärchen, in dem Humor und Tragik, Zärtlichkeit und Verzweiflung, Hoffnung und Versöhnung ganz nah beieinander liegen. Heiligabend in Norwegen. Im kleinen Dorf Skogli bereiten sich die Menschen auf das Fest der Liebe vor – mal mehr, mal weniger liebevoll, mal vergnüglich und ausgelassen, mal einsam oder lieber gar nicht. Es ist der ganz normale Lauf des Lebens an einem ganz besonderen Abend. Nach „Kitchen Stories“ und „O'Horten“ präsentiert Regisseur Bent Hamer einmal mehr einen Film in der für ihn so typisch lakonischen Art und mit seinem besonderen Blick auf die skurrilen Seiten des menschlichen Zusammenlebens.

 

www.home-for-christmas.pandorafilm.de

 

 


Freitag, 7. Dezember, 16h, CCW: DIE WEIHNACHTSGANS AUGUSTE

DIE WEIHNACHTSGANS AUGUSTE

 

DDR 1988, 110 Minuten, Regie: Bodo Fürneisen, ab 6 Jahren

 

Vater Löwenhaupt bringt seiner Familie in Erwartung der Feiertage und des Festtagsbratens eine wunderschöne lebende Gans mit nach Hause. Bis Weihnachten sind es noch ein paar Tage und die Gans zieht solange mit ins Kinderzimmer. Aber: Auguste ist so süssss – wer könnte so herzlos sein, und diese Gans als Weihnachtsbraten essen wollen?! Also wird Ersatz besorgt. Um den Vater zu täuschen, muss Auguste sogar Federn lassen und wird mit einem Pullover gewärmt ... Ein (Familien-) Klassiker nach dem gleichnamigen Buch von Friedrich Wolff illustriert von Willy Glasauer (erschienen im Aufbauverlag).

 

 

 


Freitag, 23. November, 20h, CCW: LEONCE & LENA

Georg Büchners LEONCE & LENA

 

Eine Steinbauer & Dobrowsky Theaterproduktion

 

„… doch das Paradies ist verriegelt und der Cherub steht hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen und sehen, ob es vielleicht hinten irgendwo wieder offen ist …“ (Heinrich von Kleist

 

Ein sonderbares Ding um die Liebe ... Um einer Zwangsheirat zu entgehen, flüchten Prinz Leonce von Popo und Prinzessin Lena von Pipi unerkannt einander direkt in die Arme. Romantik versus Staatsraison. Das Resultat: Happy End oder Betrug? Lustspiel oder Farce? Parodie oder Romanze? Zeitvertreib oder bitterer Ernst? Steinbauer & Dobrowsky laborieren an Idealen zwischen Liebe & Anarchie. „Ein Klassiker reif für die Gegenwart“ urteilte Elisabeth Willgruber-Spitz in der Kleinen Zeitung über die rasante Version der beiden Bühnenkünstler.

 

Konzept, Regie & Spiel: Dorothee Steinbauer & Wolfgang Dobrowsky

 

www.steinbauer-dobrowsky.info

 

Für das Grazer Theaterduo Steinbauer & Dobrowsky ist der im Alter von nur 23 Jahren viel zu früh verstorbene Büchner der genialste unter den deutschen Klassikanern: Poetisch, unterhaltend, kritisch ohne jemals kitschig, anbiedernd oder schulmeisterlich zu sein begeistert er bis heute Generationen von Theater- und Literaturfans.


Donnerstag, 8. November, 20h, CCW: ANDREAS WILLERS

ANDREAS WILLERS solo

 

Andreas Willers gilt als Ausnahmegitarrist mit einem enormen stilistischen Background und weiten technischen und klanglichen Möglichkeiten, die von sicherem Formgefühl und emotionaler Kraft getragen sind. Seit seinem Debüt im Jahre 1981, einer Solo LP auf dem legendären Berliner FMP Label, sind über 35 Alben hauptsächlich im Grenzbereich zwischen Jazz, improvisierter Musik und Neuer Musik erschienen, u. a. zwei Hommagen an so unterschiedliche Musiker wie Jimmy Giuffre und Jimi Hendrix. Dabei hat er mit Musikern wie Paul Bley, Johannes Bauer, Louis Sclavis, David Murray, Jim Black u. v. a. gearbeitet. Bei Solokonzerten arbeitet er mit speziellen Effekten: Ad hoc gespielte Phrasen werden geloopt und in ein Spiel auf mehreren Ebenen integriert, aus handgemachter Musik entwickelt sich eine virtuelle Vervielfachung, Willers wird über Stecken zu seinem eigenen Gitarrenensemble. Neue Technik erlaubt eine Variation und Permutation der Phrasen und kreativen Umgang mit vormals statischen Loops.

 

"Die Möglichkeit, sich in Jazz oder improvisierter Musik direkt und spontan nonverbal ausdrücken zu können und pure Lebensfreude mit anderen zu teilen, fasziniert mich nach wie vor am meisten." (Willers)

 

www.andreaswillers.de


Samstag, 20. Oktober, 20h, CCW: MIKLIN - HART - KÄNZIG

MIKLIN – HART – KÄNZIG: „25 Jahre Karlheinz Miklin & Billy Hart“

 

Nun sind es bereits 25 Jahre, dass der österreichische Holzbläser und die amerikanische Schlagzeuglegende zusammenarbeiten – von Anfang an mit Ron McClure am Bass und zuerst Harry Pepl, dann Fritz Pauer im Quartett, ab 2000 im Trioformat, wie es Miklin mit seinen österreichischen Partnern schon seit 1978 betreibt. Drei CDs, Rundfunkmitschnitte und Auftritte in Österreich, Deutschland, Italien, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden wie auch in den USA dokumentieren den Erfolg dieser Formationen. 2008 erfolgte eine Umbesetzung – ein Festivalauftritt in Lettland war der Anfang einer neuen Besetzung mit dem Schweizer Heiri Känzig am Bass. Seither tourt das Trio alljährlich.

 

„Ganz abgeklärt geben sich die drei stilsicheren Akteure hier, unternehmen in den Intros ausgedehnte Klangerkundigungen von bisweilen spiritueller Tiefe.“ (Jazz Podium)

 

„Stetes Interplay komplettiert dieses famose Trio.“ (Jazz'n'More)

 

„ ... schöpft aus einem tiefen Brunnen harmonischer Möglichkeiten, ohne je akademisch zu wirken. Ein Meisterwerk.“ (Kronen Zeitung)

 

„Hier spielen drei erfahrene Musiker, die genau aufeinander hören und so zu Herzen gehende Balladen und erdige Grooves schaffen“. (Concerto)

 

„Miklin schöpft nicht nur äußerst flexibel, geschmackssicher aus dem breiten Materialfundus des Jazz, er benützt diesen im harmonisch entgrenzten Kontext des Saxophontrios als Ausgangsbasis für klischeefreie Gedankengänge von sinnlicher Originalität.“ (Jazz Podium)

 

www.miklin.mur.at

 

 

 


Freitag, 12. Oktober, 20h, CCW: WILLI HENGSTLER

WILLI HENGSTLER: PISCO SOUR – Peruanischer Nationalcocktail multimedial

„Wenn reisen ein Ding ist, wie lautet dann das entsprechende Gedicht?“ Autor und Regisseur Willi Hengstler mixt für seinen „Pisco Sour“ dreierlei: Poesie, Fotos ohne Hochglanz und musikalische Bilder von Altmeister Dieter Glawischnig. „Pisco Sour“ ist ein interdisziplinäres Multimediaprojekt (audiovisueller Essay), benannt nach dem peruanischem Nationalcocktail, der aus 3 Teilen Pisco und je einem Teil Limettensaft, Zuckersirup, Eiklar plus zerstoßenem Eis besteht und zuletzt mit Angostura Bitter oder Zimt verfeinert wird. Präsentiert wird ein vergleichbarer Mix aus Musik, Bild und Text, der es den Besuchern ermöglicht ihr eigenes Peru zu erinnern bzw. zu imaginieren. Ausgehend von Reiseimpressionen kontrastieren der Schriftsteller und Filmemacher Wilhelm Hengstler (u. a. Wiener Filmpreis, Manuskriptepreisträger) und Dieter Glawischnig ein (vor allem literarisch und musikalisch) tradiertes, folkloristisches Südamerika-Bild mit Globalisierung und Armut, aber auch mit der Rezeption lateinamerikanischer Literatur und einem Piano zwischen Jazz und Neuer Musik.

 

Die Klänge und Texte werden mittels visueller Impressionen von Geari Schreilechner zu einem Erlebnisraum verschmolzen. Das Pisco Sour Projekt präsentiert aber keinen Südamerika- bzw. Perubericht mittels Reiseanekdoten und gestochen scharfer, leuchtender Farbbilder; das können einschlägige Reisereportagen besser. Vielmehr geht es um Erlebnisräume, die beim Hören von Musik, beim Lesen oder Betrachten von flüchtigen Bildern entstehen – ganz ähnlich wie beim Reisen. Dieser utopische Erinnerungsraum erstreckt sich von der Vergangenheit bis in die Gegenwart Perus bzw. Südamerikas. Die Zuseher begeben sich mittels einer transparenten, vom Wind bewegten Projektionsfläche aus Gaze auf diese Zeitreise. Gerade die Kunstlosigkeit und gelegentliche Unschärfe der in Peru entstandenen Bilder zielt darauf ab, die Imagination der Besucher zu stimulieren.

 

Willi Hengstler – Lesung

Dieter Glawischnig – Piano

Geari Schreilechner – Projektion

 

Der Gedichtband Pisco Sour ist im Verlag Sonderzahl erschienen: www.sonderzahl.at

 

Wilhelm Hengstler

Geboren 1944 in Graz, Jusstudium und Promotion 1969. Lebt als Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur in Judendorf bei Graz. Macht Filme („Fegefeuer“, nach dem Roman von Jack Unterweger, 1988, „Tief oben“, 1995, sowie mehrere Dokumentationen) und schreibt. Erste Veröffentlichung in der Zeitschrift „Manuskripte“ 1966. Journalistische Tätigkeit als Film- und Theaterkritiker. Letzte Veröffentlichungen: fare (2003); Blob, Blob (Stück, Sonderdruck in den Lichtungen, 2005); Hanns durch die Zeit (Drehbuch, 2007).

 

Dieter Glawischnig

Geboren 1938 in Graz. Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Dirigent, Pianist und Posaunist. Zunächst als Posaunist in der ORF-Big Band, dann Korrepetitor an der Grazer Oper. Leitete von 1968 bis 1975 die Jazzabteilung der Musikhochschule Graz. Chefdirigent der NDR-Bigband in Hamburg von 1980 bis 2008; ab 1974 Pianist mit den „Neighbours“ (mit Ewald Oberleitner und John Preininger), mit Cercle seit 1992. Spielte mit Fred Anderson, Chet Baker, Antony Braxton, Abdullah Ibrahim, Albert Mangelsdorff, John Marshall u. a. Zahlreiche Projekte im Bereich Lyrik und Jazz, u. a. mit Ernst Jandl („Aus der Kürze des Lebens“), Gunter Falk („Die dunkle Seite des Würfels“), Wolfram Berger und Dieter Mues („Ernst Jandl for ever“).

 

 

 


Donnerstag, 4. Oktober, 20h, CCW: BERNDT LUEF TRIO

BERNDT LUEF TRIO: 30 YEARS OF GOOD VIBES

 

Das Berndt Luef Trio wird 2012 30 Jahre alt und wer die schnelllebige Szene im Jazz kennt, weiß, dass 30 Jahre ein „hohes“ Alter für ein Jazzensemble sind. Die Eigenkompositionen des Trios sind sowohl Ausdruck von ganz konkreten Erlebnissen und Ereignissen, als auch eine Auseinandersetzung mit Entwicklungen in allen Bereichen der Musik. Obwohl die Stücke durcharrangiert sind, ist für die Mitmusiker reichlich Spielraum vorhanden, um in Improvisationen eigene Interpretationen zu entwickeln. Außerdem hat Berndt Luef Auszüge aus seinen zyklischen Kompositionen „Die bosnische Tragödie“, „Work Stations“, „Snowman‘s Tales“ und „Correlations“ für die Trio-Besetzung arrangiert.

 

Berndt Luef: Vibraphon

Torsten Zimmermann: Bass

Viktor Palic: Schlagzeug

 

www.berndtluef.at

 

Das Ensemble musizierte längere Zeit in Fixbesetzung und gastierte im Laufe dieser Zeit nicht nur in Jazzclubs, sondern auch in Volkshäusern, Mehrzweckhallen, in Berghütten, in Museen, Galerien, Sozialeinrichtungen, Hotels, sowie auf politischen und alternativen Veranstaltungen. Zum 30 jährigen Bestehen des Trios hat Berndt Luef nun die CD „30 years of good vibes“ mit bisher unveröffentlichten Aufnahmen aller Besetzungen bei Extraplatte herausgebracht. In den derzeit laufenden Programmen sind zwei Suiten die zentralen Kompositionen: „Wasserläufe“ & „Im Labyrinth der Gedanken“. Während beim „Labyrinth der Gedanken“ die Entwicklungen, Irrwege und Probleme eines Lebensweges musikalisch dargestellt werden, ist die Suite „Wasserläufe“ der Versuch das Phänomen Wasser musikalisch für ein Jazztrio umzusetzen. Freilich werden bei den Konzerten auch die musikalischen Eindrücke seiner Reisen nach Albanien, Nicaragua und Kaliningrad vorgestellt.