Donnerstag, 16. November 2023, 19:30 Uhr - FORMIDABLE! Rebecca Anouche singt AZNAVOUR (Chanson)
Formidable - Rebecca Anouche singt Aznavour
„Was im Kino zwei Stunden dauert, erzählt ein Chanson in drei Minuten.“ Charles Aznavour
Einst traute dem 1924 in Paris geborenen Armenier niemand eine Weltkarriere zu. Entsprach der als zu klein und hässlich geltende Mann mit dem traurigen Blick doch so gar nicht dem Bild des strahlenden Entertainers. Gerade sein beharrliches Schreiben gegen alle Klischees und sein unbestechlicher Blick für die „Nebenwirkungen“ des Lebens sollten ihn zur Legende machen. Doch Ehrentitel wie „Entertainer of the century“ lassten ihn unberührt. 51(!) Alben später wollte Aznavour sich mehr als Vertrauter des Publikums denn als Star verstanden wissen. Und so leihte der große kleine Mann auch bis heute Außenseitern, unbeachteten Alltäglichkeiten und Momenten seine Stimme aus Sand und Rost.
„Ein Chanson ist nicht ein Wort zu einem Ton, auch nicht ein Ton zu einem Wort. Es ist eine Idee, ein Gefühl, ein Nachdenken, eine Geschichte, ein Spiel mit Worten...“Charles Aznavour
Mehr als eine Generation später spürt und denkt Rebecca Anouche sehr persönlich den großen Gefühlen hinter den kleinen Geschichten nach. Ein Abend, der das Publikum auf ganz besondere Weise zu Vertrauten macht. Manu Mazés einfühlsamewie überraschende Arrangements für Cello und Accordeon schaffen eine Atmosphäre, die Aznavours „Miniaturfilmen“ erstaunlich viel Raum zum Entdecken lässt. Ein Trio, das einen Abend lang Ohrenkino zaubert!
Rebecca Anouche - Stimme // Manu Maze -Akkordeon, Piano, Arrangement // Ivanila Lultcheva - Cello
Eintritt: € 22,- (+ Ermäßigung)
Donnerstag, 9. November 2023, 19:30 Uhr - Franz Kafka - Ein Bericht Für eine Akademie - Der Film
Franz Kafka - EIN BERICHT FÜR EINE AKADEMIE – Der Film
Eine Steinbauer&Dobrowsky Filmproduktion
In der Zeit der geschlossenen Theater wagte das Grazer Theaterduo den ersten Schritt auf die große Kinoleinwand. Die beiden verwirklichten mit einem kleinen Profi-Team Kafkas zeitloses Werk um die Menschwerdung des Affen Rotpeter als Film.
Wir werden Zeugen einer sich in Zeiteinheit entwickelnden, lange nicht absehbaren Entscheidung, die überraschend wie schlüssig ist. Rotpeter zeichnet seinen geforderten Bericht über sein äffisches Vorleben auf und lässt an seinen Versionen und seinen Korrekturen teilhaben. Die Dopplung des Mediums Film, sowie das Set – vorrangig eine Künstlergarderobe voller Spiegel – verdichten eine Kafkaeske Sicht ohne zu illustrieren. Wolfgang Dobrowskys Rotpeter vermag gerade dann tief zu berühren, wenn er sich seinem Gegenüber im Screen stellt, durch seine „Menschenmaske“ nach Innen blickt und das Publikum mit ihm. Das CCW zeigt Wolfgang Dobrowskys berührendes Porträt einer Assimilation unter der ersten Filmregie von Dorothea Steinbauer anlässlich der Verleihung der Ehrenuhr der Marktgemeinde Stainach-Pürgg an die beiden Künstler.
Eintritt: 8,- (+ Ermäßigung)
Mittwoch, 25.Oktober 2023, 19:30 Uhr - Maigret (Film) mit Gerard Depardieu
ccw.film.aktuell
Maigret
F 2022, 88 Min., Regie: Patrice Leconte, D: Gerard Depardieu, Mélanie Bernier, Jade Labeste ...
Paris in einer verregneten Nacht: Eine junge Frau wird tot aufgefunden. Kommissar Maigret beugt sich pfeiferauchend F 2022, 88 Min., Regie: Patrice Leconte, D: Gerard Depardieu, Mélanie Bernier, Jade Labeste ...über ein zerfetztes, blutverschmiertes Abendkleid. So beginnt eine der bekanntesten und raffiniertesten Kriminalgeschichten aus der Feder Georges Simenons. Kein geringerer als Gérard Depardieu lässt den grüblerischen Kommissar als schwermütigen Menschenfreund in einer elenden Welt wieder auferstehen. Von seinem Büro am Quai des Orfèvres, gestärkt von belegten Broten und Bier aus der Brasserie Dauphine, nimmt Maigret die Fährte auf: telefoniert, studiert, versteht.
Eintritt: € 8,- (mit Ermäßigungen)
Freitag, 20. Oktober 2023, 19:30 Uhr - Portugal in Literatur, Musik, Film - Selbstgemacht
Portugal - Rine Reise in Literatur, Musik und Film - Selbstgemacht
ccw.selbstgemacht # 1 - literatur.film.musik
Portugal, Lissabon, Porto, die Algavre – Sehnsuchtsorte wie auch die Musik, vor allem der Fado. Das ccw.stainach hat viele dieser Kunstorte im Laufe der Jahre besucht. Im Zentrum des „selbstgemachten“ Abends steht vor allem die Literatur und der wohl bedeutendste portugiesische Autor – Fernando Pessoa und sein wichtigstes Prosawerk „Das Buch der Unruhe“, das erst 1982, 47 Jahre nach dem Tod des Dichters, postum in Lissabon veröffentlicht wurde. Pessoa hat über 20 Jahre (1913–1934) an dieser Sammlung von Beobachtungen und darauf fußenden Gedanken gearbeitet und sie nicht eigenhändig zur Veröffentlichung vorbereitet – daher die langwierige Publikationsgeschichte. Umrahmt wird der Abend von portugiesischer Musik und schon gezeigten Ausschnitten aus Filmen wie „Porto“ oder „Lisbon Story“.
Eintritt: € 10,- oder pay as you wish
Freitag, 13. Oktober 2023, 19:30 Uhr - Zum 80. Geburtstag von Robert De Niro
Es war einmal in Amerika
Zum 80. Geburtstag von Roberto De Niro
Italien/USA 1984, 229 Min., Regie und Drehbuch: Sergio Leone, Kamera: Tonino Delli Colli, M: Ennio Morricone D: Robert De Niro, Eliabeth McGovern, James Woods, Joe Pesci, Jennifer Conelly, Danny Aiello, Treat Williams, Tuesday Weld, Darlanne Fluegel, William Forsythe …
Nach dem 80. Geburtstag von Klaus Maria Brandauer gratulieren wir mit diesem Epos von Sergio Leone dem großen Schauspieler Robert De Niro zu seinem runden Geburtstag. Mit „Taxi Driver“ von Martin Scorsese schrieb er Filmgeschichte und wurde für den Oscar nominiert, für „Wie ein Wilder Stier“ erhielt er sowohl den Golden Globe wie auch den Oscar. Er spielte in Kassenerfolgen ebenso wie in kleinen Filmen wie „Jane & Iris“ mit Jane Fonda. „Es war einmal in Amerika“, der letzte Film von Sergio Leone erzählt in drei ineinander verwobenen Zeitabschnitten (1922, 1932/33 und 1968) die Geschichte einer Bande in New York. Sie gelangt durch Schutzgelderpressungen, gewaltsame Beseitigung von Konkurrenten und Alkoholschmuggel während der Prohibitionszeit zu schnellem Reichtum und zu Macht. Nach dem Ende dieser Zeit (von 1920 bis 1933) muss die Gruppe sich entscheiden, ob sie in großem Stil ins organisierte Verbrechen und in die politische Korruption umsteigt. Gier und Hochmut stellen die Freundschaft der Protagonisten auf die Probe – bis es zum Verrat kommt. Ein Starensemble um Roberto De Niro in Hochform.
Eintritt: € 8.- (+ Ermäßigung)
Freitag, 6. Oktober 2023, 19:30 Uhr - Andreas Unterweger - Lesung - Präsentation "manuskripte"
Literatur SPEZIAL
Andreas Unterweger - Lesung - Präsentation "manuskripte"- Gespräch
Andreas Unterweger liest aus seinem neuesten Roman "So long, Annemarie"
"Annemarie und Dani hatten eine Zeit voller Lachen und Weinen, doch jetzt ist die Beziehung aus und vorbei. Da kommt dem Anfang 20-Jährigen das Auslandsjahr in Nantes gerade recht.
Es ist September 2001. Die westliche Welt schaut auf die Trümmer der Twin Tower, während Dani in Frankreich den Scherbenhaufen aus seinem eigenen Leben betrachtet. Er versucht sich seiner selbst und seiner Gefühle sicher zu werden. Turbulent geht es in seinem Leben zu, auch wehmütig, und natürlich geistreich-witzig: amouröse Irrungen und Wirrungen, literarische und politische Erweckungserlebnisse, das Leben im Augenblick und jede Menge Wendepunkte. Ganz im Sinne eines Flaneurs lässt Dani die Gedanken während seiner langen Spaziergänge schweifen und kreisen, erkundet und porträtiert die Stadt Nantes, verneigt sich vor der französischen Literatur, wie z. B. Verlaine und Rimbaud oder Houellebecq, und ergibt sich ganz dem Savoir-vivre.
Ein nostalgischer, aber niemals verklärter Blick auf ein Damals."
Im zweiten Teil des Abends präsentiert Andreas Unterweger die neueste Ausgabe der Literaturzeitschrift "manuskripte", für die er als Herausgeber seit 2020 allein-verantwortlich zeichnet. Im Gespräch mit Thomas Hein blättert er durch eine Periode der mödernen österreichischen Literturgeschichte, die bis in die Gegenwart - und darüber hinaus reicht.
Andreas Unterweger - geboren 1978 in Graz, lebt in Leibnitz. Er studierte Deutsche Philologie sowie Französisch in Graz und Nantes, wurde Gitarrist, Sänger und Songwriter der Band ratlos. Veröffentlichungen seiner Prosa und Lyrik in diversen Literaturzeitschriften (u. a. »manuskripte«) bzw. im Droschl Verlag, Essays zu Wolfgang Bauer und Bob Dylan. Seit 2009 ist er selbst Redaktionsmitglied, seit 2016 Mitherausgeber, seit 2020 Herausgeber der »manuskripte«.
Sein Schreiben zeichnen philosophischer Witz, phantasievolle Bilder und Assoziationen, formale Genauigkeit und Originalität aus. Es entfaltet sich eine (Erzähler‑)Stimme, so rhythmisch, musikalisch, so bewegend, dass sie ins Ohr geht, wie unter die Haut. Freude und Melancholie stehen immer nahe beisammen.
Unterweger erhielt den Preis der Akademie Graz (2009) und den Manuskripte-Preis (2016). Mit Wie im Siebenten stand er auf der Shortlist des Rauriser Literaturpreises (2010), mit Du bist mein Meer auf der Shortlist des Alpha Literaturpreises (2011). Es folgten die ebenfalls bei Droschl publizierten Bücher Das kostbarste aller Geschenke (2013), Das gelbe Buch (2015), Grungy Nuts (2018) und So long, Annemarie (2022).
Freitag, 29. September 2023, 19:30 Uhr
William Shakespeares Romeo + Julia
USA 1996, 120 Minuten, Regie: Baz Luhrman, Kamera: Donald M. McAlpine, Schnitt: Jill Bilcock, Darsteller:innen: Leonardo DiCaprio, Caire Danes, John Leguizamo, Pete Postlewaite, Paul Sorvino, Brian Dennehy
400 Jahre nach der Uraufführung von WilliamShakespeares »Romeo & Julia« zeigt der australische Regisseur Baz Luhrmann seine »aufregende« junge und rasante Version des Stoffes. Das Spiel beginnt – die jungen Männer derzwei verfeindeten Familien Montague und Capulet liefern sich bei jeder Gelegenheit Schlägereien, obwohl die Familienoberhäupter zu Mäßigung mahnen. Nachdem bei einer Schießerei eine Tankstelle in Flammen aufgegangen ist, werden die Familien von der Polizei ultimativ dazu ermahnt, ab sofort Frieden zu wahren. Romeo, Sohn der Familie Montague, nimmt zunächst unerkannt an einer Kostümparty im Haus der Capulets teil und trifft auf die Capulet-Tochter Julia. Sie verlieben sich sofort ineinander, obwohl sie zunächst nicht einmal ihre Namen kennen ...
Eintritt: € 8,- (+ Ermäßigung)
Freitag, 22.September 2023, 19:30 Uhr - Film.Theater
Tod eines Handlungsreisenden
USA 1985, 130 Minuten, Regie und Drehbuch: Volker Schlöndorff, Kamera: Michael Ballhaus, Musik: Alex North
Darsteller:innen: Dustin Hoffman, Kate Reid, John Malkovich, Stephen Lang, Charles Durning
Der deutsche Regisseur Volker Schlöndorffzeigt eine sehr detailgetreue Verfilmung des1949 erschienenen, mit dem Pulitzer-Preis aus-gezeichneten Theaterstücks des amerikanischen Autors Arthur Miller. Im Zentrum desStückes steht der Konflikt zwischen WillyLoman, einem alternden Handlungsreisenden, der seine zunehmende Erfolglosigkeit nichtwahrhaben will, und seinem Sohn Biff, der sichebenfalls als Handlungsreisender versucht, jedoch scheitert. Außerdem entdeckt Biff, dasssein Vater eine außereheliche Affäre hat.
Theater und Film, Theater im Film, eine außerordentliche Schauspielerriege – ausgezeichnetmit zahlreichen Golden Globes und Emmys.
Eintritt: € 8,- (mit Ermäßigungen)
Freitag, 15. September 2023, 19:30 Uhr - zum 80. Geburtstag von Klaus Maria Brandauer
Zum 80. Geburtstag von Klaus Maria Brandauer
Mephisto
H/A/BRD 1981, 154 Minuten, Regie: Istvan Szabo, Darsteller:innen: Klaus Maria Brandauer, Ildikó Bánsági, Krystyna Janda, Rolf Hoppe, György Cserhalmi
Der ehrgeizige und talentierte Theaterschauspieler Hendrik Höfgen (Klaus Maria Brandauer) ordnet seiner Karriere alles unter – seine politische Gesinnung, seine menschlichen Beziehungen und seine Kunst. Im Berlin der Goldenen Zwanziger eilt er von Erfolg zu Erfolg. Zu seinem größten Triumph wird seine Mephisto-Darstellung in Goethes »Faust«. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten emigriert seine Frau nach Paris, Höfgen kehrt nach Berlin zurück. Die mittelmäßige Schauspielerin Lotte Lindenthal (Christine Harbort), Frau desmächtigen Luftwaffengenerals und preußischen Ministerpräsidenten, verwirklicht ihre eigenen künstlerischen Pläne als Partnerin von Höfgen. Als Gegenleistung sorgt sie dafür, dass er seinen Mephisto wieder spielen darf – wenn auch nicht mehr in der modernen, sondern in einer deutsch-romantischen Konzeption ... (film.at).
Der große internationale Durchbruch des »Filmschauspielers« Klaus Maria Brandauer – das ccw.stainach gratuliert ihm damit sehr herzlich zum 80. Geburtstag.
Eintritt: € 8,- (mit Ermäßigung)
Samstag, 9. September 2023, 19:30 Uhr - Premiere: Als der KRIEG ins DORF kam (Theater /die butterlosen brote)
Ensemble die butterlosen brote - mehr als theater
Als der Krieg ins Dorf kam
Aufbruch und Heimkehr
Buch & Regie: Angela Buschenreiter / Darsteller: Angela Buschenreiter (Hebamme), Simon Haslebner (Michael), Hannah Klebel (Paulina), Martin Neureiter (Wolfgang), Rafael Sellitsch (Heinrich), Theresa Schlag (Fanny), Herbert Schrammel (Matthias) // Choreografien: Hannah Klebel, Martin Neureiter, Herbert Schrammel / Sprecher aus dem Off/Radio: Alexander Buschenreiter / Lichtdesign & Tontechnik: Alexander Buschenreiter
Als der Krieg ins Dorf kommt, fegt er über das leben der Menschen hinweg. Er zerstört Familien, raubt den Jungen die Zukunft und den Frauen ihre Männer, 1943 wissen schon viele, dass dieser Krieg verloren ist - auch die jungen Leute aus dem Dorf. Er zerstört Familien, raubt den Jungen die Zukunft und den Frauen ihre Männer. 1943 wissen schon viele, dass dieser Krieg verloren ist – auch die jungen Leute aus dem Dorf. Trotzdem bekommen die Burschen noch die Einberufung zur Wehrmacht. Die Mädchen melden sich zum Kriegsdienst in der Hoffnung, etwas für die Menschen zu tun. Alle sind voller Zuversicht, bald wieder nach Hause zurückkehren zu können. Doch dieser verlorene Krieg klammert sich mit aller Macht an die Vision des Endsiegs und fordert noch unzählige Menschenleben.
Erst im Frühjahr 1945 treffen sich die jungen Leute aus dem Dorf im besetzten Wien wieder. Basierend auf Augenzeugenberichten entsteht eine Geschichte über Liebe, Schuld und Wut – aber auch über den Aufbruch in eine bessere Zukunft.
https://www.impuls-aussee.at/
Premiere! In Kooperation mit dem CCW Stainach.
Eintritt: € 12,- (+ Ermäßigungen)









