Donnerstag, 3. Jänner 2023, 19:30 Uhr - Ennio Morricone - Der Maestro (Dok.Film/Musik)
Ennio Morricone – Der Maestro
IT/BE/NL/JP 2022, 156 Min., O.m.dt.U., Drehbuch und Regie: Giuseppe Tornatore, Darsteller:innen: Ennio Morricone, Clint Eastwood, Terrence Malick, Quentin Tarantino, Wong Kar-Wai,
Bernardo Bertolucci, Dario Argento, Bruce Springsteen und Joan Baez
Ein Film wie eine Symphonie: Oscar-Preisträger Giuseppe Tornatore (Cinema Paradiso) widmet seinem Freund und Wegbegleiter Ennio Morricone einen monumentalen Dokumentarfilm. Die Doku lässt den legendären Komponisten, der kurz nach Fertigstellung verstarb, in berührenden Interviews auf sein unvergleichliches Lebenswerk zurückblicken, das über 500 Filmkompositionen umfasst. Damit schließt sich auch der Reigen im ccw, wurden doch einige Kompositionen Morricones von dem italienischen Jazzquartet um Luciano Biondini im Haus interpretiert, zuletzt waren seine Themen in Sergio Leones »Es war einmal in Amerika« mit Robert De Niro zu hören.
Eintritt: € 8,- (mit Ermäßigung)
Freitag, 15. Dezember 2023, 19:30 Uhr - Krunoslav & Martin Lajtman (Jazz & Worldmusic)
Krunoslav & Martin Lajtman Duo (CRO)
Father & Son
Der junge kroatische Pianist Martin Lajtman hat seinen Weg ins ccw über das »Open House-Fest« im letzten Jahr gefunden. Im Frühjahr war er dann Teil der ersten »session« des Hauses und zum Abschluss des Jahres setzt er mit seinem Vater Krunoslav Lajtman am Tenor- und Sopransaxophon die Reihe unserer intimen Jazzgespräche fort. Vater und Sohn
im musikalischen Austausch, dies gab es zuvor beim Radio Jazz Day Liezen 2015 mit dem Duo Pino (Trompete) und Livio Minafra (Orgel) zu erleben, insgesamt gesehen sind dies aber eher seltene Gelegenheiten im künstlerischen Geschehen. Die klanglichen Farben in ihrem Spiel sind sicher vom Kulturraum ihrer Heimat mitgeprägt, melodiös-balladeske Formen
in durchaus modernem Gewand. Lassen sie sich vorweihnachtlich ver- bzw. bezaubern.
Krunoslav Lajtman – Tenorsaxopho, Sopransaxophon // Martin Lajtman – Piano
Eintritt: € 20,- (mit Ermäßigung)
Samstag, 2. Dezember 2023, 19:30 Uhr - Originals - Wolfgang Puschnig & Roland Neffe (Jazz - Weltpremiere)
Wolfgang Puschnig – Roland Neffe Duo
"Originals" - Weltpremiere
Über etwas zu schreiben, was erst in der Zukunft entstehen wird, birgt bekanntlich immer auch ein Risiko. Den interna-
tional erfolgreichen Saxophonisten, Flötisten und Bandleader Wolfgang Puschnig muss man den Jazzfans nicht mehr
vorstellen, seine Karriere führte ihn in zahllosen eigenen Formationen um die ganze Welt, vom Start im VAO bis zur Arbeit mit der kürzlich verstorbenen Bandleaderin Carla Bley. In diesem – vom ccw.stainach »angeregten« – Projekt, wird seine Seite als Komponist besonders betont, stehen doch seine »Originals« als Thema über diesem Duo-Abend. Ihm gegenüber steht der aus Graz stammende, in Berlin lebende Vibraphonist und Marimba-Spieler Roland Neffe, der ebenfalls einige seiner »Originals« ins gemeinsame Spiel wirft. Gemeinsam im ccw geprobt, können Sie, liebes Publikum, diesen intensiven Dialog an diesem Abend als
Weltpremiere in »Club-Konzert«-Atmosphäre hautnah miterleben. Ein Erlebnis, das man "wirklich" nicht versäumen sollte.
Wolfgang Puschnig - Komposition, Altsaxophon, Flöte // Roland Neffe - Komposition, Vibraphon, Marimba
Eintritt: € 23,- (mit Ermäßigungen)
Freitag, 24. November 2023, 19:30 Uhr - MERETRIO feat. Emiliano Sampaio (Jazz Brazil)
MERETRIO feat. Emiliano Sampaio (Jazz Brazil)
Emiliano Sampaio studierte Gitarre an der Universität Campinas in Brasilien und schloss mit einem Master of Arts dieses ab. Er nahm mit seiner 2003 gegründeten Band Meretrio mit Gustavo Boni am Bass und Luis André am Schlagzeug mehrere CDs in Brasilien auf ehe er 2012 nach Graz übersiedelte, um bei Ed Partyka und Michael Abene Komposition an der Universität für Musik und darstellende Kunst (KUG) zu studieren . Das mittlerweile knapp 20 Jahre bestehende brasilianische Trio ( mit Luis Oliveiro aktuell am Schlagzeug) kommt nach einer ausgedehnten Europa Tournee (D, E, BE, A) auch ins ccw.stainach, bevor es Tage darauf ins Studio geht. Also wird ein gut eingespieltes Trio mit ihrem neuem Programm mit relaxter Haltung das aufmerksame Publikum in der Black Box von Stainach in brasilianische Jazzatmosphäre entführen...
Emiliano Sampaio - Gitarre, Posaune, Komposition // Gustavo Boni - Kontrabass // Luis Oliveiro - Schlagzeug, Perkussion
Eintritt; € 24,- (mit Ermäßigung)
Donnerstag, 16. November 2023, 19:30 Uhr - FORMIDABLE! Rebecca Anouche singt AZNAVOUR (Chanson)
Formidable - Rebecca Anouche singt Aznavour
„Was im Kino zwei Stunden dauert, erzählt ein Chanson in drei Minuten.“ Charles Aznavour
Einst traute dem 1924 in Paris geborenen Armenier niemand eine Weltkarriere zu. Entsprach der als zu klein und hässlich geltende Mann mit dem traurigen Blick doch so gar nicht dem Bild des strahlenden Entertainers. Gerade sein beharrliches Schreiben gegen alle Klischees und sein unbestechlicher Blick für die „Nebenwirkungen“ des Lebens sollten ihn zur Legende machen. Doch Ehrentitel wie „Entertainer of the century“ lassten ihn unberührt. 51(!) Alben später wollte Aznavour sich mehr als Vertrauter des Publikums denn als Star verstanden wissen. Und so leihte der große kleine Mann auch bis heute Außenseitern, unbeachteten Alltäglichkeiten und Momenten seine Stimme aus Sand und Rost.
„Ein Chanson ist nicht ein Wort zu einem Ton, auch nicht ein Ton zu einem Wort. Es ist eine Idee, ein Gefühl, ein Nachdenken, eine Geschichte, ein Spiel mit Worten...“Charles Aznavour
Mehr als eine Generation später spürt und denkt Rebecca Anouche sehr persönlich den großen Gefühlen hinter den kleinen Geschichten nach. Ein Abend, der das Publikum auf ganz besondere Weise zu Vertrauten macht. Manu Mazés einfühlsamewie überraschende Arrangements für Cello und Accordeon schaffen eine Atmosphäre, die Aznavours „Miniaturfilmen“ erstaunlich viel Raum zum Entdecken lässt. Ein Trio, das einen Abend lang Ohrenkino zaubert!
Rebecca Anouche - Stimme // Manu Maze -Akkordeon, Piano, Arrangement // Ivanila Lultcheva - Cello
Eintritt: € 22,- (+ Ermäßigung)
Donnerstag, 9. November 2023, 19:30 Uhr - Franz Kafka - Ein Bericht Für eine Akademie - Der Film
Franz Kafka - EIN BERICHT FÜR EINE AKADEMIE – Der Film
Eine Steinbauer&Dobrowsky Filmproduktion
In der Zeit der geschlossenen Theater wagte das Grazer Theaterduo den ersten Schritt auf die große Kinoleinwand. Die beiden verwirklichten mit einem kleinen Profi-Team Kafkas zeitloses Werk um die Menschwerdung des Affen Rotpeter als Film.
Wir werden Zeugen einer sich in Zeiteinheit entwickelnden, lange nicht absehbaren Entscheidung, die überraschend wie schlüssig ist. Rotpeter zeichnet seinen geforderten Bericht über sein äffisches Vorleben auf und lässt an seinen Versionen und seinen Korrekturen teilhaben. Die Dopplung des Mediums Film, sowie das Set – vorrangig eine Künstlergarderobe voller Spiegel – verdichten eine Kafkaeske Sicht ohne zu illustrieren. Wolfgang Dobrowskys Rotpeter vermag gerade dann tief zu berühren, wenn er sich seinem Gegenüber im Screen stellt, durch seine „Menschenmaske“ nach Innen blickt und das Publikum mit ihm. Das CCW zeigt Wolfgang Dobrowskys berührendes Porträt einer Assimilation unter der ersten Filmregie von Dorothea Steinbauer anlässlich der Verleihung der Ehrenuhr der Marktgemeinde Stainach-Pürgg an die beiden Künstler.
Eintritt: 8,- (+ Ermäßigung)
Mittwoch, 25.Oktober 2023, 19:30 Uhr - Maigret (Film) mit Gerard Depardieu
ccw.film.aktuell
Maigret
F 2022, 88 Min., Regie: Patrice Leconte, D: Gerard Depardieu, Mélanie Bernier, Jade Labeste ...
Paris in einer verregneten Nacht: Eine junge Frau wird tot aufgefunden. Kommissar Maigret beugt sich pfeiferauchend F 2022, 88 Min., Regie: Patrice Leconte, D: Gerard Depardieu, Mélanie Bernier, Jade Labeste ...über ein zerfetztes, blutverschmiertes Abendkleid. So beginnt eine der bekanntesten und raffiniertesten Kriminalgeschichten aus der Feder Georges Simenons. Kein geringerer als Gérard Depardieu lässt den grüblerischen Kommissar als schwermütigen Menschenfreund in einer elenden Welt wieder auferstehen. Von seinem Büro am Quai des Orfèvres, gestärkt von belegten Broten und Bier aus der Brasserie Dauphine, nimmt Maigret die Fährte auf: telefoniert, studiert, versteht.
Eintritt: € 8,- (mit Ermäßigungen)
Freitag, 20. Oktober 2023, 19:30 Uhr - Portugal in Literatur, Musik, Film - Selbstgemacht
Portugal - Rine Reise in Literatur, Musik und Film - Selbstgemacht
ccw.selbstgemacht # 1 - literatur.film.musik
Portugal, Lissabon, Porto, die Algavre – Sehnsuchtsorte wie auch die Musik, vor allem der Fado. Das ccw.stainach hat viele dieser Kunstorte im Laufe der Jahre besucht. Im Zentrum des „selbstgemachten“ Abends steht vor allem die Literatur und der wohl bedeutendste portugiesische Autor – Fernando Pessoa und sein wichtigstes Prosawerk „Das Buch der Unruhe“, das erst 1982, 47 Jahre nach dem Tod des Dichters, postum in Lissabon veröffentlicht wurde. Pessoa hat über 20 Jahre (1913–1934) an dieser Sammlung von Beobachtungen und darauf fußenden Gedanken gearbeitet und sie nicht eigenhändig zur Veröffentlichung vorbereitet – daher die langwierige Publikationsgeschichte. Umrahmt wird der Abend von portugiesischer Musik und schon gezeigten Ausschnitten aus Filmen wie „Porto“ oder „Lisbon Story“.
Eintritt: € 10,- oder pay as you wish
Freitag, 13. Oktober 2023, 19:30 Uhr - Zum 80. Geburtstag von Robert De Niro
Es war einmal in Amerika
Zum 80. Geburtstag von Roberto De Niro
Italien/USA 1984, 229 Min., Regie und Drehbuch: Sergio Leone, Kamera: Tonino Delli Colli, M: Ennio Morricone D: Robert De Niro, Eliabeth McGovern, James Woods, Joe Pesci, Jennifer Conelly, Danny Aiello, Treat Williams, Tuesday Weld, Darlanne Fluegel, William Forsythe …
Nach dem 80. Geburtstag von Klaus Maria Brandauer gratulieren wir mit diesem Epos von Sergio Leone dem großen Schauspieler Robert De Niro zu seinem runden Geburtstag. Mit „Taxi Driver“ von Martin Scorsese schrieb er Filmgeschichte und wurde für den Oscar nominiert, für „Wie ein Wilder Stier“ erhielt er sowohl den Golden Globe wie auch den Oscar. Er spielte in Kassenerfolgen ebenso wie in kleinen Filmen wie „Jane & Iris“ mit Jane Fonda. „Es war einmal in Amerika“, der letzte Film von Sergio Leone erzählt in drei ineinander verwobenen Zeitabschnitten (1922, 1932/33 und 1968) die Geschichte einer Bande in New York. Sie gelangt durch Schutzgelderpressungen, gewaltsame Beseitigung von Konkurrenten und Alkoholschmuggel während der Prohibitionszeit zu schnellem Reichtum und zu Macht. Nach dem Ende dieser Zeit (von 1920 bis 1933) muss die Gruppe sich entscheiden, ob sie in großem Stil ins organisierte Verbrechen und in die politische Korruption umsteigt. Gier und Hochmut stellen die Freundschaft der Protagonisten auf die Probe – bis es zum Verrat kommt. Ein Starensemble um Roberto De Niro in Hochform.
Eintritt: € 8.- (+ Ermäßigung)
Freitag, 6. Oktober 2023, 19:30 Uhr - Andreas Unterweger - Lesung - Präsentation "manuskripte"
Literatur SPEZIAL
Andreas Unterweger - Lesung - Präsentation "manuskripte"- Gespräch
Andreas Unterweger liest aus seinem neuesten Roman "So long, Annemarie"
"Annemarie und Dani hatten eine Zeit voller Lachen und Weinen, doch jetzt ist die Beziehung aus und vorbei. Da kommt dem Anfang 20-Jährigen das Auslandsjahr in Nantes gerade recht.
Es ist September 2001. Die westliche Welt schaut auf die Trümmer der Twin Tower, während Dani in Frankreich den Scherbenhaufen aus seinem eigenen Leben betrachtet. Er versucht sich seiner selbst und seiner Gefühle sicher zu werden. Turbulent geht es in seinem Leben zu, auch wehmütig, und natürlich geistreich-witzig: amouröse Irrungen und Wirrungen, literarische und politische Erweckungserlebnisse, das Leben im Augenblick und jede Menge Wendepunkte. Ganz im Sinne eines Flaneurs lässt Dani die Gedanken während seiner langen Spaziergänge schweifen und kreisen, erkundet und porträtiert die Stadt Nantes, verneigt sich vor der französischen Literatur, wie z. B. Verlaine und Rimbaud oder Houellebecq, und ergibt sich ganz dem Savoir-vivre.
Ein nostalgischer, aber niemals verklärter Blick auf ein Damals."
Im zweiten Teil des Abends präsentiert Andreas Unterweger die neueste Ausgabe der Literaturzeitschrift "manuskripte", für die er als Herausgeber seit 2020 allein-verantwortlich zeichnet. Im Gespräch mit Thomas Hein blättert er durch eine Periode der mödernen österreichischen Literturgeschichte, die bis in die Gegenwart - und darüber hinaus reicht.








