Freitag, 3. Mai 2013, 20 Uhr, CCW: THE OUTER STRING TRIO

THE OUTER STRING TRIO

 

In seinem neuen Projekt macht Werner Hasler Anleihen bei der E-Musik und generiert dabei mystische, doppelsinnige Sounds. Er verquickt das Fühl- mit dem Hörbaren. Das Ergebnis dieser instrumentalen Kombinationen ist eine Tonlandschaft, in der nebst der angesprochenen modernen E-Musik auch arabische Elemente ihre Spuren hinterlassen haben. Interessanterweise scheint sehr viel unterschwellig zu passieren: Es ist, als ob neben der hörbaren Tonspur eine zweite, eher fühl- denn vernehmbare Ebene mitschwingen würde, wobei die Verbindung der beiden den ganzen klanglichen Reichtum dieser geheimnisvollen Musik ausmacht. Unterschwellige Klangbotschaften und geheimnisvolle Klanglandschaften bieten jedem Zuhörer seinen eigenen Soundtrack zu einem inneren Roadmovie.

 

„Opium für die Ohren, aufrüttelnd wild und warm harmonisch.“ (Jazzthing)

 

„Ein emotional überwältigendes Erlebnis.“ (Klaus Koppe, Volksblatt)

 

„Man muss dazu bereit sein, sich hinzugeben, so wie die Musiker sich diesen außerordentlichen Kompositionen Werner Haslers ganz hingeben. Dann erlebt man Alte Musik, Neue Musik, Psychodelik-Rock, Jazz und eine ganze Menge anderer Klangwelten in einer hypnotischen Intensität.“ (Arno Oehri, Liechtensteiner Vaterland)

 

Werner Hasler – Trompete, Electronics

Vincent Courtois – Cello

Julian Sartorius – Drums

 

Eintritt: € 16.-

 

 


Freitag, 10. Mai 2013, 20 Uhr, CCW: KLAUS ECKEL & GÜNTHER LAINER

KLAUS ECKEL & GÜNTHER LAINER: 99

 

Von 100 Menschen kann man sich 99 nicht aussuchen. Dutzende Verwandte, hunderte Kollegen und tausende Zuständige werden uns vorgesetzt. Sie sind einfach da – so wie singende Geburtstagskarten, ungesättigte Omega-3-Fettsäuren und aufblasbare Fahrradpumpen. Mitmenschen sind leider oft zu aufdringlich, zu impulsiv, zu ehrgeizig, zu stur, zu faul, zu … Na, sagen wir’s, wie es ist: Sie sind anders! Nun gibt es bei Mitmenschen folgendes Phänomen: Je mehr man sie verändern will, umso gleicher bleiben sie. Die Vernunft rät uns, trotzdem zu Ihnen Brücken zu schlagen. Das Gefühl möchte manchmal auf die Brücke verzichten. Doch wenn man sich permanent an einem Mitmenschen reibt, entsteht irgendwann auch ein Feuer. Damit kann man dann dem Anderen ein Würstel grillen oder sein Haus abfackeln. Oder beides. Ein Abend, der zeigen möchte, wie zwei Welten auf einer Erde leben können. Klaus Eckel und Günther Lainer – beide verkaufen Lebensentwürfe, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam haben. Und auf den Zweiten schon gar nicht.

 

„Zeckel und Schreiner weisen darauf hin, dass ihre Putzlösungen von Stiftung Warentest immerhin als "sehr ausreichend" und "ziemlich befriegend" bewertet wurden. Um in der Sprache der in "99" liebenswert skizzierten, bewertungssüchtigen Welt zu bleiben: Dieser Abend ist weit mehr als ausreichend witzig. Empfehlung!“ (Kurier.at)

 

„Es kommt zu toll gesetzten Meinungsverschiedenheiten und kontroversiellen Gesprächssituationen … „99“ ist definitiv sehenswert.“ (Krone OÖ)

 

„In ihrem ersten gemeinsamen Kabarettprogramm „99“ thematisieren Klaus Eckel und Günther Lainer Grundfragen des Lebens an und für sich. Zum Zerkugeln. Vorder- und hinterfotzig treten der
Linzer Lainer und der Wiener Eckel vor allem nach der Pause Lachlawinen los. Wenn die Vernunft auf ihr Recht pocht, dann liegt der Eckel-Lainersche Nonsens klar nach Punkten voran: wenigstens 99.“
(OÖ Nachrichten)

 

„Ein schräges Paar zum Durchlachen. Eckel & Lainer sind als Nervensäge und Grantler absolute Spitzenkomödianten.“ (Kleine Zeitung)

 

„Klaus Eckel und Günther Lainer liefern sich in „99“ einen amüsanten Schlagabtausch … wunderbare Schlagabtäusche, äußerst witzige Dialoge und treffende Bemerkungen zu Gesellschaft, Lurch und Politik.“ (Der Standard)

 

„Eine krude Mischung, die einen Abend füllt. Vor allem, weil Eckel nicht nur viel redet (und zwar so, wie er im "VOR-Magazin" schreibt), sondern dabei auch viel zu sagen hat. Und weil Lainer umso weniger redet, sondern auf sympathische Weise vor sich hin grummelt. Und so, wie sie konträrer nicht agieren könnten, ergänzen die beiden einander perfekt.“ (Wiener Zeitung)

 

 


Freitag, 24. Mai 2013, 20 Uhr, CCW: HARRI STOJKA'S HOT CLUB DE VIENNE

HARRI STOJKA'S HOT CLUB DE VIENNE

 

A TRIBUTE TO SWING

 

Harri Stojka beschäftigte sich ab Anfang der 80er Jahre  lange Zeit mit Bebop, bis er Anfang 2000 den Sinti Swing für sich entdeckte. Bebop ist eine Musikrichtung, die Anfang der 1940er Jahre im Jazz den Swing als Hauptstilrichtung ablöste und somit den Ursprung des Modern Jazz bildete. Wesentliche Elemente des Bebop sind schnelle Tempi und komplexe Harmonie Schemata. Wesentlich für den Bebop sind die Improvisationen auf langenformalen Strecken. Bebop wurde geprägt durch Charley Parker, Miles Davis, Dizzy Gillespie und anderen.

 

Django Reinhardt (Gitarrist * 23. Januar 1910 in Liberchies, Belgien; † 16. Mai 1953 in Samois-sur-Seine bei Paris) prägte in den 30er Jahren den Sinti Swing. Wesentlich für den Sinti-Swing ist  die jazzgemäße Rhythmik in Akkordeffekten. Rund um Django Reinhard und den Geiger Stéphane Grappelli wurde der legendäre Quintett “Hot Club de France“ formiert. Darum nennt auch Harri Stojka sein neu formiertes Sinti-Swing Ensemble „Hot Club de Vienne.“

 

Harri Stojka: „Der Sinti Swing ist die europäische Antwort auf den amerikanischen Jazz“.

 

Harri Stojka – Gitarre

Claudius Jelinek – Gitarre

Peter Strutzenberger – Bass

Gerald Preinfalk – Klarinette

Michi Weber – Rhythmusgitarre

 

Biographie Harri Stojka:

 

Der österreichische Jazz Gitarrist Harri Stojka begann seine Laufbahn 1970 mit der Formation Jano + Harri Stojka in der Arena. Bald darauf stieg der junge Autodidakt als Bassist in die Band von Karl Ratzer Gipsy-Love ein und profilierte sich als Gitarrist bei Peter Wolfs "Objektiv Truth Orchestra". 1978 gründete er den "Harri Stojka Express", der als einzige österreichische Gruppe neben Jimmi Cliff, Eric Burden, Van Morrison und Carlos Santana beim Open Air Festival im Wiener Prater Stadion auftrat. Es folgte eine Einladung zum legendären Jazzfestival Montreux, wo Harri Stojka neben Larry Coryell im Rahmen des "Guitar-Summit" spilte. Dieser Auftritt vor einem höchst versierten Fachpublikum, wo ihm auch Musikerkollegen der Weltklasse Anerkennung zollten, brachte Harri den Durchbruch. Die LP "Live at Montreux" liefert ein stimmungsvolles Zeugnis für den Beginn dieser beeindruckenden Weltkarriere.

 

Seitdem avancierte Harri Stojka zu einem der wichtigsten österreichischen Jazzmusiker. Es folgten Einladungen zu Jazz Festivals als Headliner: Paris, Anger, Prag, London, Barcelona, New Delhi, New York, Syracuse, Montreal, Detroit. Mit der Band um Harri Stojka hörte man zum ersten Mal Europäischen Jazz in China und in Indien. Auf all seinen Reisen weist er sein begeistertes Publikum darauf hin, österreichischer Rom zu sein, und trägt dazu bei, dass Österreich im Ausland viele Sympathien gewinnt. 2006 ist die Aufnahme bei ZOHO Music in New York neu aufgelegt worden. In Deutschland wurde sie von renommierten Jazz-Experten innerhalb von nur einer Woche zum Deutschen Musik Kritiker Preis nominiert. Mit diesem Projekt gab die Formation um Harri Stojka gleich zwei Konzerte beim Jazzfestival in Montreux, Kahmoro Festival, Sziget Festival Budapest, dem berühmten Django Reinhardt Memorial Festival in Augsburg, Grazer Jazz Festival, dem Jazzfestival in Jakarta und in Yogjakarta.

 

Der überzeugte Wiener Harri Stojka entstammt einer Lovara-Rom-Dynastie, die vor 150 Jahren aus der Walachei kam und sich in Wien zum Leben und Arbeiten niederließ. Die Familie hatte im Zweiten Weltkrieg viele Opfer zu beklagen - von 200 Verwandten überlebten Familienmitglieder sechs die Konzentrationslager und den berüchtigten Todesmarsch. Immer wieder engagiert sich Harri Stojka in Projekten, die dem Gedenken und der Aufarbeitung dieser Zeit gewidmet sind. So will die 2005 entstandene CD „Garude Apsa“/ „Verborgene Tränen“ an die musikalischen Wurzeln der Roma erinnern, um der heutigen Generation Stolz und Mut für die Zukunft zu geben. In einem Europa, das sich zunehmend politisch zu der Roma-Kultur bekennt, hat Harri Stojka die Aktion „Ich bin gegen das Wort Zigeuner und für das Wort Rom“ ins Leben gerufen, die öffentliches und internationales Interesse hervorruft.

 

Harri Stojka hat etwas geschafft, was sich viele wünschen – einen eigenen Gitarrenstil zu kreieren und  schon nach wenigen Tönen in der Solistik als Harri Stojka erkennbar zu sein. Was Harri Stojkas Gitarrenspiel ausmacht ist seine Virtuosität gepaart mit Blues feeling, der besondere Drive, das Phrasing und der Sound seiner Gipsy Jazz Akustikgitarre. Er ist in vielen Musikrichtungen zu Hause, von Pop bis Avantgarde Jazz, von Gipsy Swing bis Bebop, von Hard Rock bis Heavy Metal. Mit dieser Vielseitigkeit und mit dem ständigen Weiterentwickeln seiner Musik hat Harri Stojka viele österreichische Gitarristen beeinflußt und engagiert sich für Nachwuchsmusiker. Er ist aus der österreichischen Musikgeschichte nicht weg zu denken und bereits eine Legende, bei alledem aber ein bescheidener und sympathischer Mensch.

 

2005 wurde Harri Stojkas CD „A Tribute to Swing“ in Deutschland für den Echo Preis nominiert - zur besten CD Produktion aus dem Ausland. Der Film „Gypsy Spirit, Harri Stojka eine Reise“, eine musikalische Reise durch Indien auf der Suche nach den Wurzeln des Jazz wurde 2011mit einer Romy ausgezeichnet: zum besten Kino Dokumentarfilm Österreichs gekürt.

 

 


Samstag, 27. April 2013, 20 Uhr, CCW: LIVING TRANSIT

LIVING TRANSIT

 

Wer ihren fulminanten Auftritt mit dem russischen Geiger Pavel Shalman in PARK SKURRIL bei der REGIONALE 10 versäumt hat, kann es nun nachholen: Soulsängerin RONJA* , die aus Bad Mitterndorf stammt und eigentlich Raphaela Buschenreiter heißt,  kommt mit ihrer Band LIVING TRANSIT aus Wien ins CCW, um dem Publikum mit “Dynamic Soul“ einzuheizen, gemixt aus Zutaten wie Funk, Swing und Pop, abgerundet durch Improvisationen aus dem Jazz, gewürzt mit Eigenkompositionen. Mit Pavel an der Violine, Cello, Kontrabass, Klavier und Schlagzeug entführt die Band in aufregende Klanglandschaften mit lyrischen Streichern, funky Grooves und sexy Rhythmen, reizvoll kontrastiert durch klare Eleganz und technische Finesse. RONJA* überrascht in extravaganten Outfits, mit tänzerischem Können und ihrer umwerfenden Stimme, die einen unweigerlich in ihren Bann zieht.

 

„Dieser musikalische Facettenreichtum von einem Genre ins nächste, aber immer auf das Zentrum Soul ausgerichtet, ist ein Synonym für das Leben als Musiker. Immer unterwegs, stets auf Achse, aber doch immer man selbst. Und das spiegelt sich auch im Namen der Band wieder: LIVING TRANSIT.“ (Peter Stenitzer)

 

RONJA* (AT) – Stimme

Pavel Shalman (Russland/USA) – Violine

Stefan Thaler (AT) – Kontrabass

Georg Vogel (AT) – Klavier

Wolfi Rainer (AT) – Schlagzeug

Gudula Urban (AT) – Cello

 

Eintritt: € 16.-

 

http://www.livingtransit.at

 

 

 


Freitag, 1. März 2013, 20 Uhr, CCW: HAMMER & LINSE

HAMMER & LINSE

 

Ein Dialog zweier Künste

 

Die Fotokünstlerin Judith Moser und der Kunstschmied Johann Schweiger aus Donnersbach spüren dem faszinierenden Wechselspiel zwischen Kraft und Sensibilität nach. Die Macht der Bilder einerseits und der oft erstaunlich behutsame Umgang mit schwerem Material andererseits eröffnen dem Betrachter überraschend neue Zugänge. Zwei künstlerische Ausdrucksformen, wie sie unterschiedlicher nicht sein können, treten in Kontakt und bespiegeln einander. Die eigens für das CCW entwickelte Ausstellung erfährt eine Form der Präsentation, die jedes der Exponate – Fotos wie Schmiedewerke – für sich wirken lässt. Durch Gegenüberstellung scheinen sie einander zu entdecken und ergänzen. Den musikalischen Teil bestreitet der junge Stainacher Schlagzeuger Elias Pivic.

 

Johann Schweiger

In einer ehemaligen Lodenwalkerei hat sich der Kunstschmied Johann Schweiger 1993 seine Werkstatt eingerichtet. Dass er heute jährlich 300 Stück der schmiedetechnisch sehr anspruchsvollen Klöppel für Kirchenglocken in aller Welt produziert, hat aber allein mit der handwerklichen Präzision des Meisters aus Donnersbach zu tun. Er legt Wert auf saubere Arbeit in kleinen Details, wendet alte Schmiedetechniken wie Lochen, Spalten, Feuerschweißen und Nieten an und findet dennoch immer neue Formensprachen.

 

Judith Moser

Auch sie ist beruflich der Verarbeitung von Eisen und Metall verbunden. Die gestalterische Darstellung von Dingen ist ihr als gelernte technische Zeichnerin in der Fachrichtung Maschinenbau nicht fremd. Nur heute zeichnet sie nicht mehr detailgenau sondern fotografiert. Ihre leidenschaftliche Begeisterung zur Fotografie führte im Studienjahr 2010/2011 zum Besuch der Akademie für angewandte Fotografie in Graz unter der Leitung von Herman Herzele. „Triviale Objekte sind subtil abgebildet oft nicht als solche erkennbar und erzählen ihre eigene Geschichte. Viele einzelne Geschichten aber können zusammenfinden und erzählen so von einer Abfolge der Geschehnisse.“ Unter diesem Aspekt setzt Judith Moser ihre Projekte um. Ihre Fotos sind – egal ob in S/W oder Farbe – nicht oder nur minimal digital nachbearbeitet.

 

Eintritt: Freiwillige Spenden

 

 


Freitag, 22. Februar 2013, 20h, CCW: KOLLEGIUM KALKSBURG

KOLLEGIUM KALKSBURG: WEIT SAMMA KUMMA

 

Wahrlich weit ist das Kollegium Kalksburg durch zig Programme und über viele Jahre hinweg gekommen. Die drei Herren fühlen sich der Tradition des echten Wienerliedes verpflichtet, kommen alle
drei aus dem Jazz und haben über die Texte zum Wiener Dialekt gefunden, in dem sich so wunderbar ausdrücken lässt, was sie zu erzählen haben. Sie arbeiten mit Klischees, die sie brechen, sind nicht vordergründig politisch, sondern erzählen allgemeingültige Geschichten, die umso deutlicher ihre Haltung spüren lassen. Vincenz Wizlsperger (Dichter, Sänger, Kamm- und Tubaspieler) verfügt über alle Register subtiler Komik, die den entfesselten Narren als tragische Figur mit einschließt. Heinz Ditsch ist ein echter Virtuose am Akkordeon und der singenden Säge und Paul Skrepek ein unglaublich gelassener Kontragitarrist. Musikalisch spielen sie höchst kompetent auf der Klaviatur verschiedenster Musikkulturen und –stile. Balkan und Südamerika, Pop, Freejazz oder französische Musette klingen mit. Eindeutig subversiv und tief gründend ist der Humor der drei Herren mit leicht verschobenem Blick, der sich durch ihre Lieder zieht. Ihre zerknitterten Anzüge und alten Hüte signalisieren Morbides. Die abgehackten Dialoge wirken improvisiert, die Gestik ist skurril bis wahnsinnig. Hier proben drei blitzgescheite Burschen den ganz normalen Wiener Wahnsinn mit sichtlichem Vergnügen am sinnigen Quatsch. Dem Tod ins Auge sehen und dazu tanzen. „Die Welt, sie ist ein Jammertal“ singen sie, nicht nur – es gibt auch wunderbare Behandlung durch den „sterbenslustigen“ Spaß des Trios.

 

Heinz Ditsch – Akkordeon, Singende Säge, Gesang

Paul Skrepek – Kontragitarre, Gesang

Wolfgang Vincenz Wizlsberger – Kamm, Euphonium, Liedgesang

 

 


Donnerstag, 7. Februar 2013, 20h, CCW: CHICO & RITA

CHICO & RITA

 

Animation/Musikfilm, E/GB 2011, 94 Minuten, Regie: Fernando Trueba & Javier Mariscal

 

Havanna 1948: Der junge Jazzpianist Chico begegnet in einem Nachtclub der wunderschönen Sängerin Rita. Ihre Stimme greift ihm ins Herz, doch schon die erste Nacht endet mit einer wilden Eifersuchtsszene. Ein Musikwettbewerb führt sie wieder zusammen, doch als nunmehr Chico ausrastet, geht Rita schweren Herzens mit einem Yankee nach New York, um dort Karriere zu machen. Chico verkauft sein Klavier und folgt ihr mit seinem Freund Ramon, um New Yorks Jazzszene aufzumischen, voller Hoffnung, dabei die Liebe seines Lebens zurückzugewinnen. Eine ergreifende Liebesgeschichte voller Sinnlichkeit und Leidenschaft im Rhythmus des kubanischen Jazz mit traumhaften Melodien von Bebo Valdes, Dizzy Gillespie, Cole Porter und vielen anderen.

 

Für ihr mit Preisen überhäuftes Zeichentrickdrama Chico & Rita haben sich der Oscar-prämierte Regisseur Fernando Trueba („Belle Epoque“), der Starzeichner Javier Mariscal und die kubanische Jazzlegende Bebo Valdes zusammengetan. Sie erzählen den Bolero zweier schicksalhaft Liebenden, die von Erfolg, Eifersucht und Verrat getrennt und von ihrer Sehnsucht vereint werden, während die Rhythmen ihrer Heimat den amerikanischen Jazz revolutionieren.

 

„Ein Holzbein, wem beim Hören dieses lateinamerikanischen Jazz nicht die Füße zucken.“ (Die Zeit)

 

 


Donnerstag, 7. Februar 2013, 16h, CCW: DER KLEINE NICK

DER KLEINE NICK (Kinderkino)

 

Kinderfilm/Komödie, F 2009, 91 Minuten, Regie: Laurence Tirard

 

Wer ist er eigentlich, dieser kleine Nick, der seit über 50 Jahren Groß & Klein begeistert? Dorothee Steinbauer serviert ein paar Kostproben aus den Kultgeschichten von Goscinny & Sempé um den liebenswerten Helden unserer Kindheit (30 Minuten). Im Anschluss folgt der Film: Frankreich in den 60ern: Der kleine Nick (Maxime Godart) muss in der Schule einen Aufsatz darüber schreiben, was er später einmal werden möchte. Doch er findet darauf keine Antwort, denn schließlich soll alles genauso bleiben, wie es ist. Nicks Vater (Kad Merad, „Willkommen bei den Sch'tis“) verdient das Geld, während seine Mutter (Valérie Lemercier, „Ein perfekter Platz“) den Haushalt regelt und den Sohn mit viel Liebe umsorgt. Die heile Welt des Protagonisten gerät jedoch ins Wanken, als Papa und Mama plötzlich nicht mehr streiten. Anstatt sich darüber zu freuen, vermutet Nick nämlich, dass ein kleiner Bruder unterwegs ist und er selbst – da er dann ja nicht mehr gebraucht würde – als ausgesetztes Kind im Wald endet. Gemeinsam mit seinen Schulfreunden unternimmt er eine Reihe chaotischer Gegenmaßnahmen. Ein Wiedersehen mit unserem liebenswerten Helden im roten Pullunder, dem langsamen Chlodwig, Freund Otto, der wo so dick ist, Streber Adalbert, wo man keine reinhauen darf, weil er eine Brille hat – ja richtig unsere Deutschlehrer waren entsetzt (!) – & Co. Kult & Nostalgie pur!

 

 


Freitag, 18. Jänner 2013, 20h, CCW: THE ARTIST

THE ARTIST (Kino)

 

Stummfilm/Komödie, F 2011, 100 Minuten, Regie: Michel Hazanavicius

 

Eine liebevolle, beglückend detailverliebte Hommage an das Goldene Zeitalter Hollywoods und seine Schauspieler. Hollywood 1927: George Valentin (Jean Dujardin) ist ein gefeierter Stummfilm-Star. Doch die Einführung des Tonfilms schwebt als Damoklesschwert über seiner Karriere. Auf einer Premierenfeier verliebt sich George in die charismatische junge Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo), die mit ihrem gewinnenden Lächeln selbst das Zeug zum Leinwandliebling hat. Während der Siegeszug des Tonfilms für Peppy den Beginn ihres Aufstiegs bedeutet, verpasst George, der sich selbst als Star vom alten Schlage sieht, den Anschluss und fällt immer tiefer auf der Karriereleiter. George fehlt das Gespür für die Modernisierung des Kinos und die neuen Ansprüche des Publikums. Er überwirft sich mit seinem Produzenten (John Goodmann) und sein selbst produzierter Stummfilm wird zum Flop. Das gefährdet nicht nur die Beziehung zu seiner Frau, sondern führt ihn auch fast in den finanziellen Ruin. Ein Film wie eine tiefe Verbeugung mit einem Augenzwinkern. Unwiderstehlich!

„Ende der 1920er Jahre schickte sich der Tonfilm an, die Sehgewohnheiten des Publikums zu revolutionieren und das Ende der glorreichen Zeit des Stummfilms einzuläuten. Mit „The Artist“ entführt uns der französische Regisseur Michel Hazanavicius in diese Epoche zurück und verdeutlicht uns, wie wunderbar das Kino auch ohne Worte funktionieren kann. Elegant fotografiert lässt „The Artist“ mit seiner Schwarz-Weiß-Ästhetik auf leichtfüßige und überaus unterhaltsame Weise diese goldene Ära Hollywoods wieder auferstehen und ist eine wundervoll detailverliebte Hommage an die Klassiker der damaligen Zeit. Nie angestaubt, sondern immer frisch, ironisch und verspielt ist der moderne Stummfilm ein Fest der amüsanten Einfälle, der darstellerischen Spielfreude und der nostalgischen Reminiszenzen an Charlie Chaplin, Fritz Lang & Co.“ (Ulf Lepelmaier/filmstarts.de)

 


Freitag, 18. Jänner 2013, 16h, CCW: LOTTE IM DORF DER ERFINDER

LOTTE IM DORF DER ERFINDER (Kinderkino)

 

Zeichentrick, EST/LET 2006, 81 Minuten, Regie: Janno Pöldma & Heiki Ernits

 

Die aufgeweckte junge Hundedame Lotte und ihr bester Freund Kater Bruno finden eines Tages beim Baden im Meer ein Buch aus dem fernen Japan, in dem sich eine japanische Biene eingeklemmt hat! Die beiden Freunde helfen dem Bienchen wieder nach Hause zu kommen, was ihnen die Gelegenheit gibt an einem Judowettkampf teilzunehmen. Zu Hause hingegen bereitet sich Lottes Vater Oscar auf den alljährlichen Erfinderwettbewerb vor, um – wie jedes Jahr – dem neidischen Kaninchen Adalbert den Preis vor der Nase wegzuschnappen. Der aber hat dieses Jahr die Löffel aufgestellt und will den Ruhm selbst einsacken. Da ist Lottes Fantasie gefordert ...

Der humorvolle, kindgerechte Film war im Entstehungsland ein absoluter Kassenschlager. Regelrecht erfrischend fühlt es sich an, im Zeitalter immer ausgefallenerer 3-D-Spektakel wieder eine mit Liebe und Sorgfalt erzählte Zeichentrick-Geschichte auf der Leinwand sehen.