Freitag, 25. Oktober 2013, 20h, CCW: LIEBER GOTT MACH MICH BLIND (Theater)
STEINBAUER & DOBROWSKY & Ensemble
LIEBER GOTT MACH MICH BLIND (von Wilhelm Genazino)
Schönheitswahn, ewige Jugend, Antiaging ... überstrapazierte Begriffe, über die sich freilich endlos diskutieren lässt, weg zu kritisieren sind sie keinesfalls – weder bei einer vielfach als oberflächlich etikettierten Jugend, noch bei oft zum Zerreißen trainierten, gelifteten und Wellness-gestressten Senioren. Die Werbung legt die Latte hoch, vermehrt wird halt lieber geguckt als gedacht. Worin bestehen sie nun noch, die Vorzüge der einzelnen Lebensalter, die obendrein - zeitlich „rückwärts“ gedacht – Vorbildwirkung zeitigen könnten? Rabiat verlagert Genazino den so gänzlich außengesteuerten Traum von Attraktivität in die – von der Werbung besonders belästigte – Generation 50 plus, mit bizarren Auswüchsen, die belustigen wie schockieren. Schmerzhaft komisch ist die Reichweite der Maßstäbe, mittels derer die Protagonisten nicht nur sich selbst und ihr Gegenüber ständiger Qualitätskontrollen unterziehen. Letztlich sind unter diesem Prüfstand alle Gefühle, Bedürfnisse und Sehnsüchte in Frage zu stellen. Da wird‘s wirklich eng bei Genazino, dem mit seinem ersten Bühnentext ein absurdes Stück Gesellschaftskritik gelungen ist, das streckenweise an die lapidare Bissigkeit eines Thomas Bernhard erinnert. Wir freuen uns, dass sich unser Ensemble für diesen rasanten Schlagabtausch verdoppeln darf.
Es spielen: Eva Prosek, Dorothee Steinbauer, Ferdinand Pregartner, Wolfgang Dobrowsky
Freitag, 18. Oktober 2013, 20h, CCW: FERDINAND SCHMALZ (Literatur)
FERDINAND SCHMALZ – am beispiel der butter
Der Gewinner des Retzhofer Dramapreises 2013 liest und performt aus seinen neuen preisgekrönten Texten. Die – nicht nur! – musikalische Begleitung durch Valentin Aigner verspricht einen ungewöhnlichen Abend. Ein Tag im Leben des Talmilch-Molkerei-Angestellten Adi. Adi nimmt sich selbst als träge Buttermasse war, will endlich handeln können. Er entwickelt die Theorie, dass kleine Gesten, Brüche im Alltagsgefüge, eine neue Art von Gemeinschaftlichkeit erzeugen können. Wenn er durch die Züge geht und Fahrgästen einen "Schnapper" von seinem Joghurt anbietet oder eine überlebensgroße Butterfaust, ein Butterdenkmal, bauen will, ist das so eine Art der Geste. Als Karina in Adis Leben tritt, scheint es, als könnte sich eine Liebe, eine Komplizenschaft ergeben ... Mit seinem ebenfalls aktuellen Text schlammland gewalt belegte Ferdinand Schmalz den 2. Platz des WDR Literaturpreises.
3 Wünsche vom wehleidigen Masochisten Ferdinand Schmalz:
Für mich … nur eine klaren moment
Für die Kunst … mehr butter in allen ecken
Für die Welt … erfahren zu werden
In Kooperation mit der Bibliothek Stainach im Rahmen von ÖSTERREICH LIEST
Samstag, 12. Oktober 2013, 20h, CCW: XL-TARGET feat. JOSEPH BOWIE
XL-TARGET feat. „MR. DEFUNKT“ JOSEPH BOWIE
„Mr. Defunkt“ bläst Funk-Energy in das XL-Target-Projekt und präsentiert sich so als spiritueller Einheizer für die beiden Irlandschweizer Dave und Christy Doran. Als jüngster Spross einer königlichen Musiker-Familie, als Bandleader (Defunkt) und Posaunist („Defunkt“), hat Joseph Bowie die Musikszene seit mehr als drei Jahrzehnten nachhaltig beeinflusst. Weltweite Auftritte auf allen wichtigen Festivals und 15 Alben geben davon Zeugnis. Bowie arbeitete mit Größen wie James Brown, Talking Heads, The Clash, Prince oder Maceo Parker, um nur die wichtigsten zu nennen. Er webt seine funky Posaune und Stimme in die ohnehin schon avantgardistischen Jazz-Gitarrenriffs von Christy und die wilden, experimentellen Jungle-Drum-Tracks von KJ Dave. Ein durchwegs neuer Sound „urban groovy future music“, ein Paket aus Energie und Rhythmus. Elektronisch aufgeladene Musik, hochkomplexe und fantasievolle Klangwerke versprechen Hochspannung in der Luft! Zukunftsmusik geerdet von Menschenfreund Joseph Bowie.
Joseph Bowie (trombone)
Christy Doran (guitar)
KJ Dave Doran (drums)
Samstag, 5. Oktober 2013, 20h, CCW: iMPULS INFARKT - GEHT'S NOCH?
HIP HOP • BREAKDANCE • ACTS • LIVE SONG
60 Jugendliche von iMPULS Aussee – BÜHNE Authentic überraschen mit Urban Dance, Ausdruckstanz, Showeinlagen, satirisch-provokanten Szenen, Chören, Trommlerinnen, elektrisierend interpretierten Songs und … mit Geschichten über Menschen und ihre Lebenswege: Entscheidungen, Gedanken und Emotionen. Ein seltsamer Arzt auf Visite in der Irrenanstalt ... Die eifrige Tierschützerin und aufdringliche Werberinnen ... Jemand aus einer fernen Galaxie auf Jobsuche ... Der Labudschanda Karl – ein echter Weana im AMS ...
Eine Veranstaltung von iMPULS AUSSEE: www.impuls-aussee.at
Freitag, 27. September 2013, !!! 19h !!!, CCW: SCHNITTPUNKT 4 (Film & Konzert)
„Oh Yeah, She Performs!“ & CLARA LUZIA live!
Das junge Format ccw.schnittpunkt lädt zur Dokumentarfilmvorführung „Oh Yeah, She Performs!“ (A 2012, 101 Minuten, Regie: Mirjam Unger) über vier außergewöhnliche Frauen, die ein Traum verbindet: Eigene Musik zu komponieren, zu produzieren und davon leben zu können, ohne Kompromisse! GUSTAV aka Eva Jantschitsch lässt uns hinein in die intimsten Bereiche ihres Schaffens, etwa in ihr ganz privates Heimstudio, in den abgefuckten Probekeller zu Bandproben und hinter die Bühne bei großen Auftritten. Sie spricht über das Gefühl des Ausgeliefertseins während der Performances, den Erwartungsdruck von außen und ihre Rolle als Mutter. CLARA LUZIA aka Clara Humpel teilt mit uns all die Schwierigkeiten, die ihr das Musikerinnenleben eingebracht hat, etwa gesundheitliche Probleme und prekäre finanzielle Engpässe. Sie spielt und singt vor dicht gedrängtem Publikum bei großen Konzerten, lässt uns die Albumaufnahmen in einem verlassenen Bauernhaus filmen und sie zu neugierigen Presseinterviews begleiten. TERESA ROTSCHOPF treffen wir zunächst als Frontfrau der Discoband Bunny Lake, von der sie sich mit der Zeit immer mehr emanzipiert. Sie beginnt eigene Songs zu schreiben und diese mit dem Wiener Produzentenwizzard Patrick Pulsinger einzuspielen. Der Film begleitet sie bis nach New York City, wo sie nun solo und völlig selbstbestimmt ihre eigenen Stücke performt. LUISE POP aka Vera Kropf komponiert Songs in der Tradition des Surf Punk und der Riot Girls. Nicht nur, dass sie singt, schreibt und die Band leitet, sie ist zudem eine herausragende E-Gitarristin, und wir können ihr dabei zusehen, wie sie mit elektrischer Gitarre und ihrer Stimme über sich hinauswächst, bei der Probe im Kleingartenhaus sowie auf Tour durch die Nachbarländer. Die vier erzählen über Band-Alltag off-stage, Nervosität back-stage und Adrenalin on-stage.
Letzteres dürfen wir beim Konzert von CLARA LUZIA im Anschluss live erleben. Die Wienerin ist auf ihrem neuen Album „We Are Fish“ den Lagerfeuergitarren entwachsen, die musikmachenden Frauen gerne umgehängt werden. Clara Luzia hat es satt. Die Beschreibungen „fragil“ und „zart“, das traurige Gezupfe auf der Gitarre, die viel zu eng und falsch beklebte Schublade „Singer Songwriter“. Jene VeranstalterInnen, die noch immer Sessel in die Konzertsäle schleppen, wenn Luzia sich ankündigt, werden viel zu tun haben, diese schnell wieder in den Keller zu räumen. Clara und ihre Band braucht Platz – für laute Gitarren, ein fettes Schlagzeug, ein wahnsinniges Cello, zerrende Bässe und – ja, Platz auch für die leisen Momente, die es braucht, um wieder Anlauf nehmen zu können für die nächste Explosion. Das 2011-er Album „Falling Into Place“ war die Ruhe vor dem Sturm. Bereits die Tour zu dieser Platte kündigte an, was auf „We are fish“ nun auch im Studio umgesetzt wurde: Die Freude am Lärm, die Lust am Klotzen. Aber Clara Luzia tut sich schwer mit entweder/oder. Daher: Kein laut ohne leise. Dass erst die Kombination den Reiz ausmacht, davon hat sie uns schon lange überzeugt.
Clara Luzia (vocals, guitars)
Heidi Dokalik (cello, backing vocals)
Ines Perschy (drums, backing vocals)
Max Hauer (piano, bass, guitar)
PauT (clarinet, bass)
Freitag, 20. September, !!! 19h !!!, CCW: SCHOTTLAND (Film & Musik & Whisky)
MY HEART IS IN THE HIGHLANDS
Der Grimming wittert schottischen Wind
DR. BOTTLE alias DI Bernd Brünner aus Graz – www.drbottle.at – stimmt uns mit edlen Destillaten auf schottische Gefilde ein und schult unsere Gaumen für Runde Zwei des Abends:
ANGELS‘ SHARE – EIN SCHLUCK FÜR DIE ENGEL
GB/F/BEL/I 2012, 101 Minuten
Regie: Ken Loach
Ocean’s Elven auf Schottisch: Mit Angels‘ Share legt Regie-Altmeister Ken Loach eine vielschichtige Milieustudie mit komödiantischem Anstrich in der Tradition von Riff-Raff oder Raining Stones vor. Erneut setzt der Brite dabei auf die Authentizität seiner Laiendarsteller, mit denen er für seine Verhältnisse eine ungewohnt leichtfüßig in Szene gesetzte Geschichte erzählt, die sich nach einem recht drastischen Einstieg sogar noch zu einer Art Heist-Movie wandelt. Das Leben hat es bislang nicht gut gemeint mit Robbie: Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen ist der junge Schotte schon wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten und auch diesmal schrammt er nur um Haaresbreite an einer Gefängnisstrafe vorbei. Zusammen mit anderen jugendlichen Delinquenten wird er zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Der für sie zuständige Sozialarbeiter Harry hat ein großes Herz und schafft es, eine Verbindung zu den Jugendlichen herzustellen. Als er sie mitnimmt, um eine Whisky-Destillerie zu besuchen, kommt Robbies großes Talent für das „Wasser des Lebens“ zu Tage. Der Junge ist ein Naturtalent: Spielend leicht erschließt er sich die Feinheiten des Herstellungsprozesses und die unterschiedlichen Geschmacksnuancen. Aus Liebe zu seiner schwangeren Freundin will Robbie die Chance nutzen, sein Leben endgültig zum Besseren zu wenden. Als die Jugendlichen erfahren, dass ein Fass des teuersten Whiskys der Welt zur Versteigerung kommen soll, beschließen sie, ein paar Flaschen davon für ihre eigenen Zwecke abzuzweigen. Übrigens: Mit dem Engelsanteil oder auch „Schluck für die Engel“ ist der Anteil des Whiskys gemeint, der im Laufe seiner Lagerung aus dem Fass verdunstet. Und einen Schluck für die Engel gönnt sich auch Loach, der die sozialkritische Gaunerkomödie im Vergleich zu früheren Filmen deutlich milder enden und seine Charaktere letztlich sogar hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt. Angels‘ Share wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 2012 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
Das Zwischenspiel:
Wie sagen die Schotten so schön treffend? Ein Glas Whisky ist fabelhaft, zwei sind zu viel, drei sind zu wenig. Eine kurze Einweihung in die Geheimnisse die Welt der Herkunft und Herstellung edler Tropfen begleitet den Ausflug unserer Gaumen in die Destillerie, die Robbies Leben so verändern sollte. Verkostung eines im Film vorkommenden Whiskys.
Im dritten Teil des Abends kommen nun auch unsere Ohren auf ihre Kosten bei SIGI LEMARRA & FRIENDS! Der Wörschacher Künstler mit mittlerweile weltweiter Konzerterfahrung baut uns via Hackbrett – englisch so wohlklingend hammered dulcimer genannt – auf seine einzigartige Weise musikalische Brücken über den Ärmelkanal und zurück. Hierzulande braucht man ihn nicht mehr vorzustellen. Interessantes über den Künstler und Menschen Sigi Lemmerer erfahren wir aber, wenn wir ihn selbst zu Wort kommen lassen:
http://www.youtube.com/watch?v=oAL_uNf6m6I
Freitag, 28. Juni 2013, 20 Uhr, CCW: CHRISTIAN BAKANICs TRIO INFERNAL
CHRISTIAN BAKANICs TRIO INFERNAL
Ideenreich bewegen sich die furiosen drei zwischen Jazz, Tango, südosteuropäischen Wurzeln und modernen Grooves. Uns erwarten „höllisch“ heiße Rhythmen, aber auch „paradiesische, himmlisch schöne“ Melodien wie „intellektuelle, coole“ Improvisationspassagen, kurz: Musik voller Wärme und Leben!
Freitag, 21. Juni 2013, 20 Uhr, CCW: MIR PRESSIERT'S ... (Theater)
STEINBAUER & DOBROWSKY: MIR PRESSIERT`S ...
... aber soviel Zeit muss sein! Koarl & Liesl kehren zurück an die Theke und philosophieren über alles, was zwischen dem ein & anderen Glaserl Platz hat: Gott & die Welt, Krieg & Frieden, Hausmeister & Fahrräder, Mäuse & Menschen. Haarsträubend & oft genug überraschend schlüssig, der bajuwarisch-steirischen Annäherung zweiter Teil!
Freitag, 7. Juni 2013, 20 Uhr, CCW: LOVE IS ALL YOU NEED
DEN/SWE/I/F/D 2012, 117 Minuten
Regie: Susanne Bier
„... das Land, wo die Zitronen blüh’n“ – Die Amalfiküste samt Dinos That´s Amore wird zum Kraftspender für die kleinen & großen Katastrophen von Familienzwist, Untreue bis Krebserkrankung. Ein kleines Filmwunder, bei dem wir uns nicht zu schämen brauchen, den Protagonisten das Happyend von Herzen zu gönnen.
Freitag, 7. Juni 2013, 16 Uhr, CCW: KLEINE TRICKS (Kinderkino)
POL 2007, 95 Minuten
uneingeschränkte Altersfreigabe
Regie Andrzej Jakimowski
Eine magische Sommergeschichte. Elka verrät dem kleinen Bruder, wie man das Schicksal überlistet und das Glück zu seinen Gunsten wendet. Stefek ist begeistert und beschließt, dass er mit solch kleinen Tricks auch seinen mutmaßlichen Vater nach Hause zaubern könnte. „Ein Poetisches Juwel.“ (Variety)












