Donnerstag, 21. November 2013, 19h, CCW: SCHLAGERSTAR (Film & Diskussion)
Dokumentation, A 2013, 90 Minuten
Regie: Marco Antoniazzi und Gregor Stadlober
Der erste Kino-Dokumentarfilm, der einen Blick hinter die Kulissen der Traumschmiede Schlager wirft. Eine Tour mit dem Musiker und Sänger Marc Pircher durch Festzelte, Landdiscos und Musikantenstadln erkundet die Licht- und Schattenseiten der Hitfabrik. Eine unsentimentale Reise durch die Welt der sentimentalen Lieder. „Mit meiner Musik kann man wenigstens überleben“, entgegnete er seinen Kritiker/innen bei der Verleihung der Amadeus Awards – und erntete selbst von diesen für die ehrlichen Worte Anerkennung. Zwischen den beinahe täglichen Auftritten schüttelt Pircher Hände, posiert für Fotos, gibt Interviews und hält das Business am Laufen. „Der Marc“ ist eben mehr als bloß Musiker, „der Marc“ ist ein immer wiederkehrender Freund. Neutral, jedoch immer nah an der Person begleiten Marco Antoniazzi und Gregor Stadlober den erfolgreichen Schlagerstar bei der Ausübung seines Traums – weder belächelnd noch idealisierend.
Wir freuen uns auf einen spannenden Gesprächsabend mit dem Regisseur, sowie Fans, Kritikern und Musikern.
„Ein Film mit Ohrwurmgarantie.“ (Diagonale)
Freitag, 15. November 2013, 20h, CCW: POLKA POTENTE
Die Kraft der alpinen Volksmusik von ANIADA A NOAR lässt sich potenzieren! Mit Geige, Blockflöte, Dudelsack, Ziehharmonika, Bass & Schlagzeug. Mit Gesang wie aus einem Guss. Altes & Neues, Kraft & Gefühl, selbstverständlich nebeneinander & ineinander fließend. Verwurzelt & leichtfüßig, facettenreich & herzerfrischend und: Ohne Brechstange! POLKA POTENTE steht auf dem Fundament von ANIADA A NOAR („ein jeder ein Narr“), einem Urgestein der „Neuen“ Volksmusik in Österreich. Diese Formation ist seit 23 Jahren in Österreich, Deutschland, Italien, Frankreich und Slowenien sehr erfolgreich (11 CDs). Komplettiert durch die Vielseitigkeit und das kreative Potenzial von Reinhard Ziegerhofer am Bass (früher BROADLAHN) und Gabriel Froihofer am Schlagzeug (RAMADU, SPAFUDLA), sorgt diese Formation für Aufsehen, auch jenseits der Österreichischen Grenzen.
„Die Idee ist neu, traditionelle Geigenmusik mit dieser Intensität hat es noch nicht gegeben …“
„Feines Liedmaterial, einprägsame Melodien ohne Ablaufdatum im Kontrast zu halsbrecherischem Polka-Rock.“
„Fünf Musiker mit viel Spaß an der Sache.“
Gabriel Froihofer, Wolfgang Moitz, Bertl Pfundner, Andreas Safer, Reinhard Ziegerhofer
Donnerstag, 7. November 2013, 19h, CCW: STOFF DER HEIMAT (Film & Diskussion)
Dokumentation, A 2011, 94 Minuten
Regie: Othmars Schmiderer
Drehbuch: Othmars Schmiderer und Elsbeth Wallnöfer
Wie ist dieser Stoff beschaffen? Das Phänomen der Tracht: Kultur, Politik und nationaler Mythos, in ihrer Vielfalt von den Anfängen bis heute – exemplarisch betrachtet in Österreich, Bayern, Schweiz, Südtirol. Der Fokus richtet sich auf den jeweiligen Habitus und Kleidercode einzelner ProtagonistInnen oder Gruppen, auf Rituale und Lebenshaltungen in ihrer politischen Bedeutung, ihrem gesellschaftlichen Stellenwert und dem überbordenden Symbolcharakter. Stoff der Heimat zeigt den Umgang mit Traditionen im Spannungsfeld der Moderne, die Konstruktion von Identität und Heimat.
„Dirndl, Lederhose, Janker, Wadlstrümpf – an der Tracht scheiden sich die Geister. Doch Identität stiftet sie allen und allen bietet sie Heimat: Der Modedesignerin, die englische Vorhangstoffe verarbeitet; der Künstlerin, die die Dirndl-Moschee erfindet; den Schuhplattlern und den Schützenvereinen. Zu Beginn entdeckt Schmiderer die Bekenntniskleidung in der Ecke der konservativen Politik, die sie zu niederen manipulativen Zwecken einsetzt. Dort holt er sie sodann heraus und setzt zum Streifzug an. Quer durch die Milieus, quer durch die Geschichte, quer durch die Regionen. Vergnüglich, aufschlussreich und schön anzusehen.“ (Viennale Katalog 2011)
„Dieses Outfit streicht das sehr gut heraus, weil es ist ein österreichisches Dirndl, aber ein muslimisches Kopftuch und es passt super zusammen und es widerspricht sich nicht …“ (Saime Öztürk, Lajali Abu Zahra)
Auszeichnungen: Filmfestival in Trento 2012: Preis des Museo Usi e Costumi della Gente Trentina Award. (For the best documenting the traditions and costums of mountain people with ethno-anthropological accuracy).
Wir freuen uns auf einen spannenden Gesprächsabend mit:
Regisseur Othmar Schmiderer, Mag. Evelyn Kornetter (Steirisches Heimatwerk), Dr. Eva Kreisl (Volkskundemuseum, Graz), Dr. Daniela Müller (Journalistin, Autorin), Helga Rastl (Trachtenschneiderei Bad Aussee) u.a. Für Die Gesprächsleitung freuen wir uns Herrn Dr. Karl Stocker vom FH Joanneum begrüßen zu dürfen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Schloss Trautenfels
Samstag, 2. November 2013, 20h, CCW: THE HOLMES BROTHERS - AUSVERKAUFT!!!
THE HOLMES BROTHERS
Seit knapp 50 Jahren füttern die Brüder Sherman und Wendell Holmes und ihr "Adoptiv-Bruder" Popsy Dixon ("Nach seinem zweiten Song war Popsy ein Bruder", erinnert sich Wendell) die Seelen ihrer immer noch ständig wachsenden Fangemeinde mit delikatem Rhythm'n'Blues, Soul und Gospel. Niemand sonst beherrscht anno 2013 die hohe Kunst des dreistimmigen Harmoniegesangs im Stile der 50er und 60er wie sie. Man fühlt sich gleichsam in die Glanzzeiten der legendären TEMPTATIONS zurückversetzt, wenn diese 3 – zusammen über 200 Jahre auf den Buckel bringenden – Herren ihre Stimmen erheben und all die Blues-Epigonen zurück auf die Schulbank schicken. Das Trio hat schließlich seine Lektionen bei den Besten des Fachs gelernt und tourte in den Anfangsjahren als Backing Band von Chuck Berry, Ines Fox, Curtis Mayfield oder John Lee Hooker durch die Clubs. Aber erst Ende der 80er traten die HOLMES BROTHERS mit ihrem Debütalbum "In The Spirit" selbst ins Rampenlicht und sind seitdem von dort nicht mehr wegzukriegen. In den USA werden sie inzwischen als Nationalheiligtum gefeiert und mit allen einschlägigen Preisen bedacht. Mit ihrem tief im Soul verwurzelten Gesangsstil, ihren begeisternden Vokalharmonien und ihrem unübertroffenen musikalischen Potenzial entwickeln sie sich jedoch kontinuierlich weiter.
Weitere Highlights im Zeitraffer: Auftritte bei den Talkshows von David Letterman und Jay Leno, Willie Nelson verpflichtete sie gemeinsam mit Bob Dylan und Keith Richards für seine alljährliche TV-Show, Van Morrison steuerte die Lead Vocals zu ihrer Version von "That's Where It's At" bei, sie tourten als Band für Joan Osborne, arbeiteten mit Peter Gabriel, Bruce Springsteen, Patti Smith u. v. a. und spielten im Weißen Haus für Bill Clinton.
Das Billboard Magazine schreibt: "Die Holmes Brothers werden mit jedem Jahr überzeugender und beeindruckender. Ihre musikalische Kraft treibt sie weiter". Mit Wendells erfolgreich besiegter Krebskrankheit und der neuen, direkt auf Platz 1 der US-Billboard Blues Charts eingestiegenen CD "Feed My Soul" feiern die HOLMES BROTHERS seit 2 Jahren erneut weltweite Triumphe. Die Songs handeln von Freundschaft, Treue, Familie, Krankheit, dem Älterwerden, aber auch von Politik, dem aktuellen Zustand der Welt und verlieren dennoch nie den der Gruppe eigenen, typischen Sinn für Humor. Die ausdruckstarken Songs und die Energie dieses neuen Albums bescheren ihrer großen Fangemeinde einen reichhaltigen, musikalischen Leckerbissen für die Seele. Lebendiger, spontaner und enthusiastischer kann man traditionellen Blues, Soul und Gospel nirgendwo hören als bei den HOLMES BROTHERS!
Sherman Holmes (Bass, Vocals)
Wendell Holmes (Guitar, Piano, Vocals)
Popsy Dixon (Drums, Vocals)
Freitag, 25. Oktober 2013, 20h, CCW: LIEBER GOTT MACH MICH BLIND (Theater)
STEINBAUER & DOBROWSKY & Ensemble
LIEBER GOTT MACH MICH BLIND (von Wilhelm Genazino)
Schönheitswahn, ewige Jugend, Antiaging ... überstrapazierte Begriffe, über die sich freilich endlos diskutieren lässt, weg zu kritisieren sind sie keinesfalls – weder bei einer vielfach als oberflächlich etikettierten Jugend, noch bei oft zum Zerreißen trainierten, gelifteten und Wellness-gestressten Senioren. Die Werbung legt die Latte hoch, vermehrt wird halt lieber geguckt als gedacht. Worin bestehen sie nun noch, die Vorzüge der einzelnen Lebensalter, die obendrein - zeitlich „rückwärts“ gedacht – Vorbildwirkung zeitigen könnten? Rabiat verlagert Genazino den so gänzlich außengesteuerten Traum von Attraktivität in die – von der Werbung besonders belästigte – Generation 50 plus, mit bizarren Auswüchsen, die belustigen wie schockieren. Schmerzhaft komisch ist die Reichweite der Maßstäbe, mittels derer die Protagonisten nicht nur sich selbst und ihr Gegenüber ständiger Qualitätskontrollen unterziehen. Letztlich sind unter diesem Prüfstand alle Gefühle, Bedürfnisse und Sehnsüchte in Frage zu stellen. Da wird‘s wirklich eng bei Genazino, dem mit seinem ersten Bühnentext ein absurdes Stück Gesellschaftskritik gelungen ist, das streckenweise an die lapidare Bissigkeit eines Thomas Bernhard erinnert. Wir freuen uns, dass sich unser Ensemble für diesen rasanten Schlagabtausch verdoppeln darf.
Es spielen: Eva Prosek, Dorothee Steinbauer, Ferdinand Pregartner, Wolfgang Dobrowsky
Freitag, 18. Oktober 2013, 20h, CCW: FERDINAND SCHMALZ (Literatur)
FERDINAND SCHMALZ – am beispiel der butter
Der Gewinner des Retzhofer Dramapreises 2013 liest und performt aus seinen neuen preisgekrönten Texten. Die – nicht nur! – musikalische Begleitung durch Valentin Aigner verspricht einen ungewöhnlichen Abend. Ein Tag im Leben des Talmilch-Molkerei-Angestellten Adi. Adi nimmt sich selbst als träge Buttermasse war, will endlich handeln können. Er entwickelt die Theorie, dass kleine Gesten, Brüche im Alltagsgefüge, eine neue Art von Gemeinschaftlichkeit erzeugen können. Wenn er durch die Züge geht und Fahrgästen einen "Schnapper" von seinem Joghurt anbietet oder eine überlebensgroße Butterfaust, ein Butterdenkmal, bauen will, ist das so eine Art der Geste. Als Karina in Adis Leben tritt, scheint es, als könnte sich eine Liebe, eine Komplizenschaft ergeben ... Mit seinem ebenfalls aktuellen Text schlammland gewalt belegte Ferdinand Schmalz den 2. Platz des WDR Literaturpreises.
3 Wünsche vom wehleidigen Masochisten Ferdinand Schmalz:
Für mich … nur eine klaren moment
Für die Kunst … mehr butter in allen ecken
Für die Welt … erfahren zu werden
In Kooperation mit der Bibliothek Stainach im Rahmen von ÖSTERREICH LIEST
Samstag, 12. Oktober 2013, 20h, CCW: XL-TARGET feat. JOSEPH BOWIE
XL-TARGET feat. „MR. DEFUNKT“ JOSEPH BOWIE
„Mr. Defunkt“ bläst Funk-Energy in das XL-Target-Projekt und präsentiert sich so als spiritueller Einheizer für die beiden Irlandschweizer Dave und Christy Doran. Als jüngster Spross einer königlichen Musiker-Familie, als Bandleader (Defunkt) und Posaunist („Defunkt“), hat Joseph Bowie die Musikszene seit mehr als drei Jahrzehnten nachhaltig beeinflusst. Weltweite Auftritte auf allen wichtigen Festivals und 15 Alben geben davon Zeugnis. Bowie arbeitete mit Größen wie James Brown, Talking Heads, The Clash, Prince oder Maceo Parker, um nur die wichtigsten zu nennen. Er webt seine funky Posaune und Stimme in die ohnehin schon avantgardistischen Jazz-Gitarrenriffs von Christy und die wilden, experimentellen Jungle-Drum-Tracks von KJ Dave. Ein durchwegs neuer Sound „urban groovy future music“, ein Paket aus Energie und Rhythmus. Elektronisch aufgeladene Musik, hochkomplexe und fantasievolle Klangwerke versprechen Hochspannung in der Luft! Zukunftsmusik geerdet von Menschenfreund Joseph Bowie.
Joseph Bowie (trombone)
Christy Doran (guitar)
KJ Dave Doran (drums)
Samstag, 5. Oktober 2013, 20h, CCW: iMPULS INFARKT - GEHT'S NOCH?
HIP HOP • BREAKDANCE • ACTS • LIVE SONG
60 Jugendliche von iMPULS Aussee – BÜHNE Authentic überraschen mit Urban Dance, Ausdruckstanz, Showeinlagen, satirisch-provokanten Szenen, Chören, Trommlerinnen, elektrisierend interpretierten Songs und … mit Geschichten über Menschen und ihre Lebenswege: Entscheidungen, Gedanken und Emotionen. Ein seltsamer Arzt auf Visite in der Irrenanstalt ... Die eifrige Tierschützerin und aufdringliche Werberinnen ... Jemand aus einer fernen Galaxie auf Jobsuche ... Der Labudschanda Karl – ein echter Weana im AMS ...
Eine Veranstaltung von iMPULS AUSSEE: www.impuls-aussee.at
Freitag, 27. September 2013, !!! 19h !!!, CCW: SCHNITTPUNKT 4 (Film & Konzert)
„Oh Yeah, She Performs!“ & CLARA LUZIA live!
Das junge Format ccw.schnittpunkt lädt zur Dokumentarfilmvorführung „Oh Yeah, She Performs!“ (A 2012, 101 Minuten, Regie: Mirjam Unger) über vier außergewöhnliche Frauen, die ein Traum verbindet: Eigene Musik zu komponieren, zu produzieren und davon leben zu können, ohne Kompromisse! GUSTAV aka Eva Jantschitsch lässt uns hinein in die intimsten Bereiche ihres Schaffens, etwa in ihr ganz privates Heimstudio, in den abgefuckten Probekeller zu Bandproben und hinter die Bühne bei großen Auftritten. Sie spricht über das Gefühl des Ausgeliefertseins während der Performances, den Erwartungsdruck von außen und ihre Rolle als Mutter. CLARA LUZIA aka Clara Humpel teilt mit uns all die Schwierigkeiten, die ihr das Musikerinnenleben eingebracht hat, etwa gesundheitliche Probleme und prekäre finanzielle Engpässe. Sie spielt und singt vor dicht gedrängtem Publikum bei großen Konzerten, lässt uns die Albumaufnahmen in einem verlassenen Bauernhaus filmen und sie zu neugierigen Presseinterviews begleiten. TERESA ROTSCHOPF treffen wir zunächst als Frontfrau der Discoband Bunny Lake, von der sie sich mit der Zeit immer mehr emanzipiert. Sie beginnt eigene Songs zu schreiben und diese mit dem Wiener Produzentenwizzard Patrick Pulsinger einzuspielen. Der Film begleitet sie bis nach New York City, wo sie nun solo und völlig selbstbestimmt ihre eigenen Stücke performt. LUISE POP aka Vera Kropf komponiert Songs in der Tradition des Surf Punk und der Riot Girls. Nicht nur, dass sie singt, schreibt und die Band leitet, sie ist zudem eine herausragende E-Gitarristin, und wir können ihr dabei zusehen, wie sie mit elektrischer Gitarre und ihrer Stimme über sich hinauswächst, bei der Probe im Kleingartenhaus sowie auf Tour durch die Nachbarländer. Die vier erzählen über Band-Alltag off-stage, Nervosität back-stage und Adrenalin on-stage.
Letzteres dürfen wir beim Konzert von CLARA LUZIA im Anschluss live erleben. Die Wienerin ist auf ihrem neuen Album „We Are Fish“ den Lagerfeuergitarren entwachsen, die musikmachenden Frauen gerne umgehängt werden. Clara Luzia hat es satt. Die Beschreibungen „fragil“ und „zart“, das traurige Gezupfe auf der Gitarre, die viel zu eng und falsch beklebte Schublade „Singer Songwriter“. Jene VeranstalterInnen, die noch immer Sessel in die Konzertsäle schleppen, wenn Luzia sich ankündigt, werden viel zu tun haben, diese schnell wieder in den Keller zu räumen. Clara und ihre Band braucht Platz – für laute Gitarren, ein fettes Schlagzeug, ein wahnsinniges Cello, zerrende Bässe und – ja, Platz auch für die leisen Momente, die es braucht, um wieder Anlauf nehmen zu können für die nächste Explosion. Das 2011-er Album „Falling Into Place“ war die Ruhe vor dem Sturm. Bereits die Tour zu dieser Platte kündigte an, was auf „We are fish“ nun auch im Studio umgesetzt wurde: Die Freude am Lärm, die Lust am Klotzen. Aber Clara Luzia tut sich schwer mit entweder/oder. Daher: Kein laut ohne leise. Dass erst die Kombination den Reiz ausmacht, davon hat sie uns schon lange überzeugt.
Clara Luzia (vocals, guitars)
Heidi Dokalik (cello, backing vocals)
Ines Perschy (drums, backing vocals)
Max Hauer (piano, bass, guitar)
PauT (clarinet, bass)
Freitag, 20. September, !!! 19h !!!, CCW: SCHOTTLAND (Film & Musik & Whisky)
MY HEART IS IN THE HIGHLANDS
Der Grimming wittert schottischen Wind
DR. BOTTLE alias DI Bernd Brünner aus Graz – www.drbottle.at – stimmt uns mit edlen Destillaten auf schottische Gefilde ein und schult unsere Gaumen für Runde Zwei des Abends:
ANGELS‘ SHARE – EIN SCHLUCK FÜR DIE ENGEL
GB/F/BEL/I 2012, 101 Minuten
Regie: Ken Loach
Ocean’s Elven auf Schottisch: Mit Angels‘ Share legt Regie-Altmeister Ken Loach eine vielschichtige Milieustudie mit komödiantischem Anstrich in der Tradition von Riff-Raff oder Raining Stones vor. Erneut setzt der Brite dabei auf die Authentizität seiner Laiendarsteller, mit denen er für seine Verhältnisse eine ungewohnt leichtfüßig in Szene gesetzte Geschichte erzählt, die sich nach einem recht drastischen Einstieg sogar noch zu einer Art Heist-Movie wandelt. Das Leben hat es bislang nicht gut gemeint mit Robbie: Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen ist der junge Schotte schon wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten und auch diesmal schrammt er nur um Haaresbreite an einer Gefängnisstrafe vorbei. Zusammen mit anderen jugendlichen Delinquenten wird er zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Der für sie zuständige Sozialarbeiter Harry hat ein großes Herz und schafft es, eine Verbindung zu den Jugendlichen herzustellen. Als er sie mitnimmt, um eine Whisky-Destillerie zu besuchen, kommt Robbies großes Talent für das „Wasser des Lebens“ zu Tage. Der Junge ist ein Naturtalent: Spielend leicht erschließt er sich die Feinheiten des Herstellungsprozesses und die unterschiedlichen Geschmacksnuancen. Aus Liebe zu seiner schwangeren Freundin will Robbie die Chance nutzen, sein Leben endgültig zum Besseren zu wenden. Als die Jugendlichen erfahren, dass ein Fass des teuersten Whiskys der Welt zur Versteigerung kommen soll, beschließen sie, ein paar Flaschen davon für ihre eigenen Zwecke abzuzweigen. Übrigens: Mit dem Engelsanteil oder auch „Schluck für die Engel“ ist der Anteil des Whiskys gemeint, der im Laufe seiner Lagerung aus dem Fass verdunstet. Und einen Schluck für die Engel gönnt sich auch Loach, der die sozialkritische Gaunerkomödie im Vergleich zu früheren Filmen deutlich milder enden und seine Charaktere letztlich sogar hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt. Angels‘ Share wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 2012 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
Das Zwischenspiel:
Wie sagen die Schotten so schön treffend? Ein Glas Whisky ist fabelhaft, zwei sind zu viel, drei sind zu wenig. Eine kurze Einweihung in die Geheimnisse die Welt der Herkunft und Herstellung edler Tropfen begleitet den Ausflug unserer Gaumen in die Destillerie, die Robbies Leben so verändern sollte. Verkostung eines im Film vorkommenden Whiskys.
Im dritten Teil des Abends kommen nun auch unsere Ohren auf ihre Kosten bei SIGI LEMARRA & FRIENDS! Der Wörschacher Künstler mit mittlerweile weltweiter Konzerterfahrung baut uns via Hackbrett – englisch so wohlklingend hammered dulcimer genannt – auf seine einzigartige Weise musikalische Brücken über den Ärmelkanal und zurück. Hierzulande braucht man ihn nicht mehr vorzustellen. Interessantes über den Künstler und Menschen Sigi Lemmerer erfahren wir aber, wenn wir ihn selbst zu Wort kommen lassen:
http://www.youtube.com/watch?v=oAL_uNf6m6I

















