Donnerstag, 7. November, 19:30h, CCW - DOROTHEA STEINBAUER: mimiCRY
Mimi kommt zu Wort. Jene halbdressierte Schimpansin, die in Kafkas „Bericht für eine Akademie“ dem Affen Rotpeter abends zu Diensten steht. „…Bei Tag will ich sie nicht sehen; sie hat nämlich den Irrsinn des verwirrten dressierten Tieres im Blick; das erkenne nur ich, und ich kann es nicht ertragen.“ (Kafka). Mit Rotpeter entwirft Franz Kafka einen virtuosen Grenzgänger zwischen Tier und Mensch. Auch Mimi hat einen langen, mühevollen Weg der „Menschwerdung” hinter sich, wenn auch unter anderen Umständen und: Sie ist eine Frau! Frauen sind die Besseren in der Anpassung, Verstellung, Sucht nach Imitation. Talent verpflichtet! muss sie erfahren und sie lernt rasch, für ihre Entwicklung, ihre menschlichen Gegenüber als Spiegel nutzbar zu machen. Eine ehrgeizige Madame Grand Utilité, ist diese Mimi, gesellschaftlich bald unersetzbar. Mit den Narben, die sich nie zur Gänze schließen wollen, stellt sich im Hintergrund aber immer auch die Frage nach der Zwiespältigkeit weiblicher Ausdauer, Anpassungsfähigkeit und -bereitschaft. Wissenschaftliche Erkenntnisse, Fakten, Fiktion und Phantasien, die über Kafkas Zeit hinaus in eine zukünftige Gesellschaft visionieren, verschmelzen in Mimis Erzählung zu einer beklemmenden, glaubhaften Lebensgeschichte…
MIMI – Dorothea Steinbauer
"Dorothea Steinbauers MimiCRY ist in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Indem sie die Geschichte Mimis, Schicksalsgenossin des Affen Rotpeter in Kafkas berühmter Geschichte "Bericht an eine Akademie" biografisch ausführt, realisiert die Autorin einen sozusagen transtextuellen, postdramatischen, Theatertext. Und zum anderen geht Mimis Schicksal, wie Steinbauer es erzählt, weit über eine Feminismus- und Tierschutzdebatte hinaus. Aktuelle politische Fragen wie der Umgang mit dem ganz anderen werden ebenso durchgespielt, wie Theorien über Spracherwerb und Bewusstseinswerdung am Fall von Mimis akademische Karriere.“ (Wilhelm Hengstler, Steirischer Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur)
Kartenreservierungen
Abendkasse € 22.- (Mitglieder € 20.-)
Mit Reservierung (eMail oder telefonisch): € 20.- (Mitglieder € 18.-)
Schüler, Lehrlinge, Studenten, Arbeitsuchende, Menschen mit Behinderung: € 11.-
Verbindliche Reservierungen (=VVK) über 03682/23250 oder per eMail an office@ccw.st
Falls Sie uns nicht persönlich erreichen, dann hinterlassen Sie bitte Ihre Kartenreservierung(en) auf Band/Anrufbeantworter.
Donnerstag, 12. September, 19h, CCW | MAMMA MIA (KuK BG/BRG Stainach) - Wiederaufnahme wegen großer Nachfrage!
WEGEN GROSSER NACHFRAGE WIEDERAUFNAHME IM HERBST!
Bereits zur Tradition geworden ist unsere alljährliche Kooperation mit dem KuK-Zweig (Kunst und Kreativität) des BG/BRG Stainach. Heuer steht die Aufführung ganz im Zeichen der legendären schwedischen Gruppe ABBA, die gerade erst ihr 50jähriges "Jubiläum" zum Gewinn des ESC 1972 mit "Waterloo" feierte. Gimme, Gimme, Gimme ... A Show In The Spotlight! Bereit für ein DONNAwetter? Die Schülerinnen und Schüler des Kunst- und Kreativzweiges des BG/BRG Stainachs, werden vom 26.06- 28.06.2024 das Stück „Mamma Mia!“ im CCW erarbeiten, proben und aufführen. In ihrer Darbietung tauchen sie in die kunterbunte Welt von Donna, Sophie & Co. ein, verzaubern Sie mit dem ein oder anderen legendären ABBA-Hit und erwecken die Bühne mit jugendlicher Frische zu neuem Leben!
Wir erwarten Euch mit Begeisterung im CCW Stainach! Das KuK-Team.
Eine Produktion des KuK-Teams des BG/BRG Stainach in Kooperation mit dem CCW.
Montag, 6. Mai, 10 und 12 Uhr | CCW | EFFI & KONRADINE (Theater am Ortweinplatz) Schulvorstellung
THEATER AM ORTWEINPLATZ
Konradine und Effi – Die Geschichte einer Freundschaft
Konradine sitzt in ihrem Garten und erinnert sich. An eine Freundschaft, oder an eine Liebe? An Effi – die sich, wenn sie aus der Nase blutet, rote Tupfen ins Gesicht malt und Marienkäfer spielt, die die schmutzigsten Füße der Welt hat, und die sich für Insekten interessiert. Konradine sagt: Wenn ich liebe, dann ganz und für immer. Effi sagt: Liebe ist ein Moment. Ein Blinzeln, ein Krümel, der aussieht wie eine Fliege, die aussieht wie deine Wimpern. In spielerisch direkter Sprache greift die Schauspielerin und Autorin Hanna Valentina Röhrich mit großer Selbstverständlichkeit ein queeres Liebesthema auf. Ihr Text wurde 2021 für den Retzhofer Dramapreis nominiert und gewann im selben Jahr den ersten Dramatikerinnenpreis der neuebühnevillach.
Von: Hanna Valentina Röhrich
Mit: Flora Wetl, Katherine Ives
Regie: Verena Kiegerl
Regie- und Produktionsassistenz: Carmen Schabler
Musik: Robert Lepenik
Bühne und Ausstattung: Flora Hogrefe
Technik: Sebastian Schweighart
Verlag: Verlag für Kindertheater Weitendorf, Hamburg
Montag, 8. April, CCW, geschlossene Schulvorstellungen VIENNA’S ENGLISH THEATRE: The Little Prince
„Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry wurde bis dato in 382 Sprachen übersetzt und ist eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Der universelle, in allen Kulturkreisen der Welt verstandene Zauber dieser Geschichte fasziniert Menschen jeden Alters immer wieder aufs Neue. Saint-Exupérys Plädoyer für Freundschaft, Menschlichkeit und die Kraft der Fantasie besticht durch Zeitlosigkeit und Schlichtheit.
In den bewährten Händen des Schooltours-Autors Sean Aita, wird der Stoff zu einem unterhaltsamen und zeitgemäßen Theaterabenteuer, das den Kern des Werks trotz Aktualisierung bewahrt.
„Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.“
Freitag, 21. Jänner, 19:30h: OH NARRENSCHIFF, MEIN RETTUNGSBOOT
STEINBAUER & DOBROWSY
OH NARRENSCHIFF, MEIN RETTUNGSBOOT
von Dorothea Steinbauer
Ein Bühnenpaar mit viel Lebens- und „Bretter“- Erfahrung schippert durch das Nichts. Eine Revue, ein Stück, ein Traum durch die Zeiten? Auf alle Fälle eine Betrachtung unser aller Situation, eine Suche nach einem Rettungsanker für eine neue Verantwortung, - auch in der Kunst. Wo ist die See, in die es zu stechen gilt? Wohin geht die Reise und wann darf es wieder „soweit“ sein? Wieviel braucht´s, um dann das zu tun, wovon man träumt...eine Hommage an den langen Atem der Kunst. Das Grazer Theaterduo lädt an Bord…
Mit Dorothea Steinbauer & Wolfgang Dobrowsky
SA | 09.10. | 19:30h | CAFÉ MELANGE
CAFÉ MELANGE
Eine Hommage an das Alt-Wiener Café und sein Kellertheater
Oberkellner Martin und sein ihm anvertrauter Lehrling Josef erheitern nicht nur, sie zeigen auch Milieubilder der 70er mit allen Höhen und Tiefen. Mitten drin zwei Frauenschicksale, die Geschichten erzählen: Anna Sophia als ehemals große Sängerin, die ihr künstlerisches Leben an die Liebe verloren hat und sich als Caféhausbesitzerin mit einem Kellertheater und ihrem Sohn Helmuth mühsam durch den Realitätsdschungel kämpft, aber letztlich die richtigen Entscheidungen fällt. Ihre Nichte Maria, eine junge Frau, die gegen den Strom schwimmt und sich so – trotz einer großen Enttäuschung – ihre Träume ins Leben holt. Tanz und Live-Musik mit der bezaubernden Sängerin RONJA* und zwei mitreißenden Musikern als Ella mit Band führen in eine Zeit, die neugierig macht: eine Zeit des Aufbruchs, der Veränderung, der Lebensfreude.
Künstlerische Leitung, Buch, Inszenierung, Regie: Angela Buschenreiter
Schauspiel & Tanz: Angela Buschenreiter, Milan Buschenreiter, Simon Haslebner, Hannah Klebel, Martin Neureiter, Rafael Sellitsch, Theresa Schlag, Herbert Schrammel
Sprecher aus dem OFF/Radio: Alexander Buschenreiter
Choreografien: Angela Buschenreiter, Hannah Klebel, Martin Neureiter, RONJA*, Herbert Schrammel
Management & Lichtdesign: Alexander Buschenreiter
Tontechnik: Mario Strimitzer (CCW), Martin Vetters (Wien)
Tanzcoaching: RONJA*, Anna Sophie Krenn
Live Band "Ella & Band": RONJA* (voc), Bozidar Radenkovic (akkordeon, git, cajon, voc), Michael Scheed (git, cajon, voc)
FR, 9. Juli, 19 Uhr: Wolfgang Dobrowsky spielt PATTY DIPHUSA & Musik von TRES ALEGRIAS
WOLFGANG DOBROWSKY als PATTY DIPHUSA
ROBERT STÜTZLE mit TRES ALEGRIAS
WOLFGANG DOBROWSKY wirft sich ins Madrider Nachtleben der Achtziger-Jahre und wird fündig bei einer literarischen Kreation des spanischen Filmgenies Pedro Almodovar: PATTY DIPHUSA – die Titelfigur des Theatersolos ist überirdisch schlaf- und hemmungslos wie lebenshungrig, rührend sehnsüchtig … und unwiderstehlich offenherzig!
„Pedro Almodóvar schwelgt in allem Verbotenem und Vergebendem, das das Leben in Kunst verwandeln kann.“ – Peter Travers: Rolling Stone
Wir tauchen ein in eine wilde Zeit und schauen mit Robert Stützle und seinen TRES ALEGRIAS über den musikalischen Tellerrand und den großen Teich Richtung Lateinamerika … Fröhlich, temperamentvoll, melancholisch und leidenschaftlich feiern wir das Leben und erzählen davon mit einem starken Text, feinen Lyrics und Musik, Musik, Musik Musik…
Anush Apoyan – Gesang
Werner Radzik – Piano & Keyboard
Gernot Strebl – Saxophone & Klarinette
Lukas Raumberger – Bass
Robert Stützle – Schlagzeug, Perkussion, Komposition
FR | 08.10. | 17h | SONNENSCHEIN UND REGEN
Theater Trittbrettl
SONNENSCHEIN UND REGEN oder: "Wie ich Puppenspieler wurde"
Das alte Tonband seines verstorbenen Vaters führt Heini zurück zu seinen Kindheitserinnerungen. Er fängt an, die Welt seiner Kindheit, in der er als Bub lebte, zu rekonstruieren: Ein Kind, das fantasievolle Landschaften und Abenteuer, tiefe Gefühle und Selbstdarstellung erforscht und die Welt , in der er lebt und ihre Spannungen und Trauer im Spiel zu bewältigen versucht – und dadurch den Weg zur Kunst des Puppenspiel findet. Eine zärtliche Geschichte von dem Kind im Mann und wie der eine zum anderen wurde.
Spieler: Heini Brossmann
Regie: Husam Abed
Dramaturgie: Jakob Brossmann
Stage Designer: Mirjam Staengl
Technik: Klaus Schwarz
Dauer: 65 min
Freitag, 18. September, 20h: DAS SPIEL
Das Spiel – Ein Gedankenlese-Erlebnis von Illusionist, Mentalist und Performer Philipp Oberlohr.
Das Spiel hat dich gefunden. Wenn du das liest, spielst du schon mit. Es führt dich hinter‘s Licht mitten in‘s Geschehen. Du bist dir nicht sicher, wie weit es geht. Doch du spielst und es spielt mit dir. Es fühlt sich angenehm unangenehm an. Jeden Abend andere Spieler, jeden Abend ein anderes Spiel. Trau‘ dich und sei brav, denn: You Are Part Of The Game. Völlig zufällige Entscheidungen der Zuschauer werden in ein theatralisches Event verwoben von jemanden, der alles zu wissen scheint – zu einem Spiel, das scheinbar vorherbestimmt ist, lange schon bevor du vom Spiel gehört hast. Ein wundervoller Abend, der mit deinem Kopf spielt und die Linien zwischen Fiktion und
Realität verwischt. Selten war Verwirrung so genußvoll.
PHILIPP OBERLOHR (Autor, Performer)
OBERLOHR (*1983) studierte Theologie (AUT) und Körpertheater (U.K.). Er tritt seit über 15 Jahren als Illusionist auf. Seine Shows verwenden Elemente von Gedankenlesen, Illusionen, Körpertheater und “immersive theatre”. In der Grauzone zwischen Zauberkunst und Theater schafft er sinnvolle Begegnungen mit dem Publikum und lässt sie spielerisch und leicht an der Realität zweifeln. Seine Arbeiten sind humor-, bedeutungsvoll und aufregend. In den letzten zehn Jahren machte er one-on-one Installationen, Shows für 500 Personen und alles dazwischen, von Ort-spezifischen Shows zu interaktivem Theater (séance. an interactive illusion U.K./AUT). Seine Shows waren zu sehen im Barbican Centre London, Arcola Theatre, Lyric Hammersmith, Ovalhouse London, in Österreich, Ungarn und Deutschland mit großem Erfolg bei Publikum und Kritikern.
Pressestimmen
☆☆☆☆☆ Everything Theatre “Intelligent, kunstvoll, sehr lustig – meisterhaft eindrucksvolle Illusionen. Auf keinen Fall verpassen – es ist unglaublich gut.”
☆☆☆☆ Theatre Fullstop “Es fühlt sich vertraut und einladend an – du fühlst dich, als hättest du an diesem Abend an keinem anderen Ort als diesem sein können.”
☆☆☆☆ The Londonist “Das Spiel ist nicht nur smart. Es ist lustig, sehr lustig.
☆☆☆☆ Y-Plan The Public Reviews “Das Spiel ist eine unglaublich gut konstruierte Show… Oberlohr weiß genau, was sein Publikum denkt.”
Metropole Vienna “Illusionist Philipp Oberlohr weiß alles über dich”
Dienstag, 7. Juli, 20h: PATTY DIPHUSA
Uraufführung im CCW! Das Grazer Publikum macht erst eine Woche später Bekanntschaft mit
PATTY DIPHUSA
Ein Solo von Wolfgang Dobrowsky
(nach Pedro Almodóvars Zeitungskolumne Patty Diphusa aus den frühen 80er Jahren)
Eine Steinbauer&Dobrowksy-Theaterproduktion
Auf der Suche nach Pedro Almodóvars verrückt schillernden Figuren wirft sich Wolfgang Dobrowsky ins Madrider Nachtleben der 80er-Jahre und wird fündig bei einer literarischen Kreation des spanischen Filmgenies: PATTY DIPHUSA – überirdisch schlaf- und hemmungslos wie lebenshungrig und rührend sehnsüchtig. Die unwiderstehliche Anziehungskraft, die nahezu alle Geschöpfe Almodóvars auszeichnet, liegt in ihrer Offenherzigkeit, mit der sie ihren Lebensentwurf vor uns ausbreiten, behaupten und eben schlicht leben ... auch um davon erzählen zu können. Denn: Ihrer Bedeutsamkeit als noch so greller Klecks auf der Farbpalette der Gesellschaft sind sie sich allesamt bewusst. So sind ihre Enthüllungen letztlich alles andere als schockierend, geht es doch ihrem Erfinder immer darum, Menschen in ihrem alltäglichen Selbstverständnis zu zeigen – Träume und Sehnsucht inbegriffen. Das weckt Sympathien für‘s Ver-rückte und macht Fragen nach Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung etc. überflüssig. Dass PATTY keinesfalls die Absicht hat zu provozieren oder gar Tabus und Grenzen zu brechen, das teilt sie mit ihrem Schöpfer. Denn: Dazu müsste man letztere ja erst mal als solche anerkennen. Unverblümt ist das charmant altmodische Wort, das einem bei Wolfgang Dobrowskys Begegnung mit der Madrider Nachtschwärmerin aus den 80ern vor die Linse rutscht.
„Pedro Almodóvar schwelgt in allem Verbotenem und Vergebendem, das das Leben in Kunst verwandeln kann.“ (Peter Travers, Rolling Stone Magazine)
„Von der Unmasse weiblicher Figuren, die ich kreiert habe, ist mir Patty eine der liebsten. Ein Mädchen voller Lebenslust, das niemals schläft – naiv, zärtlich und grotesk, neidisch und narzisstisch, Freundin von jedem und jeder und keinem Spaß abgeneigt, immer bereit die Dinge von ihrer besten Seite zu sehen. Ein Mädchen, das sich in welcher Lage auch immer, niemals groß Gedanken macht und das dennoch immer das Beste aus allem herausholt.“ (Pedro Almodóvar)
Wolfgang Dobrowsky als PATTY
Textfassung: Wolfgang Dobrowsky
Regie: Dorothea Steinbauer
Eintritt: € 16.-












