Mittwoch, 13. Februar, 20h, CCW: LA GRANDE BELLEZZA
LA GRANDE BELLEZZA – Die große Schönheit
Tragikomödie, I/F 2013, 142 Minuten, Regie: Paolo Sorrentino
Sorrentino entwirft in seiner Hommage an Fellini einen tiefen Blick in die Seele der Ewigen Stadt und schafft ein satirisches Gesellschaftsdrama über die Wichtigkeit der Nichtigkeit. Sinnlich, visuell und akustisch atemberaubend, überragend gespielt … Laut einer BBC-Umfrage gehört La Grande Bellezza zu den 100 bedeutendsten Filmen des 21. Jahrhunderts!
„Ein Film wie pure Magie, der jede Minute lohnt.“ (Hamburger Abendblatt)
Eintritt: EUR 8.-
Samstag, 2. Februar, 20h, CCW: NACHT DES FADO
TANIA OLEIRO & CARLOS LEITAO Ensemble
Die Nacht des Fado präsentiert seit acht Jahren die interessantesten FADISTAS (= Sänger & Sängerinnen) der pulsierenden Lissabonner FADO-Szene und steht für traditionellen FADO ohne Weltmusik- und Pop-Einflüsse. Die genaue Entstehung des FADO (lat. Fatum = Schicksal), der auch als der „Blues Portugals” bezeichnet wird, ist nicht dokumentiert und lässt sich nur interpretieren. Um 1820 tauchte in Lissabon eine neue Musikform in den anrüchigen Hafenkneipen der Alfama und auch im Mouraria-Viertel der Prostituierten auf. Mit Sicherheit haben musizierende Matrosen verschiedene Musik-Stile aus Brasilien, Afrika, Arabien und Indien mitgebracht und gemeinsam mit portugiesischen Elementen die Grundelemente des Fado gelegt. Ebenso schwer wie den Begriff „Blues” kann man „Saudade” übersetzen. Diese „Saudade”, als Gefühl der Sehnsucht, Melancholie und Fernweh umschrieben, ist der erwünschte Grundzustand beim Fado. Auch der Inhalt der Lieder, die Liebe, das Leid und der Alltag spiegeln diese „Saudade” wieder.
TANIA OLEIRO
Die zierliche, bildhübsche Sängerin wurde in Lissabon geboren und wuchs in einem musikalischen Haushalt, umgeben von Fado, auf. Von Kindesbeinen an sang sie in den lokalen Fado-Häusern ihrer Nachbarschaft, wo sie wegen ihrer außergewöhnlichen Stimme bereits früh auch von den großen Namen des Genres zum Mitsingen eingeladen wurde. Seit 15 Jahren ist sie professionelle Fadista und nahm 2016 ihr erstes Album „Tercos de Fado” auf. 2017 war sie bei den beiden wichtigsten Festivals Portugals „Caixa Alfama” und „Festa do Avante” im Hauptprogramm.
CARLOS LEITAO
Mit seinem CD-Debut „Do Quarto” und dem gefeierten Folge-Album „Sala de Estar”, konnte sich der sympathische Sänger, Komponist und Gitarrist, als eine der besten Stimmen seiner Generation etablieren.
Tania Oleiro – Gesang
Carlos Leitao – Klassische Gitarre, Gesang
Henrique Leitao – Portugiesische Gitarre, Gesang
Carlos Menezes – Bass
Hör-/Videobeispiel: https://www.youtube.com/watch?v=0loZU9CKvQk
Eintritt: EUR 23.-
Donnerstag, 24. Jänner, 20h, CCW: WOOD AIR QUARTET: La Folìa
LA FOLÌA – LÄRMENDE LUSTBARKEIT
Der Begriff „Folia“ (Tollheit, Narrheit) stammt aus Portugal und bezeichnete Tänze und Lieder des 16. Jahrhunderts mit spanischer und portugiesischer Herkunft. Im Barock wurde der einfache Tanz Ursprung virtuoser Variationszyklen. Aber Vorsicht: Wegen seines ungezügelten Charakters soll der Folìatanz in seiner Frühzeit immer wieder verboten worden sein. Johann Mattheson sagt in „Der vollkommene Kapellmeister (Hamburg 1739)“: „… die bekannten Folies d´Espagne, sie sind aber nichts weniger, als Torheiten, im Ernst gesagt.“ Das WoodAirQuartet formierte sich 2014 und ist mit der Saison 2015/16 sowie 2017 ein auserwähltes Ensemble der Jeunesse Österreich. Im Juli 2016 ist das Debüt Album „La Folìa – Lärmende Lustbarkeit“ bei Sowiesound/Lotus Records erschienen. Präsentiert wurde das Album u. a. bei den Salzburger Festspielen und im Wiener Konzerthaus.
„…auf höchstem Niveau … provokant lustvoll … Das WoodAirQuartet transferiert die Folía in die Jetztzeit, spielt sie variantenreich, modern und jazzig. Einfach famos.“ (Concerto Magazin 12/2016)
"... Altes trifft auf faszinierende Weise Neues … es wird getanzt und gefeiert, geweint und sich der wunderschönsten Melancholie hingegeben. Auch lassen sich Anna Lang und ihre kongenialen Kollegen jeden Raum für allerlei Improvisation und Klangexperimente. Es passiert immer irgendetwas, die Richtungen, in die sich die Nummern entwickeln, sind immer andere … Mit "La Folía – Lärmende Lustbarkeit" legt das WoodAirQuartet ein Stück Musik vor das viel Spaß macht. Es regt die Fantasie an, unterhält mit Niveau und berührt. Sehr empfehlenswert." (M. Ternai, MICA Wien 08/2016)
„La Folìa – „lärmende Lustbarkeit und musikalischer Wahnsinn“ als virtuoser Schlagabtausch der Instrumente, ausgelassene Tänze und „lärmende Lustbarkeit“ über fünf Jahrhunderte hinweg. Das WoodAirQuartet mit Anna Lang (Violoncello), Alois Eberl (Akkordeon, Posaune), Walter Singer (Basso Continuo) und Robert Kainar (Percussion) huldigt der „Folìa“ und verbindet dabei Musik vergangener Epochen von D. Ortiz, A. M. y Coll, oder M. Marais mit eigenen Werken und Improvisation.“ (Jeunesse Österreich)
Anna Lang – Violoncello
Alois Eberl – Posaune, Akkordeon
Walter Singer – Basso Continuo
Robert Kainar – Percussion
Eintritt: EUR 18.-
Donnerstag, 17. Jänner, 20h, CCW: NACHTZUG NACH LISSABON
D/CH/POR 2013, 110 Minuten, Regie: Bille August
Der Berner Lateinlehrer Gregorius (Jeremy Irons) verhindert den Selbstmord einer jungen Portugiesin. In seinen Händen bleibt das Buch eines Portugiesischen Autors mit einem Zugticket nach Lissabon. Spontan begibt sich Gregorius auf eine abenteuerliche Reise in die Vergangenheit Portugals und zu sich selbst. Die Romanvorlage von Pascal Mercier gehört zu den meist gelesenen Büchern der letzten Jahre.
Eintritt: EUR 8.-
+++ ABGESAGT +++ ABGESAGT +++ Mittwoch, 9. Jänner, 20h, CCW: THE GEORGE SHEARING VOICING mit EDDIE LUIS
Dieses Konzert musste leider abgesagt werden!
Wir ersuchen um Verständnis.
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS
THE GEORGE SHEARING VOICING
Der 1919 in London blind geborene Pianist George Shearing fand – von Fats Waller, Eric Satie und Claude Debussy beeinflusst – seinen ganz besonderen Stil Klavier zu spielen – die “Shearing-Voicings” machten ihn unverkennbar! Er komponierte bis 2011 über 300 Stücke unter welchen sich Broadwayhits wie LULLABY OF BIRDLAND oder SEPTEMBER IN THE RAIN finden. Die Neujahrsbesetzung der JAZZ PASSENGERS formiert sich in Shearings original Quintett-Instrumentation mit Klavier, Gitarre und Vibraphon, sowie klassischer Jazz-Rhythmusgruppe. Ein aufregendes Stück Jazzklanggeschichte!
Matyas Bartha – piano
Tom Henkes – vibraphone
Kurt Haider – guitar
Eddie Luis – bass
Andi Weiß – drums
Ton-/Videobeispiel THE GEORGE SHEARING QUINTET auf YouTube:
https://www.youtube.com/watch?v=7BLYVoG8gkQ
Eintritt: EUR 18.-
Mittwoch, 19. Dezember, 20h, CCW: LUCKY
USA 2017, Regie: John Carroll Lynch, 88 Min.
Yoga, Morgenkaffee und philosophische Gespräche bestimmen die Tage von Lucky, einem 90-jähriger Freigeist im amerikanischen Nirgendwo. Bis er sich seiner Vergänglichkeit bewusst wird … Ein Film feiert das Leben, folgt einer recht eigenen spirituellen Reise, präsentiert einen berührenden Harry Dean Stanton in seiner letzten Rolle und: Das bezauberndste Lächeln der Filmgeschichte! Versprochen!
Eintritt: € 8.-
Mittwoch, 12. Dezember, 20h, CCW: CLARIBONE
Aus unserer Serie "CCW-Tributes mit Eddie Luis": # 11
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS
“CLARIBONE”
Klarinette und Posaune verbergen sich hinter der wohlklingenden Wortschöpfung von Eddie Luis, der diesmal zwei wunderbaren Instrumenten huldigt und zu einem Swing-Konzert in außergewöhnlicher Besetzung lädt. Jazz für Einsteiger und Fortgeschrittene!
Milos Milojevic (SRB) – clarinet
Matyas Papp (H) – trombone
Manfred Temmel (A) – guitar
Eddie Luis (A) – tuba
Eintritt: € 16.-
Mittwoch, 14. November, 20h, CCW: TRIBUTE TO EDITH PIAF
CCW TRIBUTES MIT EDDIE LUIS #10
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS
TRIBUTE TO EDITH PIAF
1963 verstarb die vielleicht wunderbarste Chansonsängerin des 20. Jahrhunderts: La Môme Piaf, der kleine Spatz von Paris. Zu ihrem 55. Todestag bringt Eddie Luis eine Taube aus Strassburg, die ihre Lieder singt. Mathilde ist schön, verrückt und überzeugend, ein besonderer Chansonabend im CCW! La vie en Rose!
Mathilde Vendramin – die Stimme
Eddie Luis – Violine, Percussion, Text
Andrej Kos – Akkordeon
Matyas Bartha – Klavier
Milos Milojevic – Klarinette, Gitarre
Matthias Kessler – Kontrabass
Eintritt: € 18.-
Donnerstag, 22. November, 20h, CCW: FLORIAN SCHEUBA
FLORIAN SCHEUBA: Folgen Sie mir auffällig!
Drei Jahre nach seinem mit dem Österreichischen Kabarettpreis ausgezeichnetem Solo-Debüt zieht Florian Scheuba wieder Bilanz. Doch diesmal nicht über das, was war, sondern über das, was ist. Aber kann man heute überhaupt noch von etwas mit Sicherheit sagen, dass es ist? Gibt es zu „alternativen Fakten“ eine Alternative? Spielt der Unterschied zwischen Meinung und Lüge noch eine Rolle? Welche Folgen hat das für einen Satiriker und sein Publikum? Können sie einander folgen, ohne etwas anklicken zu müssen? Und wer folgt wem, wenn man sich gegenseitig folgt? Ein Abend für Folger, Verfolgte und Unfolgsame.
www.florianscheuba.at
Eintritt: € 22.-
Mittwoch, 31. Oktober, 20h, CCW: DIE ABWESENHEIT DES GLÜCKS - Die Geschichte eines Sternenkindes
Eltern, deren Kinder während der Schwangerschaft versterben, bleiben einsam: Niemand kannte ihr Kind, es gibt keine Geschichten oder Erinnerungen, die geteilt werden können. Am 31. Oktober eröffnen die Musiker Arnold Meusburger und Philipp Lingg gemeinsam mit dem Autor Rainer Juriatti Wort- und Klangwelten der Sprachlosigkeit, im Angesicht einer Katastrophe, die sich statistisch jedem dritten Elternpaar mindestens einmal im Leben zeigt – in Momenten, in denen der Mensch anstelle des Todes auf das werdende Leben eingestellt ist.
Textkonzert mit Arnold Meusburger, Philipp Lingg und Rainer Juriatti
Zum Buch:
Die Abwesenheit des Glücks
Sprache ist ihm immer wieder entglitten. So dauerte seine innere wie äußere Reise mehr als 20 Jahre an. Am Ende stand die Geschichte seiner fünf Sternenkinder. Eltern, deren Kinder während der Schwangerschaft versterben, sind einsam. Schwer bleibt es für Angehörige, Freunde und Bekannte, Trauer nachzuvollziehen: Niemand kannte den verstorbenen Menschen, es gibt keine Geschichten oder Erinnerungen zu teilen. Juriattis Erzählung handelt von Liebe und Trauer, vom Schmerz und vom Hadern.
Auf der Suche nach dem Wort
„Es stand mir niemals zu, Ratschläge zu erteilen“, so der in Graz lebende Autor, „zugleich aber wollte ich keinesfalls eine betroffenheitstriefende Geschichte erzählen, es wäre unseren Kindern nicht angemessen.“ Damit begann sein Ringen, seine Suche nach dem richtigen Klang, nach dem Angemessenen und damit dem, was in seinen Augen im Grunde jedes Buch ausmacht: „Eine Erkenntnis“, so der Autor. Die Arbeit an „Die Abwesenheit des Glücks“ dauerte mehr als 20 Jahre und führte ihn bis an die Nordküste Spaniens: Auf eben dieser Suche nach dem angemessenen Wort. Denn, so der Autor: „Sprache ist mir immer wieder entglitten.“
Hintergrund: Sternenkinder
Als Sternenkinder bezeichnet man Kinder, die vor, während, oder kurz nach der Geburt gestorben sind. Aber auch ältere Kinder werden oft liebevoll so genannt. Nicht zu vergessen sind auch Kinder, die durch einen Schwangerschaftsabbruch oder plötzlichen Kindstod ihren Weg nicht zu Ende gehen konnten. (Quelle: www.mein-sternenkind.de)
Hinter der Wortschöpfung ‚Sternenkinder’ steckt die Vorstellung, dass die frühverstorbenen Kinder als Stern am Himmel funkeln – in Anlehnung an die Worte aus ‚Der kleine Prinz’ von Antoine de Saint-Exupery: „Wenn du bei Nacht den Himmel anschaust, wird es Dir sein, als lachten alle Sterne, weil ich auf einem von ihnen wohne, weil ich auf einem von ihnen lache. Du allein wirst Sterne haben, die lachen können.“ (Quelle: www.verein-pusteblume.at)
Eintritt: € 15.-













