Freitag, 29. Juni, 19:30h, Kirche Niederhofen: ENSEMBLE LA CASELLA (Barockkonzert)
Das Programm Unmeasured beschäftigt sich mit virtuosen Werken berühmter italienischer und deutscher Komponisten des 17. Jahrhunderts wie Claudio Monteverdi und Heinrich Schütz. Ein Höhepunkt des Programms bilden die teilweise anonymen Kompositionen aus dem so genannten Carlo G. Manuskript. Diese Handschrift beinhaltet Werke verschiedenster Besetzungen und zeichnet sich besonders durch die reiche hinzugefügte Ornamentik in den Melodiestimmen sowie eine komplette Begleitstimme für Orgel (und auch Laute) aus, die sich äußerst selten in der Notation dieser Zeit finden. Unmeasured nimmt dabei Bezug auf jene musikalische Epoche in der das Konzept von Metrum und Takt in der Musik – als eine bestimmte Anzahl von Schlägen und deren rhythmische Gliederung durch Taktstriche – noch nicht gegeben war. Die Musik wird stattdessen durch den sogenannten tactus metrisch aufgeteilt, welcher als natürlicher Puls die Musik zusammenhielt, dabei aber, beispielsweise dem Herzschlag folgend, nicht immer auf eine fixe Anzahl festgelegt war. Die Idee von "nicht mensuriert" spielt hier nicht zuletzt auch auf das inhaltliche Konzept an, in dem sich die zeitlosen Vorstellungen von Liebe, Glaube und Schöpfung widerspiegeln, sei es nun in weltlichen oder geistlichen Werken.
Vera Hiltbrunner – Sopran
Andreas Westermann – Cembalo
Jedediah Allen – Zink
Biographien:
Die Berner Sopranistin Vera Hiltbrunner hat nach ihrem Bachelor in klassischem Gesang an der Musikakademie Basel (in der Klasse von Isolde Siebert) im Jahr 2016 ihr Master-Studium in Performance in Tilburg (NL) bei Xenia Meijer und Sinan Vural abgeschlossen. Vera Hiltbrunner war Stipendiatin der Hans Huber-Stiftung (Basel) und der Stiftung Lyra (Zürich).
Oratorium und Konzert: Die junge Sängerin tritt in der Schweiz und in den Niederlanden regelmäßig als Solistin und Ensemble-Sängerin auf. So sang sie 2015 am NJO Muziekzomer Festival (NL) unter der musikalischen Leitung von Etienne Siebens und am Oude Muziek Festival (Fringe) in Utrecht (NL) mit dem Vokal-Ensemble The Calliope Consort. 2016 sang Vera Hiltbrunner die Solopartie der Carmina Burana in Basel und konzertierte in Deutschland (Erste Elfe in Ein Sommernachtstraum von Mendelssohn, aufgeführt in Ulm). 2017 trat sie als Solistin in Joseph Haydns Missa in Angustiis zusammen mit dem Jungen Kammerchor Basel auf und sang in Binningen die Solopartie des Oratorio de Noël von Camille Saint-Saëns.
Kammermusik: Die Sopranistin ist Teil des in Basel gegründeten Ensemble La Casella, welches sich der Musik des italienischen Frühbarock widmet und die Klangwelten des Zusammenspiels von Zink und Sopran erforscht. Zusammen mit der Pianistin Alena Sojer widmet sie sich dem französischen Liedrepertoire des 20. und 21. Jahrhunderts; als DUO traten sie im Herbst 2017 am Festival ZeitRäume mit ihrem Programm Femmes en Fables in Basel auf.
Oper: 2016 debütierte Vera Hiltbrunner als Adele in der Fledermaus an der Stadschouwburg Haarlem (NL). Im selben Jahr trat die Sopranistin am Fringe Festival in Edinburgh auf, wo sie unter der Regie von Sebastian Ukena in der erfolgreichen Produktion The Diary of Anne Frank (G. Frid, 1968) die Rolle der Anne interpretierte. In der Saison 2016/2017 verkörperte die Sopranistin die Rolle der Olympia aus Offenbachs Hoffmanns Erzählungen in der Produktion Dr. Miracle’s Last Illusion der Opern-Company Opera2day in den Niederlanden.
Andreas Westermann wurde 1988 in München geboren. Schon in seiner frühen Kindheit begann er mit Klavierunterricht. Später lernte er Querflöte, bevor er das Cembalo und die historische Aufführungspraxis für sich entdeckte. Nach 4 Jahren Privatstudium bei Olga Watts (München) studierte er Lehramt für das Gymnasium an der Hochschule für Musik und Theater München mit Schwerpunkt "Alte Musik" bei Prof. Christine Schornsheim. Neben einer großflächigen musikalischen Ausbildung erhielt er außerdem Unterricht in Chor- und Ensembleleitung, u. a. bei Prof. Martin Steidler. Ab 2014 studierte er einen Specialized Master of Arts im Fach Generalbass und Ensembleleitung bei Prof. Jö̈rg-Andreas Bötticher, Prof. Jesper B. Christensen und Prof. Andrea Marcon an der renommierten Schola Cantorum Basiliensis. Das Studium beendete er 2016 mit Auszeichnung. 2015 wurde er als einziger Cembalist für das European Union Baroque Orchestra unter der Leitung des dänischen Cembalisten Lars Ulrik Mortensen ausgewählt. Er spielte außerdem mit renommierten Musikern wie Rachel Podger, Alex Potter, Amandine Beyer und Maggie Faultless. 2016 gewann er beim Internationalen Gebrüder-Graun-Wettbewerb den 2. Preis mit dem Ensemble Quartett á 5. Sein besonderes Interesse gilt der italienischen Musik des ausgehenden 17. Jahrhunderts sowie den klanglichen Aspekten in der Ausführung des Generalbasses dieser Zeit. Andreas Westermann arbeitet derzeit als Korrepetitor an der Schola Cantorum Basiliensis.
Jedediah Allen stammt aus Grants Pass (Oregon) und studierte an der Central Washington University Gesang mit den Schwerpunkten Oper, Kunstlied und Jazz. Sein starkes Interesse und Engagement im Bereich der Alten Musik führte ihn an das Early Music Institute der Indiana University, wo er ein Masterstudium im Fach „Early Voice“ bei Paul Elliot und Nigel North absolvierte. Zeitgleich begann er sich unter Anleitung von Kiri Tollaksen mit dem Cornettospiel zu beschäftigen. Jedediah wurde als Instrumentalist und Vokalsolist zu den Early Music Festivals in Boston und Berkeley eingeladen, wo er auch gemeinsam mit den renommierten Ensembles “Voices of Music” und “Magnificat” auftrat. In Basel schloss er zwei weitere Masterstudien ab: Im Fach Cornetto und als Ensemble-Sänger im AVES-Programm (Advanced Vocal Ensemble Studies). In der Schweiz arbeitete Jedediah bereits mit zahlreichen Projektensembles zusammen. Besonders hervorzuheben sind Formationen unter der Leitung von Anthony Rooley und Hervé Niquet sowie die Ensembles „La Sestina“ und „Chant 1450" (gegründet in Basel 2003), denen er als festes Mitglied angehört.
Eintritt: € 23.-
VVK in den beiden Stainacher Trafiken und im CCW: € 20.-
Mittwoch, 9. Mai, 20h, CCW: TRIBUTE TO THE ANDREWS SISTERS WITH EDDIE LUIS
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS
Tribute to THE ANDREWS SISTERS
Die US-amerikanische Girlgroup THE ANDREWS SISTERS – bestehend aus den drei Schwestern LaVerne Sofie, Maxene Angelyn und Patricia Mariewar – war von 1932 bis 1966 aktiv und hatte Hits wie Bei mir bist du schoen, Rum and Coca-Cola oder Boogie Woogie Bugle Boy.
Miriam Kulmer – Sopran
Elina Viluma – Sopran
Patrisha Skof – Alt
Kurt Haider – Gitarre
Matyas Bartha – Piano
Eddie Luis – Bass
Eintritt: € 16.-
Freitag, 20. April, 20h, CCW: KIERAN GOSS (Irland)
KIERAN GOSS (IRL)
Kunstvolles Songwriting mit charakteristischer Stimme
Kieran Goss gilt mit mehreren platinveredelten Alben als einer der führenden Musiker Irlands. Seine großartigen Songs mit einfachen, aber mitreißenden Melodiebögen überzeugen Fans rund um den Globus. Live auf der Bühne entfaltet sich das ganze Können des charmanten und gefühlvollen Entertainers. Im zweiten Teil des Konzerts wird er von Annie Kinsella begleitet. Ein Duo, dem das Time Out Magazin außergewöhnliche Harmonie und Chemie bescheinigt. VERZAUBERND!
Eintritt: € 16.-
Mittwoch, 11. April, 20h, CCW: MILES DAVIS' SOMETHING ELSE 1958
EDDIE LUIS & HIS JAZZ PASSENGERS
MILES DAVIS’ "SOMETHING ELSE” 1958
Viele Kritiker und Jazzfans zählen die 1958 aufgenommene Platte zu den besten Jazz-Alben aller Zeiten. Das Album, eine der wenigen Aufnahmen, auf denen Miles Davis für Blue Note Records auftrat, gilt als Meilenstein des Hard Bop. Am Album wirkten Art Blakey am Schlagzeug, Hank Jones am Piano und Sam Jones am Bass mit. Viele Kritiker und Jazzfans zählen es zu den besten Jazz-Alben aller Zeiten. Eddie Luis bringt die für ihn besten Musiker unserer Zeit für dieses Meisterwerk ins CCW.
Mario Rom (Bild) – Trompete
Kire Kuzmanov – Alto Sax
Matyas Bartha – Piano
Eddie Luis – Bass
Viktor Palic – Drums
Eintritt: € 16.-
Mittwoch, 4. April, 20h, CCW: CELLOPHONIX
Zwei außergewöhnliche Musiker und Komponisten, die alle modernen Stilistiken des Rock, Jazz und Pop ausgeschöpft haben, fusionieren mit der Klassik. Die grenzenlose Klangfülle von Streichern breitet einen fantastischen Harmonieteppich aus, auf dem Songs aus eigener Feder für die Ewigkeit tanzen …
Verführerische Edeltropfen zeitgenössischer Musik!
Ron Spielman – Vocals & Acoustic Guitar
Viktor Wolf – Saxophone
Andreas Henze – Kontrabass
Andy Winter – Drums & Percussion
Featuring members of the Bowheme String Quartet Berlin:
Liv Solveig Wagner – Vocals & Violin
Winnie Kuebart – Viola
Ladis Cinzek – Cello
Eintritt: € 22.-
Donnerstag, 29. März, 20h, CCW: LATE BLOSSOM BLUES (Film)
LATE BLOSSOM BLUES – The Journey of Leo “Bud” Welch
Doku, Ö 2016, 89 Minuten, Regie: Wolfgang Pfoser-Almer, Stefan Wolner
Sobald er die Saiten seiner „pink guitar“ anschlägt und zu den Blue Notes zu singen beginnt, entfaltet der inzwischen 85jährige ungeahnte Energien. Erst kürzlich feierte „Bud“ dank seines Manager-Freundes auch außerhalb seiner Heimatstadt am Mississippi Erfolge: Die ersten beiden Studioalben, Tourneen durch Amerika, Konzerte in Europa, der erste Flug …
Regisseur Wolfgang Pfoser-Almer ist anwesend und freut sich auf ein Gespräch mit dem Publikum!
Eintritt: € 12.-
Donnerstag, 22. März, 20h, CCW: CAFÉ DRECHSLER
Die wichtigsten Protagonisten der akustischen Club Music und eine der legendärsten Livebands Österreichs sind zurück! Anfang des Jahrtausends entwickelten sie ihren unverwechselbaren Stil. Nach über 10 Jahren steigen sie wieder in den Ring und bitten erneut zum Tanz: noch unwiderstehlicher, noch direkter. Ehrlich, intensiv, einfach CAFÈ DRECHSLER pur!
Ulrich Drechsler – Tenor Saxophone
Oliver Steger – Acoustic Double Bass
Alex Deutsch – Drums
Eintritt: € 22.-
Donnerstag, 15. März, 20h, CCW: GYPSY SWING 42! - Tribute To DJANGO REINHARDT
EDDIE LUIS & HIS JAZZPASSENGERS
GYPSY SWING 42! – Tribute to Django Reinhardt
In den 40er Jahren wurde Django Reinhardt mit seiner Kreativität, Kraft und Virtuosität zur Symbolfigur des Gypsy-Swing. Der Grazer Manfred Temmel gehört zu den Besten und Schnellsten dieser Disziplin in Österreich und hat sich den Spitznamen “SPEEDIE” längst verdient.
Manfred “SPEEDIE” Temmel – Gitarre
Dominik Simon – Gitarre
Milos Milojevic – Klarinette
Eddie Luis – Kontrabass
Eintritt: € 16.-
Freitag, 2. März, 19h, CCW: 5. POETRY SLAM
5. POETRY SLAM - Poetry Meets Photography
Moderation: Markus Köhle
Dichterwettstreit im CCW – eine Kooperation mit dem BG/BRG Stainach. Eindrucksvoll performen Jungslamer vom BG/BRG Stainach Ergebnisse ihres Workshops bei „Slam-Meister“ Markus Köhle. Das Publikum stellt die Jury. FotografInnen des Kreativzweiges des BG/BRG Stainach präsentieren mit ihrer Diaclipshow „fotografische Kurzfilme“, die musikalisch begleitet werden von David Rataitz.
Eintritt: € 7.-
Donnerstag, 22. Februar, 20h, CCW: VENUS IM PELZ (Theater)
David Ives dunkle Komödie um Erotik, Sehnsucht, Phantasie und Liebe. Steinbauer & Dobrowsky probt die Bühnentauglichkeit des Geschlechterkampfes.
„Über Sadomasochismus brauchen Sie mir jedenfalls nichts erzählen. Ich arbeite schließlich am Theater.“ (Wanda in VENUS IM PELZ von David Ives)
Theaterautor Thomas Novachek hat Sacher-Masochs Novelle VENUS IM PELZ für die Bühne adaptiert und ist auf der Suche nach seiner idealen Wanda. Sein mutiger Ehrgeiz ist kein geringerer als große Gefühle und bedingungslose Hingabe, wie Leopold von Sacher-Masoch sie 1870 in seiner Novelle zu formulieren wagte, auf die Bühne zu bringen. Auf welch gefährliches Terrain er sich damit begibt, muss er erfahren als die Schauspielerin Wanda – „Seh‘n Sie, ich heiße sogar wie sie! Ich bin die ideale Besetzung!“ – zum Vorsprechen auftaucht. Sehr schnell erweist sich, wie gefährlich Worte auf dem Weg vom Papier auf die Bretter werden können … dass Macht, Unterwerfung und Kontrolle stets zweischneidige Schwerter sind … auf der Bühne wie im Leben …
Textfassung, Regie und Spiel: Dorothee Steinbauer & Wolfgang Dobrowsky
Eintritt: € 18.-
Kritiken:
















