Sonntag, 20. Dezember, 18h: ... AUF AMOL !!!

Auf amolJetzt, Leuteln, jetzt loost's amal zua!

Mein Gsangl is wohl a weng alt,

Es is aba dennascht schö gnua.

I moan, daß 's enk allesamm gfallt.

 

 

 

 

Eine Steinbauer & Dobrowsky Weihnachtsproduktion mit Musik nach Ludwig Thomas‘ HEILIGE NACHT

"Es mag mir vielleicht als Rührseligkeit ausgelegt werden, wenn ich gestehe, dass ich die Heilige Nacht beim Lesen so empfinde, als säße ich als Kind wieder in der warmen Stube und sähe all das Göttliche dieser Legende so menschlich und geheimnisvoll, als wär’s etwas, das jedem von uns geschehen könnte." (Oskar Maria Graf)

Frei von falscher Sentimentalität entwarf 1917 der bayerische Dichter Thoma seine Version der Heiligen Nacht nach dem Lukas Evangelium in Versform. Umso bedauerlicher, dass der in seiner Schlichtheit berührende Text in Thomas Heimat seit Jahrzehnten zur „Pflichtvorstellung“ geworden ist. Meist volkstümelnd und gefühlig um Tradition bemüht, entwickeln zahllose Aufführungen mit Harfenklang, Kindersopran und Bühnenprominenz eben das Pathos, das die ursprüngliche Direktheit und den Charme des Textes gänzlich vermissen lassen. Steinbauer & Dobrowsky nehmen sich der Vorlage in ihrer eigenen Unkompliziertheit an und holen sich das Wunder wie weiland der Autor nach Bayern schlicht in die Steiermark. Auf der Suche nach Entschleunigung und unsentimentaler Feierlichkeit in der rasantesten Zeit des Jahres stehen dem Duo neben einem starken Text ein wahrhaft gefühlvoller Musiker zur Seite: Der Bassist Reinhard Ziegerhofer entwickelte die musikalische Dramaturgie zu Ludwig Thomas Heilige Nacht, die bis heute die liebenswürdigste Version vom Beginn der „größten Geschichte aller Zeiten“ ist.

 

Dorothee Steinbauer & Wolfgang Dobrowsky – Konzept, Regie & Darstellung

Reinhard Ziegerhofer – Musikkonzept/Komposition & Spiel

 

 

 


Freitag, 25. September, 20h: DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT

Die letzten Tage der Menschheit (7)KARL KRAUS: DIE LETZTEN TAGE DER MENSCHHEIT mit Steinbauer & Dobrowsky. „Denn über alle Schmach des Krieges geht die der Menschen, die von ihm nichts mehr wissen wollen, indem sie zwar ertragen, dass er ist, aber nicht, dass er war.“ (Karl Kraus, Die letzten Tage der Menschheit)

 

„Wir versuchen Erinnerungen zugänglich zu machen, die nicht nur zu Karl Kraus‘ Zeiten „im blutigem Traum verwahrter Jahre“ vergraben liegen. Sein Marstheater „Die letzten Tage der Menschheit“ übersteigt bis heute unser Fantasie- wie Stehvermögen.“ (Steinbauer & Dobrowsky)

 

Der unvorstellbare Spagat zwischen zwei unbequemen Jubiläumsjahren – zwischen dem Ausbruch des Ersten und dem Ende des Zweiten Weltkrieges – ließ Steinbauer & Dobrowsky 2014 ihre Winterakademie aus der Taufe heben: Neun Jahre nach ihrer ersten Fassung des Mammutwerkes widmen sie sich nochmals dem großen Botschafter wider das Vergessen. Um angesichts der Unvorstellbarkeiten Augen und Ohren doch offenhalten zu können, sind ihnen Betroffenheit wie Spiellust wesentliche Motivation. Tatsächlich scheint ja zu allen Zeiten Grausamkeit, Gehorsam, Duldsamkeit und Ablenkung auf das  absurdeste miteinander verknüpft. So wissen sie nicht nur von jener Zeit das ein und andere Lied zu singen und wollen auch durch musikalische Zitate einen Beitrag zur wachen Erinnerungen in beiderlei Zeitrichtungen leisten.

 

„Man ist nie traurig genug, die Welt besser zu machen – man hat zu bald wieder Hunger.“ (Elias Canetti)

 

„Ihr Beitrag zur „wachen Erinnerung“ an die zwei großen Schlachtzüge macht auch das Publikum frösteln“ (Elisabeth Willgruber-Spitz, Kleine Zeitung)

 

Fassung, Spiel und Regie: Dorothee Steinbauer & Wolfgang Dobrowsky

 

www.steinbauer-dobrowsky.info

 

 

 


Dienstag, 19. Mai, 20h: NESTROYS FRÜHERE VERHÄLTNISSE

Nestroy (3) verkleinertNESTROYS FRÜHERE VERHÄLTNISSE – Ein Alleingang mit Musik

 

Eine Steinbauer & Dobrowsky Theaterproduktion

 

Wolfgang Dobrowsky gibt einen Maniak der Bretter, der im Alleingang – sich selbst alles abverlangend – s e i n e n Nestroy entwirft. Einzig Reinhard Ziegerhofer darf im Kreativlabor des Meisters Augenzeuge dieser Tour de force sein. Begleiter einer Erstbesteigung ohne Sauerstoff, aber dafür mit akustischem und elektronischem Bass zur Stelle, wenn die Luft dünn wird.

 

Wolfgang Dobrowsky – Konzept/Textfassung/Spiel

Dorothee Steinbauer – Regie

Reinhard Ziegerhofer – Musikdramaturgie/Komposition/Bässe

 

www.steinbauer-dobrowsky.info

 

 

 

 


Donnerstag, 19. März, 20h, CCW: GINA UND FIDEL

Gina & Fidel (3)GINA UND FIDEL (von Zsolt Pozsgai)

 

Gina und Fidel, zwei Ikonen der Weltgeschichte, sind sich 1976 tatsächlich in Havanna begegnet. Gina Lollobrigida bat Fidel Castro zum offiziellen Interview. Aber was passierte vor und nach den offiziellen Gesprächen wirklich – freuen Sie sich auf eine Begegnung zweier Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können – und sich trotzdem voneinander angezogen fühlen. Kubanische Atmosphäre, italienischer Charme und politische Haltungen prallen an diesem Abend aufeinander – pointiert und berührend. Gina und Fidel – schnuppern Sie Geschichte! Nach der Erfolgsproduktion „Lieselotte und der Mai“ hat der ungarische Autor Zsolt Pozsgai – einer der erfolgreichsten Dramatiker seines Landes – dem Theaterduo ein zweites Stück auf den Leib geschrieben!

 

„Fesselnd, unterhaltsam, informativ, einfach spitze.“ (Eli Spitz, Kleine Zeitung)

 

Es spielen: Rosie Belic und Nikolaus Lechthaler, LeBe-Theater, Graz

 

www.le-be.at

 

 


Fr, 21. November, 20h, CCW: DER ARTMANN IST EIN FESCHER FAUN (Theater)

Artmann (2)bSTEINBAUER & DOBROWSKY

 

DER ARTMANN IST EIN FESCHER FAUN

Eine Steinbauer & Dobrowsky Hommage an den Österreichischen Poeten H. C. Artmann

 

Seine Heimat war Österreich, sein Vaterland Europa, sein Wohnort Malmö, seine Hautfarbe weiß, seine Augen blau, sein Mut verschieden, seine Räusche richtig ... Er hat mi vida geflüstert, Grimassen geschnitten, Ciao gestammelt, ist fortgegangen, hat a gesagt, b gemacht, c gedacht, ist d geworden. Alles, was man sich vornimmt, wird anders als man sich´s erhofft.

 

Steinbauer & Dobrowsky köchelt auf der Basis von szenischen Schriften und Gedichten des Großmeisters der Sprachvielfalt einen literarisch-kulinarischen Abend mit Grusel zwischen Kannibalismus, Vampirismus und alltagstauglicher Phantasie. Mit viel Humor und Poesie machen die beiden  Sprachgewalt und Sensibilität des bis heute unfassbar vielfältigen Fauns und urösterreichischen Kosmopoliten sinnlich erfahrbar. Verspielte Urkraft, anarchische Spiellust und (kultur-)politische Verzweiflungen inbegriffen!

 

www.steinbauer-dobrowsky.info

 

 


DO, 15. Mai 2014, 20 Uhr, CCW: DER VORNAME

Der Vorname (1)Eine Komödie von Mathieu Delaporte und Alexandre de la Patelliére.

 

Eine Steinbauer & Dobrowsky und Lechthaler & Belic Produktion. Zwei erprobte Bühnenpartnerschaften formieren sich zum interfamiliären, verbalen Schlagabtausch.

 

Man kann ja über alles reden. Bei gutem Wein und internationaler, postkolonialer Küche in gediegenem Ambiente unter guten Freunden und Verwandten sollte es eigentlich kein Thema geben, dem man sich nicht mit der gebührenden intellektuellen Distanz nähern kann. Als Vincent, erfolgreicher Immobilienmakler, an diesem Abend zu Gast bei seiner Schwester Elisabeth und ihrem Mann Pierre – sie Französischlehrerin, er Literaturprofessor – behauptet, seinem Sohn den Vornamen Adolphe geben zu wollen, ist das allerdings ein erster Härtetest für die Regeln zivilisierter Konversation. Die Grenzen dessen, was als tolerierbar gilt, sind denn doch ein wenig enger gesteckt, als das bürgerliche Selbstverständnis das im Alltag wahrhaben will. Zur endgültigen Eskalation kommt es allerdings erst, als sich herausstellt, dass nicht nur in der Weltgeschichte, sondern auch in der jüngsten Familiengeschichte Sprengstoff lagert.

 

Die erfolgreich verfilmte Komödie "Der Vorname" ist ein Salonstück in bester französischer Tradition, eine Sitzkissenschlacht der überwunden geglaubten Beschränkungen und Beschränktheiten, eine hochkomische Bankrotterklärung der selbstgewissen Liberalität.

 

Es spielen: Rosie Belic, Dorothee Steinbauer, Nikolaus Lechthaler, Ferdinand Pregartner und Wolfgang Dobrowsky

 

 


Freitag, 21. Juni 2013, 20 Uhr, CCW: MIR PRESSIERT'S ... (Theater)

STEINBAUER & DOBROWSKY: MIR PRESSIERT`S ...

 

... aber soviel Zeit muss sein! Koarl & Liesl kehren zurück an die Theke und philosophieren über alles, was zwischen dem ein & anderen Glaserl Platz hat: Gott & die Welt, Krieg & Frieden, Hausmeister & Fahrräder, Mäuse & Menschen. Haarsträubend & oft genug überraschend schlüssig, der bajuwarisch-steirischen Annäherung zweiter Teil!

 

 

 


Freitag, 23. November, 20h, CCW: LEONCE & LENA

Georg Büchners LEONCE & LENA

 

Eine Steinbauer & Dobrowsky Theaterproduktion

 

„… doch das Paradies ist verriegelt und der Cherub steht hinter uns; wir müssen die Reise um die Welt machen und sehen, ob es vielleicht hinten irgendwo wieder offen ist …“ (Heinrich von Kleist

 

Ein sonderbares Ding um die Liebe ... Um einer Zwangsheirat zu entgehen, flüchten Prinz Leonce von Popo und Prinzessin Lena von Pipi unerkannt einander direkt in die Arme. Romantik versus Staatsraison. Das Resultat: Happy End oder Betrug? Lustspiel oder Farce? Parodie oder Romanze? Zeitvertreib oder bitterer Ernst? Steinbauer & Dobrowsky laborieren an Idealen zwischen Liebe & Anarchie. „Ein Klassiker reif für die Gegenwart“ urteilte Elisabeth Willgruber-Spitz in der Kleinen Zeitung über die rasante Version der beiden Bühnenkünstler.

 

Konzept, Regie & Spiel: Dorothee Steinbauer & Wolfgang Dobrowsky

 

www.steinbauer-dobrowsky.info

 

Für das Grazer Theaterduo Steinbauer & Dobrowsky ist der im Alter von nur 23 Jahren viel zu früh verstorbene Büchner der genialste unter den deutschen Klassikanern: Poetisch, unterhaltend, kritisch ohne jemals kitschig, anbiedernd oder schulmeisterlich zu sein begeistert er bis heute Generationen von Theater- und Literaturfans.


Theater | EREIGNISSE AUF EINER HOTELTERRASSE | Donnerstag, 21. Juni 2012 | 20 Uhr | CCW

STEINBAUER & DOBROWSKY: EREIGNISSE AUF EINER HOTELTERRASSE

(TEIL III des Zyklus Raucher – Nichtraucher/Intimate Exchanges)

Melodramatische Komödie von Alan Ayckbourn

 

 

Der englische Theatermeister macht das möglich, was das Leben verweigert: Zu tun als sei nichts geschehen, als könnten wir die Zeit zurückdrehen. Sie melden sich zurück, die Menschlein des englischen Dorfes Buscel! Steinbauer & Dobrowsky wagen sich in die 3. Runde der emotionalen Achterbahn menschlicher Ein-, Zwei- und Mehrsamkeiten, soll heißen Celia & Toby Teasdale wagen einen Versuch, ihre Ehe via zweisamen Urlaubs zu retten. Kann das gelingen, zumal der verliebte Gärtner Lionel in der zweiten Reihe auf seine Chance wartet. Und was erwartet die Protagonisten und Zuschauer (!) nach weiteren 5 Jahren? Ayckbourns intelligenter Frontalangriff auf das Monster Serienmontag, Suchtgefahr – für die zwei Darsteller, wie ihr Publikum – freilich inbegriffen! Und keine Angst: Auch Späteinsteiger kommen auf ihre Kosten, hat doch Ayckbourn acht unabhängig voneinander funktionierende Varianten kreiert, die vergnüglich bis sarkastisch zwischen Woody Allen und Strindberg spazieren.

 

www.steinbauer-dobrowsky.info

 

Eintritt: € 14.- Erwachsene, € 10.- Schüler, Lehrlinge, Studenten

für ccw.mitglieder ganze 2 € weniger!!!


Theater | VERFAHREN | Samstag, 21. April 2012 | 20 Uhr | CCW

Theater Trittbrettl: VERFAHREN

PRÄAMBEL: Allem voran stehen die Liebe zu dieser Welt sowie die Achtung und der Respekt vor ihren Geschöpfen, ebenso vor der unbelebten Materie, aus der sie besteht, und vor der Geduld, die die Natur – oft gezwungenermaßen – aufbringt, um die Willkür menschlichen Tuns (auf ihrem Rücken) zu ertragen.

 

DAS STÜCK: Ein Affentheater zwischen bitterböser Satire und alltäglicher Lächerlichkeit, in dem die Primaten dann aber ihre Masken fallen lassen und beginnen, die – nicht nur sich selbst bedrohende – Menschheit anzuklagen. Daraus entwickelt sich ein skurriles, absurdes Gerichtsverfahren, in dem Verführungen, Verhalten und sich daraus ergebende Konsequenzen sowohl szenisch wie auch als Fakten vorgeführt werden. Das Publikum ist dazu verdammt, im Prozess gegen sich selbst die Rolle der Geschworenen zu übernehmen …

 

Bühnenbild, Puppenbau: Jakob Brossmann, Peter Cigan

Spiel: Heini Brossmann, Peter Marnul

Musik: Peter Marnul

Regie: Jakob Brossmann

 

 

www.trittbrettl.at

 

 

Eintritt: € 14.- Erwachsene, € 10.- Schüler, Lehrlinge, Studenten
für ccw.mitglieder ganze 2 € weniger!!!