Dienstag, 9. Mai, 19h, CCW: PULS (Theater)

Foto: Johannes GellnerPULS (von Sharon Creech) Tanz Theater Produktion (ab 10 Jahre)

 

Annie und Max laufen miteinander. Im gleichen Rhythmus und barfuß. Wenn sie sich verausgaben und ihr Blut durch die Adern pulsiert, dann ist alles gut. Doch Max will in die Großstadt, wo sogar er, ein Kleinstadtjunge ohne Vater (so bezeichnet er sich selbst), etwas werden kann. Von nun an will Max nur noch gewinnen und zwischen den beiden läuft es nicht mehr rund. Annies Großvater laufen die Wörter, die Erinnerung und die Zeit davon und Annie denkt, während sie 100 Bilder von einem Apfel malt, darüber nach, welches Team im Leben wirklich zählt.

 

DIE HEIDI – das interaktive (Theater)Ereignis verbindet in dieser Aufführung zeitgenössischen und urbanen Tanz mit Live Musik und dem poetischen Text der Autorin Sharon Creech. Für all jene, die etwas hinterherlaufen, nachjagen, vor etwas davonlaufen, oder schon ihren Ruhepuls gefunden haben.

 

Tanz: Lina Hufnagl, Moritz Lembert

Choreografie: Steffi Jöris

Komposition und Live-Musik: Patrick Dunst

Erzählerin: Dorit Ehlers

Ausstattung: Markus Boxler

Technik: Gerhard Michl

Dramaturgie und Textfassung: Christian Mayer und Verena Kiegerl

Konzept und Regie: Verena Kiegerl

 

Eintritt: € 10.-

 

Foto (c) Johannes Gellner

 


Mittwoch, 15. März, 16h, CCW: DER STANDHAFTE ZINNSOLDAT (Puppentheater)

Der standhafte Zinnsoldat (5)DER STANDHAFTE ZINNSOLDAT

 

Puppentheater der berühmten Argentinischen COMPANIA OMAR ALVARES TITERES

 

Ab 4 Jahren, in deutscher Sprache

 

Sprecher: Heini Brossmann vom Theater Trittbrettl

 

Der standhafte Zinnsoldat ist keine herkömmliche Geschichte. Es ist eine Parabel über das Leben in der infantilen und offenen Welt der Spielzeuge. Deshalb hat der Protagonist – ein kleiner Soldat mit einem einzigen Bein – nicht nur das Temperament, das ein Soldat haben muss, er hat auch ein zartes und romantisches Herz, das ihm den Mut verleiht, sich seinem Schicksal zu stellen. Als guter Soldat beschwert er sich nie über sein Unglück und er trotzt den Gefahren mit der Stärke eines Ritters. Die platonische Liebe zu der zerbrechlichen und zarten Tänzerin, unterstützt seinen Wunsch, zu seiner Liebe zurückzukehren.

 

Diese Version für das Puppentheater integriert das wunderbare und einzigartige Universum der Textvorlage, um den Zuschauer in die einmalige Welt, die der Autor Hans Christian Andersen schuf, einzuführen. Die Techniken der Manipulation der Puppen sind vielfältig und ändern sich wegen der dramatischen Notwendigkeit in jeder Szene. Die Dekoration, die Puppen und die Kleidung der Charaktere nehmen uns mit an den Anfang des 19. Jahrhunderts – in jene Zeit, in der auch der Autor lebte. Und durch die Magie der Puppen ist es, als ob wir Hans Christian Andersen selbst beim Erzählen dieser außergewöhnlichen Geschichte zusehen und zuhören würden.

 

Eintritt: € 8.-

 

 

 


Dienstag, 15. November, 19h, CCW: STERNENSTAUB

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Ein Theaterstück der SPIELWIESE ENNSTAL

 

AstronautInnen, die aus dem All zurückkehren, berichten von den einmaligen Gefühlen, die der Blick auf die Erde von außen in ihnen ausgelöst hat. Welche Empfindungen löst dieses Bild in Kindern und Jugendlichen aus, die sich auf einer Raumkapsel befinden - auf der Suche nach einer neuen Heimat? Den blauen Planeten hinter sich lassend und eine ungewisse Zukunft vor sich, tauchen Fragen auf: Wo finden wir einen bewohnbaren Planeten? Wer hat an Bord das Sagen? Und wer übernimmt den Außenputzdienst des Sichtfensters? Eine 13-köpfige Crew begibt sich auf eine interstellare Reise und dringt womöglich in Galaxien vor, die nie ein Mensch vor ihr gesehen hat.

 

Termine:
13.11. 18:00 | Premiere
15.11.
19:00
16.11.
10:00 & 11:50
17.11. 8:50 & 11:30


Es spielen: Alina Berner, Sophia Danklmaier, Lorenz Eder, Marina Francesca Fuchs, Kathi Heizl, Hannes Hubner, Gabi Jandl, Nico Lang, Anja Lasser, Lena Maria Linder, Helena Ringdorfer, Juliane Seggl, Sarah Stocker

Regie: Verena Kiegerl
Dramaturgie:
Nadja Pirringer
Bühne & Ausstattung:
Ingrid Angerer
Technik:
Mario Strimitzer
Produktionsleitung:
Anna-Katerina Frizberg

Spielort: CCW Stainach, Bahnhofstraße 110, A-8950 Stainach
Eintritt:
Freiwillige Spende
Ticketreservierung & Kontakt:
Nadja Pirringer, 0664/43 33 586, info@spielwiese-steiermark.at

facebook.com/spielwiesesteiermark

 

 

 


MO 13., MI 15., FR 17., jeweils 20h, CCW: GELD ODER LIEBE

Commedia dell' Arte (3)GELD ODER LIEBE – eine Commedia dell´arte des KuK-Zweiges des BG/BRG Stainach. Vier leidenschaftlich Liebende, ein alter wohlhabender Geizkragen, ein großspuriger Investmentbanker und sein dubioses, „stinkendes“ Geschäftsmodell – mehr braucht es nicht für die spannende, kuriose und lustige Commedia dell´arte mit dem Titel „Geld oder Liebe“, welche die SchülerInnen des KuK-Zweiges unsere Schule zur Aufführung bringen.

 

Bei der Commedia dell´arte handelt es sich um eine traditionelle, aus Italien stammende Theaterform. Masken, Kostüme und Bewegungsabläufe sind ein wichtiger Bestandteil dieses Genres, genauso wie die archetypischen Figuren, denen jeweils ganz bestimmte Charaktereigenschaften und Verhaltensweisen zuzuordnen sind. Eine Commedia lässt sich demnach mit modernen Sitcoms vergleichen, in welchen die den Zuschauern wohl vertrauten Protagonisten in immer neuen Handlungszusammenhängen agieren.

 

Ähnlich verhält es sich in dem von den KuK-SchülerInnen selbst verfassten Stück „Geld oder Liebe“. Die in Italien spielende Handlung zeigt Smeraldina und Filomeno, ein junges, frisch verliebtes Pärchen, die auf ihrem Weg zum Traualtar vom Pech verfolgt zu sein scheinen. Smeraldinas Vater, der geizige Pantalone, lässt sich dieses Mal nämlich nicht so leicht um den Finger wickeln wie sonst und möchte seine Tochter lieber mit dem dynamischen Geschäftsmann Capitano verheiraten. Dieser handelt mit Fledermausexkrementen und arbeitet auch ansonsten mit ziemlich dreckigen Geschäftspraktiken. Filomeno muss sich mithilfe seiner Freunde Arlecchino und Colombina dem Kampf stellen, um Smeraldinas Vater von sich zu überzeugen …

 

„Geld oder Liebe“ feiert Premiere am 13. Juni im CCW Stainach. Die KuK-SchülerInnen freuen sich auf Ihren Besuch! Weitere Termine: 15.6. & 17.6. jeweils um 20 Uhr.

 

 


Donnerstag, 23. Juni, 20h, CCW: NACH DER LIEBELEI (Theater)

Liebelei (3)NACH DER LIEBELEI (von Rolf Schneider) - Eine Steinbauer & Dobrowsky Theaterproduktion - Das CCW als Treffpunkt für zwei alte Bekannte: Arthur Schnitzler und Adele Sandrock. LIEBELEI verschaffte Schnitzler über Nacht neben seinem Durchbruch auch eine stadtbekannt stürmische Liaison mit der Sandrock, die in der Hauptrolle brillierte. Für Steinbauer & Dobrowksy ist das Stück ein „Flirt“ mit der Theatervergangenheit und ihrem ersten durchaus auch erfolgreichen Theaterauftritt von vor 28 (!) Jahren,  mit REIGEN – ebenfalls aus der Feder Schnitzlers. Ein kokettes Zusammenspiel der Zufälle und ein theatralisches Vergnügen auf beiden Seiten der Rampe!

 

Der Schriftsteller Arthur Schnitzler und die Deutsche Schauspielerin unterhielten in Wien  eine stürmische Beziehung, die keine zwei Jahre hielt. Später sahen sie sich noch manchmal und wechselten auch Briefe. Zuletzt begegneten sie sich 1929. Der Dichter saß im Parkett des Berliner Theaters Unter den Linden, Adele Sandrock war dort engagiert. Man hatte ihr die Anwesenheit des berühmten Besuchers vermeldet. Sie späte durch das Guckloch im Vorhang, sah ihn und stöhnte: „Oh Gott, ist der alt geworden!“. Das Stück lässt diesem Wiedersehen auf Entfernung ein Treffen auf engem Raum folgen: Zwei nicht mehr ganz junge Menschen erinnern sich ihrer einstigen erotischen Leidenschaft, was zugleich komisch und rührend ist. Sie streiten sich wie einst. Sie versöhnen sich wie einst. Sie reden über Kunst und Leben, über Arbeit und Spiel, über Liebe und Tod. Am Ende ist es Schnitzler, der die Zeche zahlen muss, nicht nur im wörtlichen Sinn … Dieses Treffen ist eine Erfindung. Ist es eine Erfindung? Wenn es sich ereignet hat, ist es vermutlich genauso abgelaufen wie im Stück?!“ (Der Autor Rolf Schneider über „Nach der Liebelei“)

 

Mit Dorothee Steinbauer als Adele Sandrock und Wolfgang Dobrowsky als Arthur Schnitzler

 

www.steinbauer-dobrowsky.info

 

 

 


Freitag, 20. Mai, 10h, CCW, Schulvorstellung: BUNNY

Bunny - Henriette Blumenau (c) Lupi-Spuma (2)Das Schauspielhaus Graz zu Gast im CCW: BUNNY (von Jack Thorne) Katie ist gut in der Schule, hat die Aufnahmeprüfung für die Uni bestanden, spielt Klarinette im Schulorchester und ist die brave Tochter einer Mittelschichtfamilie. Scheinbar. Denn Katie hängt auch mit komischen Typen rum und ist sexuell ziemlich aktiv. Eines Tages schlägt ein Junge aus Versehen ihrem Freund ein Eis aus der Hand. Und plötzlich sitzt Katie mit drei jungen Männern in einem Auto und verfolgt den pakistanischen Jungen bis in das Wohnzimmer seiner Familie. Und muss sich dort entscheiden, auf welcher Seite sie künftig stehen will … Wie Katie im Laufe des Stückes unbewusst über ihre Handlungsoptionen in Gegenwart und Zukunft nachzudenken beginnt, ist spektakulär und bewegend – nicht nur für Alters- und Geschlechtsgenossinnen der Heldin.

 

„Wie man das Thema Jugend zeitgemäß auf die Bühne bringt, das demonstriert Jack Thorne in ‚Bunny‘ einem virtuos gemachten Porträt einer Schülerin. Der niemals moralinsaure Monolog für eine Schauspielerin wirft leise und diskret die Frage der Verantwortung auf. Das ist auch für Erwachsene nicht unspannend, auch weil von Henriette Blumenau ausgezeichnet gespielt. […] Die extrem schwere Aufgabe, eine Jugendliche zu spielen, meistert Henriette Blumenau in Jan Stephan Schmiedings unaufgeregter, gekonnter Regie. […] Ohne Manierismen gelingt es ihr in einem virtuosen Alleingang, die Geschichte vielstimmig und packend auf die Bühne zu bringen.“ (Martin Gasser, Kronen Zeitung, 9. November 2015)

 

Es spielt: Henriette Blumenau (Bild)

Regie: Jan Stephan Schmieding

Dramaturgie: Karla Mäder

Bühne: Elisa Alessi

Kostüme: Senta Amacker

 

 

 


Mittwoch, 23. März, 20h, CCW: GIFT

Gift (3)GIFT (von Lot Vekemans)

 

Steinbauer & Dobrowsky spielen das preisgekrönte Theaterstück der holländischen Autorin LOT VEKEMANS.

 

Was verbindet zwei Menschen nach einer gemeinsamen Vergangenheit, einem gemeinsamen Verlust? Die Grabverlegung des vor 16 Jahren verunglückten Sohnes lässt „Sie“ und „Ihn“ nach langem Schweigen wieder aufeinander treffen. Er ist damals weggegangen und hat versucht, ein neues Leben anzufangen, sie ist geblieben, um einfach weiterzumachen. Lot Vekemans hat einen wunderschön schlichten wie authentischen Dialog für zwei Menschen geschrieben, die erst ein Kind, dann sich selbst und schließlich einander verloren haben. Ein Abend über die Liebe, deren Verlust, Tod, Schuld, Vergebung und doch Dank eines leichten, transparenten Dialogs voll leisen Humors der Wiedererkennung. Ein mutiges Stück um ein Paar zwischen Annäherung und Verweigerung, Vorwurf und Verständnis, Trauer und Trost, Härte und Zärtlichkeit, die ahnen lässt, was bleiben darf, wenn alles vergangen scheint. Das Ende verspricht eine große Portion Mut und Hoffnung. Um das Stück zu zitieren: It must be so! Ein schöner Start ins Neue Jahr, finden wir!

 

Konzept/Regie/Spiel: Dorothee Steinbauer & Wolfgang Dobrowsky

 

www.steinbauer-dobrowsky.info

 

LOT VEKEMANS über ihr Stück:

Das Interessante am Schreiben für‘s Theater ist für mich, dass man nur den Dialog als Instrument zur Verfügung hat. Man kann nur mit dem gesprochenen Wort arbeiten. Aber das Schöne an gesprochener Sprache ist, dass sie sowohl zeigt, was man sagen möchte, als auch, was man nicht sagen möchte. Wörter sind demzufolge auch ein Tor zu dem, was ungesagt bleibt. Ich glaube, dass das beim Schreiben fürs Theater immer zutrifft, aber insbesondere bei diesem Stück, da es in beiden Figuren so viel emotionalen Schmerz gibt, der die Türe zur Kommunikation verschlossen hat. Sie nach Jahren der Trennung wieder zusammen zu bringen, öffnet diese Türe nicht automatisch wieder. Im Gegenteil, sie versuchen zu verhindern über das zu sprechen, was passiert ist, sie versuchen die offensichtlichen Fragen zu vermeiden. Vor allem im ersten Teil ist jeder Satz vorsichtig, wenn die Frau versucht Fassung zu bewahren, und der Mann sein Bestes gibt, um die Frau nicht zu verletzen. Natürlich können sie das nicht aufrechterhalten. Ich glaube, was ich versucht habe, ist, zu zeigen, wie wir Sprache verwenden, um uns zu verteidigen, weil wir uns unsicher fühlen, wen wir uns durch unseren tiefsten emotionalen Schmerz wühlen. Auf der anderen Seite ist sie auch der Zugang zu Bewusstsein und Verbindung. Wir öffnen uns manchmal, weil jemand etwas tiefgreifendes zu uns sagt. Beide Charakteristika des gesprochenen Wortes sind in dem Stück, obwohl ich sagen muss, dass ich mir dessen nie bewusst war, als ich anfing, das Stück zu schreiben. Es ist also nichts, das ich absichtlich getan habe – es ist mehr oder weniger so passiert.

 

 

 


Freitag, 22. April, 9h & 11h: THE FAME GAME (Vienna English Theatre)

The Fame Game (3)THE FAME GAME (by Philip Dart) ist ein leicht verständliches Stück mit live gesungenen Popsongs über die glitzernde Scheinwelt der Casting Shows und deren Einfluss auf junge Menschen. Die beiden Hauptfiguren erzählen aus unterschiedlichen Blickwinkeln, wie sie von Jury und Presse manipuliert wurden und von ihrer unsanften, aber heilsamen Rückkehr zur Realität. THE FAME GAME wurde bereits 2009/10 mit großem Erfolg aufgeführt.

 

Chloe und Davy, beide 16 Jahre alt, sind seit kurzem ein Paar. Davy träumt davon Popstar zu werden. Als in ihrem Ort ein Vorsingen für eine Casting Show stattfindet, bittet Davy Chloe ihn zur Unterstützung zu begleiten. Beim Casting finden sie sich inmitten hunderter Bewerber wieder. Chloe lässt sich überreden mit Davy im Duett zu singen, da er so mehr Chancen hat aufzufallen. Das Vorsingen verläuft gut, doch die Jury legt ihnen nahe, sich eine interessantere Background-Geschichte einfallen zu lassen. Chloe soll behaupten früher an Magersucht gelitten zu haben und Davy soll eine gerade überwundene Depression wegen der Scheidung seiner Eltern vortäuschen. Dank dieser melodramatischen und medientauglichen Lügengeschichten, die vor allem Chloe zu schaffen machen, werden sie schließlich fürs Bootcamp ausgewählt. In der Folge studieren sie Choreografien und Songs für die nächste Auswahl ein, bei der entschieden werden soll, wer in die Show kommt. Am Entscheidungstag eröffnet man Chloe, dass Davy für ungeeignet gehalten wird und sie zwischen der Show und ihrem Freund wählen muss. Mittlerweile hat sie der blinde Ehrgeiz gepackt und sie lässt sich überzeugen alleine weiterzumachen. Davy reagiert, wie erwartet, schwer verbittert. Chloes Veränderung in dieser manipulativen Umgebung wird immer sichtbarer. Voller Verbissenheit kämpft sie nun um den Sieg und ist bereit, alles dafür zu tun. Mit Erfolg, denn noch ist sie der absolute Publikumsliebling. Doch dann schlägt Davy zurück. Er verkauft ihre wahre Geschichte an ein Klatschblatt und stellt sie als skrupellose Lügnerin dar. Die Presse fällt nun über sie her und kurz darauf wird sie abgewählt. Nach ihrer unsanften „Rückkehr zur Erde“ kommt es zwischen ihr und Davy zu einer Aussprache, bei der sich beide unangenehme Wahrheiten anhören müssen, sich jedoch schlussendlich versöhnen.

 

 

 


Montag, 7. März, 9h & 11h: VIRGINS (Vienna English Theatre)

Virgins (1)In VIRGINS (by John Retallack) werden brisante Teenagerproblematiken, verpackt in pointierten Dialogen, auf die Bühne gebracht. Zeitgemäß und ungeschminkt erleben die SchülerInnen den konfliktreichen Alltag einer englischen „Durchschnittsfamilie“, ohne dass dabei plakative Standpunkte oder eindeutige Lösungen propagiert würden. VIRGINS wurde 2008/09 zum Publikumshit der Saison.

 

Nick und Suzy leben mit ihrem 17jährigen Sohn Jack und ihrer 15jährigen Tochter Zoe in einem netten Häuschen in Südengland. Die Beziehungen innerhalb der Familie gestalten sich jedoch alles andere als harmonisch. Nick und Suzy haben seit längerer Zeit Eheprobleme, weil Suzy zuviel arbeitet und daheim kaum noch ansprechbar ist. Jack reizt seine Grenzen bis zur Selbstgefährdung aus und gerät darum immer häufiger in Konflikt mit seinem Vater. Zoe versucht als einzige im zunehmenden Gefühlschaos rational zu bleiben, bräuchte jedoch gerade in ihrem Alter mehr Zuwendung und Vertrauen von ihren Eltern, die nur mit Einschränkungen und Verhören reagieren.

 

Das Stück beginnt an einem Sonntag, als sich Jack frühmorgens, ohne genaue Erinnerungen an die vorangegangene durchfeierte Nacht, im Garten des elterlichen Hauses wiederfindet. Alles woran er sich noch in seinem verkaterten Zustand erinnern kann, ist, dass er auf der Party Sex mit Sadie Bennett hatte. Zum Glück kann er in seinem Zimmer verschwinden, ohne von den Eltern bemerkt zu werden. Zoe ihrerseits hat sich auf derselben Party, die sie jedoch lange vor Jack verließ, in einen ruhigen Jungen verliebt, dessen Art sich völlig von der ihres Bruders und seiner Clique unterscheidet. Eine Woche später entdeckt Jack, dass er sich eine Geschlechtskrankheit eingefangen hat. Sein bester Freund Ben erzählt ihm daraufhin am Telefon, er sei in dieser Nacht auch noch mit einem anderen Mädchen verschwunden, woran Jack jedoch keinerlei Erinnerung hat. In seiner Verzweiflung vertraut er sich seiner Schwester an. Zoe kommt bald zu dem Schluss, dass sie ihrem Vater von Jacks Problem erzählen muss. Die darauf folgende Konfrontation lässt die bereits zum Zerreißen gespannte Familiensituation eskalieren. Vater und Sohn geraten aufs Schlimmste aneinander und Suzy kommt gerade hinzu, als die beiden handgreiflich werden. Ihre entspannteren Ansichten zu Jacks Verhalten führen zu einem Streit zwischen den Eltern. Nick fühlt sich erzieherisch in einer Sackgasse und von Suzy allein gelassen. Bald führt eins zum anderen und Suzy packt ihren Koffer. Auch Jack will nicht mehr mit seinem Vater unter einem Dach schlafen und beschließt, die Nacht im angrenzenden Wald zu verbringen. Wiederum ist es Zoe, die ihre Mutter dazu bringt, nach Jack zu suchen. Als sie ihn schließlich findet, können die beiden ein klärendes Gespräch außerhalb der festgefahrenen Strukturen führen. Jack sieht ein, dass er die beiden Mädchen über seine Erkrankung und die Ansteckungsgefahr informieren muss. Schließlich kehren beide heim. Die Zerwürfnisse, die so endgültig schienen, lösen sich bald in der Erkenntnis auf, dass man sich gegenseitig braucht und immer noch miteinander leben will.

 

 

 


Donnerstag, 4. Februar, 10h: ALLEIDIHEI (Schultheater)

Alleidihei_12 bALLEIDIHEI (ab 6 Jahren)

 

THEATER SGARAMUSCH / Schweiz

 

Tschüss Mama, tschüss Papa, macht’s auch gut.

Was? Jaa, der Zettel ist hier.

Tschüüss.

Was? Ja, mach ich.

Tschüüüss.

 

Nein, Ehrenwort, die tun ja, wie wenn ich zum ersten Mal allein daheim wär! Gut, ich bin ja auch zum ersten Mal allein daheim. Sophie, meine Freundin, die dürfte das nie! Die darf nicht einmal allein zur Schule gehen, sei zu gefährlich, sie könnte von einem Balkon erschlagen werden. Apropos, was ist das, es ist rot und steht auf dem Balkon? Eine Pflanze, die vergessen hat, Sonnencreme einzuschmieren! Ich soll die Tür nicht aufmachen, die Fenster zu lassen und lüften vor dem Schlafen. Gestern war meine Mutter eine Giraffe. Im Traum. Gut, meine Mutter ist ja auch fast so gross wie eine Giraffe. Mit acht Jahren haben die Kinder noch ein Reptilienhirn. Jetzt bin ich fünf Stunden allein und kann machen was ich will. Was ich will! Hat’s jetzt geklingelt? Soll ich aufmachen?

 

Dauer: 50 Minuten

 

Regie: Carol Blanc

Spiel: Nora Vonder Mühll

Dramaturgische Beratung: Urs Bräm

Oeil extérieur/Technik: Stefan Colombo

Musik: Simon Hari

Ausstattung: Renate Wünsch

Flyer: Remo Keller

Produktionsleitung: Cornelia Wolf

 

Koproduktion mit dem Schlachthaus Theater Bern