Mittwoch, 13. April, 19.30: Der Mann mit der Kamera (Stummfilm mit Klavierbegleitung)

FilmSpecial    Der Mann mit der Kamera: Stummfilm/Dokumentarfilm

UdSSR 1929, 68 Minuten, Regie: Dziga Vertov       Dziga Vertovs Versuch, seine Theorien zu illustrieren und die Überlegenheit des Dokuments über die Inszenierung zu beweisen: Eine rasante
Montage von Szenen aus den verschiedensten Bereichen des Stadtlebens an einem einzelnen Tag, vom Morgen bis zum Abend.

Hauptakteur ist die Kamera mit ihren technischen Möglichkeiten, wobei der Zuschauer laufend über den Entstehungsprozess des Films orientiert wird. Dank der formalen Virtuosität und der rhythmischen Gliederung ist der letzte Stummfilm des russischen Regisseurs noch heute ein faszinierendes Dokument und zugleich eine Reflexion über die Verhältnisse zwischen wahrgenommener und gefilmter Wirklichkeit.

Der Film wird am Klavier live vom international renommierten Stummfilm-Pianisten Gerhard Gruber begleitet und dadurch zu einem – wie früher – einmaligen und unwiederholbaren Kunstereignis.

»Stummfilmmusik im Sinne Grubers ist … stets ein partnerschaftlicher Vorschlag; in einer Partnerschaft, die garantiert nie langweilig wird. Eine ›offene Beziehung« samt innigem Vertrauensverhältnis.     Alexander Horwath, Direktor Österreichisches Filmmuseum

Eintritt: 12 Euro


Freitag, 8. April, 19.30 h: Á Paris - Astor et Yves (Chanson)

„Was wäre gewesen, wenn…?“…

Im Leben eine Spekulation, die die Phantasie sehnsüchtig in die Vergangenheit entführt und kaum Erfüllungen verspricht. Nicht so im Zauberraum Bühne und Dank der Musik, der wunderbaren Brückenbauerin über den Fluss der Sprachen, Zeiten und Welten… Wenn Rebecca Anouche mit ihren Musikern die Jubilare Astor Piazzolla und Yves Montand anlässlich deren 100sten Geburtstag zum Rendezvous ins Paris der Vergangenheit lädt, verbinden sich zwei so eigenständige wie einzigartige Musikerseelen. Für den in Italien als Ivo Livi geborenen Chansonnier, Schauspieler und Tänzer Yves Montand wird bereits das Paris der vierziger Jahre zur Muse, die ihn zum unwiderstehlichen Stil seiner One-Man-Shows à la francaise verführt. 1954 treibt der leidenschaftliche Wunsch, klassische Komposition zu studieren, Astor Piazzolla in die Stadt der Liebe. Dank seiner Professorin Nadia Boulanger sollte er dort seine „wahre“ Musik entdecken und damit zu seinem unvergleichlichen Tango Nuevo finden. Die Stadt an der Seine ist aus beider Biografien nicht wegzudenken. Beide verdanken ihren internationalen Erfolg, ihre bis über den Tod hinaus andauernde Beliebtheit, der Treue zu sich selbst. Ein Wunder, dass sie sich nie kennengelernt haben. Á PARIS bittet Astor und Yves zum Pas de deux. Sängerin Rebecca Anouche und ihre Musiker bescheren in überraschenden Arrangements von Manu Mazé zwei leidenschaftlichen Genies eine posthume Freundschaft. Und: Astor et Yves „vont très bien ensemble“. Ein Abend, der wahr sein muss, so schön ist er. Magisch!

 

Eintritt: 20 Euro

 

Rebecca Anouche – vocals

Manu Mazé – accordeon

Simon Reithofer – guitar

Luka Straußberger – bass

 

 

Photo  –   ©  Albert Schnitzer


31. März, 19.30 h: Jazz Seen (Dokumentarfilm):

JAZZ SEEN - Musikfilm, D 2001, OmdU, 81 Minuten,
Regie: Julian Benedikt

Ein Porträt-, Dokumentar- und Musikfilm, der in einem Geflecht aus Fotografien, Musikeinspielungen, Interviews und Spielszenen den für
seine Jazz-Fotos berühmt gewordenen Fotografen amerikanischen William Claxton, sowie seine Arbeitsweise und -philosophie vorstellt. Dabei ergibt
sich ein höchst lebendiger, unterhaltsamer Einblick in die Welt des amerikanischen Jazz, vom Bebop der 50er-Jahre, bis zu neueren Strömungen der Gegenwart, die sich in Claxtons
spezifischer Sichtweise spiegelt: Die spontane, intuitive Improvisationsmusik findet in seinen künstlerisch hochrangigen Fotografien ihren Ausdruck. Ein anregendes Vexierbild
auch über die Philosophie eines respektvollen Miteinanders in einer individualistischen Welt.

Eintritt: 8 Euro


Mittwoch, 16. März, 19:30 The History of Jazz - "Ladies Night" - Eddie Luis & His Jazz Passengers (im Rahmen des Weltfrauentages)

Jedes Jahr im März – am 8. des Monats – feiern wir den internationalen Tag der Frauen, nach über 100 JP-Projekten ist es höchste Zeit,  den Jazz Ladies unserer Zeit einen Abend zu widmen. Eddie Luis hat sich zu diesem Anlass Absolventinnen der KUG Graz aus Serbien, Slowenien und Australien eingeladen. Mit im Gepäck sind sowohl traditionelle Jazzwerke als auch neue Kompositionen der Musikerinnen. Prädikat: Hörenswert!

Besetzung:     Tanja Filipovic – Vocals
                        Alana Mcparson – Saxophone
                        Sara Ester Gredelij – Piano
                        Nina Korosac Sercic  – Drums
                        Eddie Luis – Bass

www.musikwerkstatt.at

Eintritt: € 20,-

Photo  –   ©  Bernd Wimmer


Samstag, 12. März, 19:30: Anna Anderluh - Solo (im Rahmen des Weltfrauentages)

Anna Anderluh 2Anna Anderluh - Solo  "leave me something stupid"

So lautet der Titel des ersten Soloalbums der Sängerin, Komponistin und Performerin Anna Anderluh, das die aus Kärnten stammende und in Wien lebende 2021 vorstellte. Zwischen  Singer-Songwriting und improvisierter Musik bewegt sich ihr klangliches Spektrum,  instrumental ist sie am Klavier und mit ihrer »Autoharp« (einem hauptsächlich in Amerika beheimateten Instrument) zu hören, die ihrem Programm eine besondere Note verleiht. Davor machte sie schon als Stimme in »Little Rosis Kindergarten«, im »Christoph Cech JazzOrchestraProject«, im Duo mit der Pianistin Verena Zeiner, im Quartett »Squamata« (mit Judith Schwarz, Lisa Hofmaninger und Matteo Haitzmann) oder mit dem Akkordeonisten und Wien-Original Stefan Sterzinger von sich reden.

 

Anna Anderluh - voice, autoharp, piano

 

Eintritt: € 20.- (Doppelpass Fr & Sa: € 35.-)

 

Photocredit  –   ©  Maria Frodl

 

 


Dienstag, 8. März, 19:30h: MY TALK WITH FLORENCE (Film zum Weltfrauentag)

My Talk With Florence (2)Film zum Weltfrauentag

A 2015, 129 Minuten, Regie: Paul Poet

In Paul Poets viel diskutiertem Interviewfilm legt die Künstlerin Florence Burnier-Bauer Bekenntnis ab. Sie spricht nicht nur über ihre Missbrauchserfahrungen als Kommunardin in Otto Mühls Friedrichshof, sondern lässt uns teilhaben an einem Leben, das schon früh von Unterdrückung, Vergewaltigung, Prostitution und Obdachlosigkeit bestimmt war. Eintritt: € 8.-

 

 

 


Freitag, 11. März, 19:30h: SOPHIE ABRAHAM (im Rahmen des Weltfrauentages)

Sophie Abraham 2 (c) Julia WeselySolo-Programm: „Brothers“

Die aus dem holländischen Groningen stammende Komponistin, Cellistin und Sängerin ist „back to the roots“ in Stainach. Sie verbrachte ihre Jugend in Wörschach, besuchte den musischen Zweig im Stiftsgymnasium Admont und lebt heute in der Nähe von Wien Sophie Abraham legte im Oktober 2021 ihr  stilistisch vielschichtiges „erstes“ Solo-Album „Brothers“ vor, das ihre sehr spezielle Lebensgeschichte einschließt. Sie ist seit einigen Jahren Mitglied im international agierenden „radio.string.quartet“, spielt im Ensemble „Little Band From Gingerland“ mit Angela Tröndle, im „Trio Frühstück“, in Markus Schirmers Weltmusikband „Scurdia“ und performt mit Julia Lachersdorfer. Sie arbeitete u. a. mit Roland Neuwirth, Folke Tegetthoff, u. v. m.

Sophie Abraham – voice, cello

Eintritt: € 20.- (Doppelpass Fr & Sa: € 35.-)

 

Photo  -   ©  Julia Wesely

 

 

 

 

 


Donnerstag, 24. Februar, 19:30h: THE JAMES JOYCE PROJECT

The James Joyce Project (2) bTHE JAMES JOYCE PROJECT: Strings In The Earth

Gemeinsam haben sich die Sängerin und Schauspielerin Dagmar Bernhard und der Musiker und Komponist Joe Pinkl der Gedichtsammlung „Chamber Music“ des irischen Schriftstellers James Joyce angenommen und diese mit Auszügen aus Briefen, Textpassagen und Gedichten zu einer feinsinnigen und einzigartigen Collage verwoben. Dagmar Bernhard rezitiert, singt und spielt sich durch die vielfältige Seelenlandschaft dieses genialen Autors und begibt sich gemeinsam mit Joe Pinkl (Piano, Komposition), Mario Machacek (Gitarre, E-Gitarre) und Rainer Gartner (Percussion) auf Spurensuche und erkundet die vielschichtige Persönlichkeit dieses Getriebenen, gefangen in einer Zeit des Umbruchs und des Krieges.

 

Dagmar Bernhard – Gesang, Rezitation

Joe Pinkl - Piano, Komposition

Mario Machacek - Gitarre, E-Gitarre

Rainer Gartner – Percussion

 

www.thejoyceproject.com

www.joepinklmusic.at

 

 

 


Donnerstag, 17. Februar, 19:30h: SHANE

Shane 1 bSHANE

GB/IRL 2020, OmdU, 124 Minuten, Regie: Julien Temple

Shane MacGowan. Rebell, Punk, Poet. Frontmann der legendären Band The Pogues. Begnadeter Songwriter und exorbitanter Selbstzerstörer. Der durchgeknallte Unruhestifter mit irischen Wurzeln, der nach London zog, um in den Underground-Clubs und Pubs die dort gerade entstehende Punkbewegung mit irischem Folk aufzumischen. „I was always at the right place at the right time.“ Aus der Nische des Punk heraus schaffte es Shane, seinen Landsleuten in der aufgeheizten Stimmung des Nordirland-Konflikts eine weithin hörbare Stimme zu geben, mit einer Wucht und Hemmungslosigkeit, die sie bis dahin nie hatten. Und wie nebenbei schuf er mit „Fairytale Of New York“ im Stil einer irischen Folk-Ballade eines der meistgehörten Weihnachtslieder der Briten im 21. Jahrhundert. Nun hat der gefeierte Dokumentarfilmer und Wegbegleiter des Punk, Julien Temple, Shane ein Denkmal gesetzt: ein Feuerwerk aus intimen Aufnahmen der britischen Punk-Kultur aus Temples eigenen Archiven und bisher unveröffentlichtem Material. Nach dem furiosen THE GREAT ROCK‘N‘ ROLL SWINDLE über die Sex Pistols und JOE STRUMMER – THE FUTURE IS UNWRITTEN ist Temple mit SHANE erneut ein mitreißender Film über die Punkbewegung und ihre Galionsfiguren gelungen.

 

 

 


VERSCHOBEN: Mittwoch, 16. Februar, geschlossene Schulvorstellung: FEENSTAUB

Feenstaub Cover

Diese Veranstaltung wird auf den 19. April 2022 verschoben. Wir ersuchen um Verständnis

 

Cornelia Travnicek

FEENSTAUB

In einer Schicksalsgemeinschaft sind Petru, Cheta und Magare verbunden, gezwungen in ewiges Kindsein: Sie leben am Rande einer gesichtslosen Großstadt. Täglich müssen sie dafür sorgen, dass die Schatzkiste des Krakadzil voller wird. Der wird schnell ungehalten, wenn die Kasse nicht stimmt, und so rücken die drei Jungs aus, um denen wegzunehmen, die es am ehesten zu verschmerzen scheinen. Auszuhalten ist das für sie nur mit einer täglichen Ration Feenstaub. Alles wird anders, als Petru Marja kennenlernt: Nicht nur lernt er mit ihr die Sprache der Stadt zu verstehen, er erfährt auch zum ersten Mal in seinem Leben, was Familie sein kann. Als den drei jungen Taschendieben ein Neuling zur Ausbildung übergeben wird, wechselt Petrus Leben ebenso wie das seiner Schicksalsgenossen noch einmal die Richtung …

 

Vergessene Kindheiten und brutale Ausbeutung: Poetisch bis derb, in kurzen, intensiven Szenen erzählt Cornelia Travnicek von drei Taschendieben wider Willen, die um ihre Zukunft kämpfen.

 

Geschlossene Schulveranstaltung. In Kooperation mit dem BG/BRG Stainach. Restkarten auf Anfrage.