Donnerstag, 2. Juni 2020, 19:30 Uhr: Die Liebenden von Pont-Neuf (Spielfilm) [Á Paris - Deux]

LOVERS ON THE BRIDGE, (aka LES AMANTS DU PONT-NEUF), Juliette Binoche, 1991

PHOTO: D.R.

Die Liebenden von Pont-Neuf

F 1991, 125 Minuten, Regie: Leos Carax
DarstellerInnen: Juliette Binoche, Denis Lavant, Klaus Michael Grüber

Wo im April Rebecca Anouche auf der Bühne des ccw mit ihrem Trio unter dem Titel »À Paris« auf die
musikalische Welt von Yves Montand und Astor Piazzolla blickte, setzen wir diese »Idee« spontan mit zwei modernen filmischen
»Hommagen« an die französische Hauptstadt fort. Paris und die Liebe sind die Themen der Filme, im ersten davon (»Die Liebenden
von Pont-Neuf«) werden die beiden Protagonistinnen Michèle Stalens – gespielt von Juliette Binoche – und Alex (Denis Lavant)
in den wilden Strudel einer »Amour Fou« (verrückten Liebe) gezogen. Und das Publikum ließ sich von dem mit drei Europäischen
Filmpreisen ausgezeichneten und bildgewaltigen Film in dieses Spiel einbeziehen. Für unsere FilmliebhaberInnen in der Region
zum unbedingten Wiedersehen.

 

Eintritt: € 8,-


Samstag, 28. Mai 2020, 19:30 h: Carlos Leitao Ensemble presents Sofia Ramos (Fado / Weltmusik)

10. Nacht des Fado

Carlos Leitao Ensemble presents Sofia Ramos

Das Carlos Leitao Ensemble hat sich weltweit einen Ruf erspielt und ist somit alljährlich würdige Begleitung der jeweiligen
Neuentdeckung am Fado-Himmel. 2022 verspricht die ausgebildete Schauspielerin, Ballett-Tänzerin, Klavier-Virtuosin und
Sängerin Sofia Ramos Fado jenseits des Mainstreams und touristischer Gehörpfade. Die zehnjährige Jubiläums-Tour, die von 2021
auf 2022 verschoben werden musste, präsentiert Carlos Leitaos neue Fado-CD »Simples« mit 10 zeitgenössischen Eigen-
kompositionen, die in der klassischen Besetzung Konzertgitarre, portugiesische Gitarre und Kontrabass aufgenommen
wurden. Der weibliche Gast, den uns Carlos diesmal vorstellt, die junge Fadista Sofia Ramos, ist ein neuer Stern am Fado-
Himmel. 2014 beschloss sie, sich ganz dem Fado hinzugeben. Kurze Zeit später erhielt sie ihr erstes Engagement im Fadolokal
»Povo«, 2016 erschien ihr erstes Album.

Besetzung:  Carlos Leitao  – Gesang und Viola ( = Konzertgitarre), Sofia Ramos – Gesang, Henrique Leitao – Guitarra Portuguesa
( = portugiesische Gitarre),  Carlos Menezes – Baixo ( = akustischer Bass)

 

Eintritt: € 24,-


Donnerstag, 19. Mai, 19.30 h: (Abgesagt! - neue Band s.u.) The Sound - Tribute to Stan Getz / Eddie Luis & His Jazz Passengers (Jazz)

c   by  Bernd Wimmer

THE HISTORY OF JAZZ: The Sound – Tribute to Stan Getz

Eddie Luis & His Jazz Passengers feat. Milos Milojevic (Tenor Saxophon)

 

Der elegante Melodiker Stan Getz (1927-1991) gehörte über Jahrzehnte zu den einflussreichsten Saxophonisten der Welt.  Er spielte in den Bigbands von Stan Kenton, Benny Goodman, Jimmy Dorsey und Woody Hermann, mit Jack Teagarden, Lionel Hampton, Nat King Cole, Ella Fitzgerald und Dizzy Gillespie, sein „The Girl From Ipanema“ (von Antônio Carlos Jobim) mit Astrud Gilberto und João Gilberto wurde 1963 zum Welthit. Er gewann 11 Grammy Awards und war stilbildend im Bereich des Cool Jazz und Latin-Jazz. Eddie Luis und seine Jazz Passengers schicken mit ihrem virtuosen Milos Milojevič Grüße gen Himmel!

 

Eintritt: €  20,- 


Freitag 13. Mai, 19.30 h: Martin Eden (Spielfilm)

c   Filmladen Filmverleih

Martin Eden

ITA/F/D 2019,  129 Minuten,  Regie: Pietro Marcello,  D: Luca Marinelli

In dieser Verfilmung des zum Teil autobiographischen Romans von Jack London entdeckt ein Seemann seine Berufung zum Schriftsteller. Martin Eden gilt als eines der größten Werke von Jack London und erschien erstmals im Jahre 1909. Die zentrale Figur „Martin Eden“ glaubt, einzig durch das Erlangen von Bildung und Respekt die Zuneigung eines Mädchens aus der gehobenen Schicht gewinnen zu können. Nach seinem Entschluss, fortan als Schriftsteller zu leben, verfeinert er seine Sprache und schreibt fiktive und autobiografische Geschichten der erwähnten „fiktiven“ Vergangenheit.

Der Regisseur/Filmkünstler Pietro Marcello, mit seiner eigenwilligen Bildsprache, Poesie und Erzählstruktur, gilt bei einigen als Erbe Pier Paolo Pasolinis. Seine ins Neapel des frühen 20. Jahrhunderts versetzte bewegende Geschichte Martin Edens verwebt diese mit den politischen Prozessen Europas des 20. Jahrhunderts zu einer bildgewaltigen Textur. Hauptdarsteller Luca Marinelli gewann mit seiner Darstellung den Copa Volpi für den besten Darsteller beim Filmfestival von Venedig 2018.

Eintritt: € 8,- 

 


Donnerstag, 5. Mai, 19:30 h | Anna Lauvergnac Quartet Wien (Jazz)

(c) Marco Girolami

ANNA LAUVERGNAC QUARTET WIEN

„Anna singt aus ihrem Herzen“, hat Sheila Jordan einmal über die langjährige Sängerin des Vienna Art Orchestra gesagt. Daher, so möchte man ergänzen, besitzt sie auch die Fähigkeit die Herzen der Menschen zu berühren. Es gibt viele Sängerinnen mit einer schönen Stimme, die sich von swingenden Gefährten begleiten lassen, wenige besitzen aber wie Anna Lauvergnac die Fähigkeit, im Zusammenwirken mit drei exzellenten Könnern beglückende Kommunikation zum intensiven Erlebnis zu machen. Und während noch der verwöhnteste, anspruchsvollste Jazzpurist zum akustischen Genießer wird, wird auch für Jazzneulingen an so einem Abend erfahrbar, was diese Musik sein kann: Nicht nur eine Show, bei der Fertigkeiten vorgeführt werden, sondern ein Akt der Liebe. (Marcus A. Woelfle, JazzZeit)

Ins ccw kommt die aus Triest stammende Sängerin mit einem über viele Jahre gereiften, „eingespielten“ Trio aus Wien rund um den Pianisten „Sir“ Oliver Kent.

Anna Lauvergnac – vocals

Oliver Kent – piano

Hans Strasser – bass

Dusan Novakov – drums

 

Eintritt: € 20,-  


"Leaving Home" - Photoausstellung - 5 Fotografen zum "Radio Jazz Day Liezen" 2013 - 21

LEAVING HOME

»The Times, They Are a-Changin«, sang für uns Bob Dylan auf dem am 13. Jänner 1964 veröffentlichten gleichnamigen Album – dies hält uns dies die Omikron-Variante des
COVID19-Virus täglich vor Augen. Der Wechsel innerhalb des CCW-Teams im letzten »steirischen« Herbst hat nicht nur ein neues geplantes Programm für 2022 gebracht, sondern zwingt
uns derzeit auch, dieses gerade einmal zwei Monate im Voraus zu gestalten. Sehr kurzfristig und spontan haben wir uns daher entschlossen, einige Wände & Flächen mit einer Fotoausstellung neu zu bespielen. Unter dem Titel
»Leaving Home« zeigen wir Fotos von Reinhard Winkler, Georg Oberweger, Andreas Hollinger, Peter Purgar und Bernd Wimmer, die im Rahmen des „Radio Jazz Days Liezen“ zwischen 2013 – 2021 entstanden sind, eine »Work in Progress«-Ausstellung.

Die Wiederaufnahme (wie im Theater) einer Photo auf Leinwand- Ausstellung, die rund um den „International Jazz Day der UNESCO“ am 30. April 2016 in der Arkade Liezen gezeigt wurde. Diese Ausstellung ist ab 21. Jänner im CCW ein- bzw. zugewandert und wurde um derzeit 2 Bilder (von Peter Purgar & Bernd Wimmer) ergänzt. „Leaving Home“ bezieht sich auf die Zeit das eigene „Heim“ für Kunst und Kultur zu verlassen bzw. auf den von Roland Neffe (in der Ausstellung porträtiert) komponierten Titel, der einst seinen Heimatort zu verlassen und via Nürnberg und Boston in Berlin zu landen, wo er seit mehr als 20 Jahren lebt – eine einprägsame Ballade…

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Montag bis Mittwoch 10.30 – 15 Uhr bzw. vor, während und nach unseren Veranstaltungen.


Freitag, 29. April, 19:30 Njamy Sitson (World Music)

Der aus Kamerun stammende Komponist, Schauspieler, Erzähler und Musiktherapeut Njamy Sitson ist ein Weltbürger mit afrikanischen Wurzeln. Der Multi-Instrumentalist  lebt seit 16 Jahren in Augsburg und lehrt etwa am Freien Musikzentrum in München und an der Medical School of Hamburg (MSH) afrikanische Musik mit Schwerpunkt auf »Polyphone Gesänge und Percussion aus Zentralafrika«. Er leitet Gesangswerkstätten für Chöre und klassische Orchester in ganz Europa, komponierte Filmmusik für den Brunetti-Krimi »Blutige Steine« und war als Darsteller neben Barbara Rudnik im Film »Oktoberfest« sowie in »Mandela – Das Musical« zu erleben. Seine Partner im Jazzbereich waren Vibraphonist Wolfgang Lackerschmid und Pianist Walter Lang bzw. auch sein in New York lebender Bruder, der Sänger, Komponist und Bandleader Gino Sitson, mit dem er 2013 bei der Ski-WM in der Schladminger Annakapelle im Duo als »Sitson Brothers« eine Weltpremiere feierte. Eine außergewöhnliche Begegnung für das ebenso neugierige wie begeisterungsfähige Stainacher Publikum.

 

Njamy Sitson  – Voice, Kora, Ngoni, Sanza, Percusssion (Conga, Shaker), Pygmy Flute

 

Eintritt: 20 Euro

 

Photo:    ©  Georg Oberweger


Donnerstag, 21. April, 19.30 h Helene Haugaard Band (Weltmusik)

Helene Blum & Harald Haugaard Band – Dänische Folktradition vereint sich mit Singer- Songwriting zu einem musikalischen Fluss. Dänemarks Folk-Diva Helene Blum und der vielfach preisgekrönte Geiger Harald Haugaard haben sich im vergangenen Jahrzehnt als zwei der namhaftesten Interpreten und Erneuerer der dänischen Musiktradition etabliert. Gemeinsam mit ihrer Band gelten sie als unermüdliche Botschafter der dänischen Folkmusik und erwecken das kulturelle Erbe des Landes auf höchstem künstlerischen Niveau zu neuem Leben. Ihre eigenen Lieder und Kompositionen stehen neben originalen Interpretationen alter Lieder und Melodien aus Dänemarks reicher, doch oft wenig bekannter, musikalischer Schatzkammer. Die Helene Blum & Harald Haugaard Band versteht traditionelle Musik als lebendige Musik und begreift die Bühne als Ort der magischen Begegnung mit dem Publikum. Seit 2008 hat die Band in unzähligen Konzerten in Europa, Nordamerika und Japan das verströmt, was die Süddeutsche Zeitung als »Ein Stück Glückseligkeit« bezeichnete.

Helene Blum – Vocals
Harald Haugaard – Violin
Sebastian Bloch – Guitar
Kirstine Elis Pedersen – Cello
Sune Rahbek – Drums

www.blumhaugaard.dk

Eintritt: 24 Euro

 

Photo  –   ©  Aard Jongsma


Mittwoch, 13. April, 19.30: Der Mann mit der Kamera (Stummfilm mit Klavierbegleitung)

FilmSpecial    Der Mann mit der Kamera: Stummfilm/Dokumentarfilm

UdSSR 1929, 68 Minuten, Regie: Dziga Vertov       Dziga Vertovs Versuch, seine Theorien zu illustrieren und die Überlegenheit des Dokuments über die Inszenierung zu beweisen: Eine rasante
Montage von Szenen aus den verschiedensten Bereichen des Stadtlebens an einem einzelnen Tag, vom Morgen bis zum Abend.

Hauptakteur ist die Kamera mit ihren technischen Möglichkeiten, wobei der Zuschauer laufend über den Entstehungsprozess des Films orientiert wird. Dank der formalen Virtuosität und der rhythmischen Gliederung ist der letzte Stummfilm des russischen Regisseurs noch heute ein faszinierendes Dokument und zugleich eine Reflexion über die Verhältnisse zwischen wahrgenommener und gefilmter Wirklichkeit.

Der Film wird am Klavier live vom international renommierten Stummfilm-Pianisten Gerhard Gruber begleitet und dadurch zu einem – wie früher – einmaligen und unwiederholbaren Kunstereignis.

»Stummfilmmusik im Sinne Grubers ist … stets ein partnerschaftlicher Vorschlag; in einer Partnerschaft, die garantiert nie langweilig wird. Eine ›offene Beziehung« samt innigem Vertrauensverhältnis.     Alexander Horwath, Direktor Österreichisches Filmmuseum

Eintritt: 12 Euro


Freitag, 8. April, 19.30 h: Á Paris - Astor et Yves (Chanson)

„Was wäre gewesen, wenn…?“…

Im Leben eine Spekulation, die die Phantasie sehnsüchtig in die Vergangenheit entführt und kaum Erfüllungen verspricht. Nicht so im Zauberraum Bühne und Dank der Musik, der wunderbaren Brückenbauerin über den Fluss der Sprachen, Zeiten und Welten… Wenn Rebecca Anouche mit ihren Musikern die Jubilare Astor Piazzolla und Yves Montand anlässlich deren 100sten Geburtstag zum Rendezvous ins Paris der Vergangenheit lädt, verbinden sich zwei so eigenständige wie einzigartige Musikerseelen. Für den in Italien als Ivo Livi geborenen Chansonnier, Schauspieler und Tänzer Yves Montand wird bereits das Paris der vierziger Jahre zur Muse, die ihn zum unwiderstehlichen Stil seiner One-Man-Shows à la francaise verführt. 1954 treibt der leidenschaftliche Wunsch, klassische Komposition zu studieren, Astor Piazzolla in die Stadt der Liebe. Dank seiner Professorin Nadia Boulanger sollte er dort seine „wahre“ Musik entdecken und damit zu seinem unvergleichlichen Tango Nuevo finden. Die Stadt an der Seine ist aus beider Biografien nicht wegzudenken. Beide verdanken ihren internationalen Erfolg, ihre bis über den Tod hinaus andauernde Beliebtheit, der Treue zu sich selbst. Ein Wunder, dass sie sich nie kennengelernt haben. Á PARIS bittet Astor und Yves zum Pas de deux. Sängerin Rebecca Anouche und ihre Musiker bescheren in überraschenden Arrangements von Manu Mazé zwei leidenschaftlichen Genies eine posthume Freundschaft. Und: Astor et Yves „vont très bien ensemble“. Ein Abend, der wahr sein muss, so schön ist er. Magisch!

 

Eintritt: 20 Euro

 

Rebecca Anouche – vocals

Manu Mazé – accordeon

Simon Reithofer – guitar

Luka Straußberger – bass

 

 

Photo  –   ©  Albert Schnitzer