Donnerstag, 22. Jänner, 20 Uhr, CCW: PORTUGAL MON AMOUR
Komödie, F/P 2013, 90 Minuten, Regie: Ruben Alves
Maria und José Ribeiro leben schon seit fast 30 Jahren zusammen mit ihrer Tochter in einem kleinen Apartment im Erdgeschoss eines Pariser Wohnhauses aus dem 19. Jahrhundert. Das Emigrantenpaar aus Portugal ist allgemein beliebt - Maria als Concierge und José als Hausmeister sind zu einem unverzichtbaren Bestandteil des täglichen Lebens der Menschen um sie herum geworden. Umso grösser ist die Überraschung, dass Maria und José eine Rückkehr nach Portugal planen. Und schon bald stellt sich das ganze Viertel die Frage: wie kann man die beiden in Frankreich behalten?
Do, 18. Dezember, 20h, CCW: NEBRASKA (Kino)
Tragikomödie, USA 2013, 115 Minuten, Regie: Alexander Payne
Ein uralter Werbetrick verspricht Woody einen Millionengewinn, den der alte Starrkopf partout persönlich abholen möchte. Der unfreiwillige Vater-Sohn-Trip wird zur Reise in die Vergangenheit und Suche nach Respekt und Anerkennung. Stimmungsvolle schwarz-weiß Bilder öffnen ein Fenster, durch das wir meinen, dem Leben zuzuschauen. Ein außergewöhnlich humorvoll wie berührendes Roadmovie über Stolz und Würde.
Donnerstag, 7. November 2013, 19h, CCW: STOFF DER HEIMAT (Film & Diskussion)
Dokumentation, A 2011, 94 Minuten
Regie: Othmars Schmiderer
Drehbuch: Othmars Schmiderer und Elsbeth Wallnöfer
Wie ist dieser Stoff beschaffen? Das Phänomen der Tracht: Kultur, Politik und nationaler Mythos, in ihrer Vielfalt von den Anfängen bis heute – exemplarisch betrachtet in Österreich, Bayern, Schweiz, Südtirol. Der Fokus richtet sich auf den jeweiligen Habitus und Kleidercode einzelner ProtagonistInnen oder Gruppen, auf Rituale und Lebenshaltungen in ihrer politischen Bedeutung, ihrem gesellschaftlichen Stellenwert und dem überbordenden Symbolcharakter. Stoff der Heimat zeigt den Umgang mit Traditionen im Spannungsfeld der Moderne, die Konstruktion von Identität und Heimat.
„Dirndl, Lederhose, Janker, Wadlstrümpf – an der Tracht scheiden sich die Geister. Doch Identität stiftet sie allen und allen bietet sie Heimat: Der Modedesignerin, die englische Vorhangstoffe verarbeitet; der Künstlerin, die die Dirndl-Moschee erfindet; den Schuhplattlern und den Schützenvereinen. Zu Beginn entdeckt Schmiderer die Bekenntniskleidung in der Ecke der konservativen Politik, die sie zu niederen manipulativen Zwecken einsetzt. Dort holt er sie sodann heraus und setzt zum Streifzug an. Quer durch die Milieus, quer durch die Geschichte, quer durch die Regionen. Vergnüglich, aufschlussreich und schön anzusehen.“ (Viennale Katalog 2011)
„Dieses Outfit streicht das sehr gut heraus, weil es ist ein österreichisches Dirndl, aber ein muslimisches Kopftuch und es passt super zusammen und es widerspricht sich nicht …“ (Saime Öztürk, Lajali Abu Zahra)
Auszeichnungen: Filmfestival in Trento 2012: Preis des Museo Usi e Costumi della Gente Trentina Award. (For the best documenting the traditions and costums of mountain people with ethno-anthropological accuracy).
Wir freuen uns auf einen spannenden Gesprächsabend mit:
Regisseur Othmar Schmiderer, Mag. Evelyn Kornetter (Steirisches Heimatwerk), Dr. Eva Kreisl (Volkskundemuseum, Graz), Dr. Daniela Müller (Journalistin, Autorin), Helga Rastl (Trachtenschneiderei Bad Aussee) u.a. Für Die Gesprächsleitung freuen wir uns Herrn Dr. Karl Stocker vom FH Joanneum begrüßen zu dürfen.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit Schloss Trautenfels
Freitag, 20. September, !!! 19h !!!, CCW: SCHOTTLAND (Film & Musik & Whisky)
MY HEART IS IN THE HIGHLANDS
Der Grimming wittert schottischen Wind
DR. BOTTLE alias DI Bernd Brünner aus Graz – www.drbottle.at – stimmt uns mit edlen Destillaten auf schottische Gefilde ein und schult unsere Gaumen für Runde Zwei des Abends:
ANGELS‘ SHARE – EIN SCHLUCK FÜR DIE ENGEL
GB/F/BEL/I 2012, 101 Minuten
Regie: Ken Loach
Ocean’s Elven auf Schottisch: Mit Angels‘ Share legt Regie-Altmeister Ken Loach eine vielschichtige Milieustudie mit komödiantischem Anstrich in der Tradition von Riff-Raff oder Raining Stones vor. Erneut setzt der Brite dabei auf die Authentizität seiner Laiendarsteller, mit denen er für seine Verhältnisse eine ungewohnt leichtfüßig in Szene gesetzte Geschichte erzählt, die sich nach einem recht drastischen Einstieg sogar noch zu einer Art Heist-Movie wandelt. Das Leben hat es bislang nicht gut gemeint mit Robbie: Aufgewachsen in schwierigen Verhältnissen ist der junge Schotte schon wiederholt mit dem Gesetz in Konflikt geraten und auch diesmal schrammt er nur um Haaresbreite an einer Gefängnisstrafe vorbei. Zusammen mit anderen jugendlichen Delinquenten wird er zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Der für sie zuständige Sozialarbeiter Harry hat ein großes Herz und schafft es, eine Verbindung zu den Jugendlichen herzustellen. Als er sie mitnimmt, um eine Whisky-Destillerie zu besuchen, kommt Robbies großes Talent für das „Wasser des Lebens“ zu Tage. Der Junge ist ein Naturtalent: Spielend leicht erschließt er sich die Feinheiten des Herstellungsprozesses und die unterschiedlichen Geschmacksnuancen. Aus Liebe zu seiner schwangeren Freundin will Robbie die Chance nutzen, sein Leben endgültig zum Besseren zu wenden. Als die Jugendlichen erfahren, dass ein Fass des teuersten Whiskys der Welt zur Versteigerung kommen soll, beschließen sie, ein paar Flaschen davon für ihre eigenen Zwecke abzuzweigen. Übrigens: Mit dem Engelsanteil oder auch „Schluck für die Engel“ ist der Anteil des Whiskys gemeint, der im Laufe seiner Lagerung aus dem Fass verdunstet. Und einen Schluck für die Engel gönnt sich auch Loach, der die sozialkritische Gaunerkomödie im Vergleich zu früheren Filmen deutlich milder enden und seine Charaktere letztlich sogar hoffnungsvoll in die Zukunft blicken lässt. Angels‘ Share wurde bei den Filmfestspielen von Cannes 2012 mit dem Preis der Jury ausgezeichnet.
Das Zwischenspiel:
Wie sagen die Schotten so schön treffend? Ein Glas Whisky ist fabelhaft, zwei sind zu viel, drei sind zu wenig. Eine kurze Einweihung in die Geheimnisse die Welt der Herkunft und Herstellung edler Tropfen begleitet den Ausflug unserer Gaumen in die Destillerie, die Robbies Leben so verändern sollte. Verkostung eines im Film vorkommenden Whiskys.
Im dritten Teil des Abends kommen nun auch unsere Ohren auf ihre Kosten bei SIGI LEMARRA & FRIENDS! Der Wörschacher Künstler mit mittlerweile weltweiter Konzerterfahrung baut uns via Hackbrett – englisch so wohlklingend hammered dulcimer genannt – auf seine einzigartige Weise musikalische Brücken über den Ärmelkanal und zurück. Hierzulande braucht man ihn nicht mehr vorzustellen. Interessantes über den Künstler und Menschen Sigi Lemmerer erfahren wir aber, wenn wir ihn selbst zu Wort kommen lassen:
http://www.youtube.com/watch?v=oAL_uNf6m6I
Freitag, 7. Juni 2013, 20 Uhr, CCW: LOVE IS ALL YOU NEED
DEN/SWE/I/F/D 2012, 117 Minuten
Regie: Susanne Bier
„... das Land, wo die Zitronen blüh’n“ – Die Amalfiküste samt Dinos That´s Amore wird zum Kraftspender für die kleinen & großen Katastrophen von Familienzwist, Untreue bis Krebserkrankung. Ein kleines Filmwunder, bei dem wir uns nicht zu schämen brauchen, den Protagonisten das Happyend von Herzen zu gönnen.
Donnerstag, 18. April 2013, 19 Uhr, CCW: AI WEIWEI - NEVER SORRY
ACHTUNG: Beginn bereits um 19 Uhr!
Dokumentation, USA 2012, 91 Minuten
Regie & Drehbuch: Alison Klayman
»So Sorry«, das ist die Ausrede der Mächtigen überall auf der Welt, sagt Ai Weiwei und setzt der Gleichgültigkeit seine Phantasie entgegen. Das Portrait zeigt einen der wichtigsten Persönlichkeiten des beginnenden 21. Jahrhunderts. Einen Künstler, der glaubt, dass Kunst und menschliche Freiheit untrennbar miteinander verbunden sind. Im Anschluss laden wir zum Gespräch mit (unsere Gäste werden noch bekannt gegeben).
Donnerstag, 7. Februar 2013, 20h, CCW: CHICO & RITA
Animation/Musikfilm, E/GB 2011, 94 Minuten, Regie: Fernando Trueba & Javier Mariscal
Havanna 1948: Der junge Jazzpianist Chico begegnet in einem Nachtclub der wunderschönen Sängerin Rita. Ihre Stimme greift ihm ins Herz, doch schon die erste Nacht endet mit einer wilden Eifersuchtsszene. Ein Musikwettbewerb führt sie wieder zusammen, doch als nunmehr Chico ausrastet, geht Rita schweren Herzens mit einem Yankee nach New York, um dort Karriere zu machen. Chico verkauft sein Klavier und folgt ihr mit seinem Freund Ramon, um New Yorks Jazzszene aufzumischen, voller Hoffnung, dabei die Liebe seines Lebens zurückzugewinnen. Eine ergreifende Liebesgeschichte voller Sinnlichkeit und Leidenschaft im Rhythmus des kubanischen Jazz mit traumhaften Melodien von Bebo Valdes, Dizzy Gillespie, Cole Porter und vielen anderen.
Für ihr mit Preisen überhäuftes Zeichentrickdrama Chico & Rita haben sich der Oscar-prämierte Regisseur Fernando Trueba (Belle Epoque), der Starzeichner Javier Mariscal und die kubanische Jazzlegende Bebo Valdes zusammengetan. Sie erzählen den Bolero zweier schicksalhaft Liebenden, die von Erfolg, Eifersucht und Verrat getrennt und von ihrer Sehnsucht vereint werden, während die Rhythmen ihrer Heimat den amerikanischen Jazz revolutionieren.
Ein Holzbein, wem beim Hören dieses lateinamerikanischen Jazz nicht die Füße zucken. (Die Zeit)
Freitag, 18. Jänner 2013, 20h, CCW: THE ARTIST
Stummfilm/Komödie, F 2011, 100 Minuten, Regie: Michel Hazanavicius
Eine liebevolle, beglückend detailverliebte Hommage an das Goldene Zeitalter Hollywoods und seine Schauspieler. Hollywood 1927: George Valentin (Jean Dujardin) ist ein gefeierter Stummfilm-Star. Doch die Einführung des Tonfilms schwebt als Damoklesschwert über seiner Karriere. Auf einer Premierenfeier verliebt sich George in die charismatische junge Statistin Peppy Miller (Bérénice Bejo), die mit ihrem gewinnenden Lächeln selbst das Zeug zum Leinwandliebling hat. Während der Siegeszug des Tonfilms für Peppy den Beginn ihres Aufstiegs bedeutet, verpasst George, der sich selbst als Star vom alten Schlage sieht, den Anschluss und fällt immer tiefer auf der Karriereleiter. George fehlt das Gespür für die Modernisierung des Kinos und die neuen Ansprüche des Publikums. Er überwirft sich mit seinem Produzenten (John Goodmann) und sein selbst produzierter Stummfilm wird zum Flop. Das gefährdet nicht nur die Beziehung zu seiner Frau, sondern führt ihn auch fast in den finanziellen Ruin. Ein Film wie eine tiefe Verbeugung mit einem Augenzwinkern. Unwiderstehlich!
Ende der 1920er Jahre schickte sich der Tonfilm an, die Sehgewohnheiten des Publikums zu revolutionieren und das Ende der glorreichen Zeit des Stummfilms einzuläuten. Mit The Artist entführt uns der französische Regisseur Michel Hazanavicius in diese Epoche zurück und verdeutlicht uns, wie wunderbar das Kino auch ohne Worte funktionieren kann. Elegant fotografiert lässt The Artist mit seiner Schwarz-Weiß-Ästhetik auf leichtfüßige und überaus unterhaltsame Weise diese goldene Ära Hollywoods wieder auferstehen und ist eine wundervoll detailverliebte Hommage an die Klassiker der damaligen Zeit. Nie angestaubt, sondern immer frisch, ironisch und verspielt ist der moderne Stummfilm ein Fest der amüsanten Einfälle, der darstellerischen Spielfreude und der nostalgischen Reminiszenzen an Charlie Chaplin, Fritz Lang & Co. (Ulf Lepelmaier/filmstarts.de)
Freitag, 7. Dezember, 20h, CCW: HOME FOR CHRISTMAS
NOR 2010, 80 Minuten, Regie: Bent Hamer, dt. Fassung
Ein modernes Weihnachtsmärchen, in dem Humor und Tragik, Zärtlichkeit und Verzweiflung, Hoffnung und Versöhnung ganz nah beieinander liegen. Heiligabend in Norwegen. Im kleinen Dorf Skogli bereiten sich die Menschen auf das Fest der Liebe vor mal mehr, mal weniger liebevoll, mal vergnüglich und ausgelassen, mal einsam oder lieber gar nicht. Es ist der ganz normale Lauf des Lebens an einem ganz besonderen Abend. Nach Kitchen Stories und O'Horten präsentiert Regisseur Bent Hamer einmal mehr einen Film in der für ihn so typisch lakonischen Art und mit seinem besonderen Blick auf die skurrilen Seiten des menschlichen Zusammenlebens.
www.home-for-christmas.pandorafilm.de
Freitag, 28. September, 19h, CCW: BUCHVORSTELLUNG & KINO
Dorothee Steinbauer präsentiert das Buch zum Film:
MICHAEL EBMAYER: DER NEULING
Den schüchternen Stuttgarter Versandhauslogistiker verschlägt es beruflich nach Sibirien, wo er sich unsterblich in die geheimnisvolle Schorische Sängerin Ak Torgu verliebt und unaufhaltsam in sein neues Leben stolpert ... Ein kleiner, großer Roman und ein großes Abenteuer. Erfrischend und klar wie ein Bergbach, flirrend und beschwingt wie ein verrückter Sommertag urteilt die Presse. Übrigens: Michael Ebmeyer, geboren 1973, wuchs in Bielefeld auf. Er studierte in Tübingen und Barcelona, heute lebt er als Schriftsteller, Journalist und Übersetzer in Berlin. Mit der Gruppe Fön bringt er »Texte an Musik« auf die Bühne. Bei Fön finden Literatur und Musik zueinander und mögen sich dann auch so richtig: www.euerfoen.de
Im Anschluss um 20 Uhr folgt der Film:
AUSGERECHNET SIBIRIEN
D 2012, 100 Minuten, Regie: Ralf Huettner
Nach seinem Erfolg Vincent will Meer präsentiert Huettner Ebmayers Romanverfilmung (der Autor arbeitete am Drehbuch mit) als skurriles, leicht entrücktes Roadmovie mit einem liebenswerten Joachim Król in der Hauptrolle, der sich als Spießer auf Sinnsuche glaubwürdig emotional und spirituell umkrempeln lässt. Sanfter Witz, traumhafte Bilder und ein ebensolcher Soundtrack!




















